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Spielbericht – SuS Stadtlohn – SCP 1:3 (0:1)

Seit Wochen wussten wir, dass es im Halbfinale des Westfalenpokals gegen Stadtlohn geht, und seit Wochen wussten wir auch, dass wir dieses Spiel nicht verpassen wollen. „Da kommt man schon irgendwie hin“, gaben wir uns vorher optimistisch.

Der Preußen-Anhang beim Westfalenpokal-Halbfinale in Stadtlohn

Der Preußen-Anhang beim Westfalenpokal-Halbfinale in Stadtlohn

Tatsächlich ist so eine Fahrt nach Stadtlohn aber komplizierter als man glaubt, wenn man kein Auto hat, das einen fährt. Irgendwer hatte dann eine passende Route und ich folgte der Masse. Um 15:42 Uhr fuhren wir mit dem Zug Richtung Coesfeld. Ja, so früh. Wir mussten ja auch noch vor Ort Karten kaufen. In Coesfeld angekommen suchten wir den Bus, der nach Stadtlohn fährt. 10 Minuten Wartezeit waren angesagt. Als nach 15 Minuten immer noch nichts von einem Bus zu sehen war, fingen wir und andere wartende Preußen-Fans langsam an, uns Sorgen zu machen. Einer ging dann zu einem Bus, der etwas weiter hinten stand aber nicht mehr fuhr. Der Busfahrer klärte uns dann auf: „Der Bus ist kaputt und kann nicht weiterfahren, es wird nach einer Alternative gesucht.

Na super, was macht man jetzt? Wieder zum Bahnhof. Wir stiegen in einen Zug nach Enschede ein, der in Ahaus hielt. Gut, das ging schnell. In Ahaus hatten wir Glück, dass das Preußenforum am Mittag noch gepostet hat, wie man von da nach Stadtlohn kommt. Also ab zum Bussteig C1 und auf die R76 warten. Das Glück war nun auf unserer Seite und der Bus kam schnell. Da wir einfach nur nach Stadtlohn wollten, stiegen viele hinten ein. Die Busfahrerin war aber ziemlich nervig und ließ jeden einzelnen noch mal nach vorne kommen, um die Tickets zu begutachten. Einige verloren langsam aber sicher die Nerven.

Der Preußen-Anhang beim Westfalenpokal-Halbfinale in Stadtlohn

Der Preußen-Anhang beim Westfalenpokal-Halbfinale in Stadtlohn

Man wir wollen zum Fußball, scheiß doch auf die Tickets!“,

wurde laut genug gebrüllt. Der Bus hielt dann natürlich auch noch an jeder kleinen Straße und so kamen wir um 17:50 Uhr endlich in der Nähe des Stadions an. Nach einem kleinen Fußmarsch konnten wir auch noch Karten erwerben und nachdem es am Einlass auch noch voll war, das Stadion mit fünfminütiger Verspätung betreten. Es war geschafft.

Das Spiel bot in Halbzeit eins wenig aufregendes. Zu Beginn hatte Stadtlohn eine große Chance, Münster ging aber in Führung. Siegert auf Grote und der haut den Ball ins lange Eck. Alles im Lot und Zeit für eine Wurst, die für zwei Euro ganz lecker schmeckte. Auch das Stadion wusste zu gefallen, ich mag diese alten Spielstätten.

In der Folge hatte der SCP meistens den Ball, konnte aber irgendwie nichts Richtiges damit anfangen. So sah das ganze nach Handball aus: Stadtlohn stand tief und lauerte auf Konter, die Preußen spielten um den Strafraum herum ohne etwas zwingendes zu erspielen. Kurz vor der Pause kam Truckenbrod noch mal zum Schuss, den der Keeper aus Stadtlohn gut parierte.

Pyro im Preußenblock beim Westfalenpokal-Halbfinale gegen Stadtlohn

Pyro im Preußenblock beim Westfalenpokal-Halbfinale gegen Stadtlohn

Die zweite Halbzeit bot da mehr, ob auf dem Platz oder auf den Rängen. Zunächst konnte Stadtlohn den Ausgleich erzielen. Dabei jubelten sie ziemlich provokant vor der Preußenkurve. Kurze Zeit später war das aber auch wieder vergessen, denn Scherder köpfte eine Ecke von Grote ins Tor.

Als dann ein Spieler von Stadtlohn ausgewechselt wurde, musste dieser vor den Preußen-Fans entlang laufen. Nach ein paar Worten aus dem schwarz-weiß-grünen Block ließ sich der Stadtlohner wohl zu einem Mittelfinger hinreißen, was die Preußen natürlich in Rage brachte. Einige gingen über die Bande, die vielleicht ein Meter hoch war, und betraten fast den Platz. Nach ein paar netten Worten kamen dann aber die Ersatzspieler um Kühne und schlichteten. Alles war wieder geordnet und das Spiel konnte nach einer Unterbrechung weitergehen.

Kurz vor Schluss fing es dann im Block der supportenden FGK an zu leuchten, einige Bengalos hatten den Weg ins Stadion gefunden. Eins davon flog auch auf den Platz, wieder musste das Spiel kurz unterbrochen werden. Letztendlich aber alles halb so wild. Die FGK hat eine neue Gruppe gegründet, „Gruppo Resistente“. Diese wurde dann mit ein bisschen Licht eingeweiht. Damit es nicht zu keinen weiteren Vorfällen kommt stellte sich Daniel Masuch vor den Block.

In der Nachspielzeit hatte Stadtlohn noch eine Chance. Da der Torwart allerdings mit nach vorne gegangen war konnten die Preußen kontern und Benyamina machte mit dem Schlusspfiff alles klar. Der SCP ist wieder dabei im DFB-Pokal!

Zufrieden ging es auf die Heimreise. Dieses Mal konnten wir in einem Auto mitfahren und waren nach einer Stunde wieder in der Zivilisation.

Auswärts fahren kann so einfach sein.

Zahlen zum Spiel: 

SuS: Fork – Terhaar (Brillert, 76.), Banken, Klein Günnewick, Roßmöller J., – Erning (Borgert, 46.), Neustädter (Ebbing, 71.), Hippers, Hilgemann – Krüchting, Roßmöller M.
SCP: Schulze Niehues, Schöneberg, Schmidt, Scherder, Riedel – Siegert (Piossek, 59.), Truckenbrod, Neupert, Grote – Krohne, Taylor (Benyamina, 59.)

Tore: 0:1 Grote (15.), 1:1 M. Roßmöller (50.), 1:2 Scherder (50.), 1:3 Benyamina (90+5.)

Gelbe Karten: Schmidt

Schiedsrichter: Fabian Maibaum (Hagen)

Zuschauer: 4.500 (ausverkauft)

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