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Spielbericht Preußen Münster – FC Hansa Rostock 3:4 (1:4)

Foto: Antonia

Das erste Spiel der neuen Saison, war zugleich das erste Spiel nach Veröffentlichung des Maßnahmenkataloges, doch konzentrieren wir uns erstmal auf das Spiel aus sportlicher Sicht.

Die 1. Halbzeit – Viel Schatten wenig Licht

Von Anpfiff an, waren die Rostocker das spritzigere Team und überzeugten mit einem offensiven Pressing. Wohingegen unsere Adlerträger es erstmal, wie schon in der vorangegangenen Saison, mit langen Bällen in die Hälfte der Rostocker versuchten. Nach einem Block von Dominik Schmidt gab es eine Ecke, die beim zweiten Anlauf in der 7. Minute zum 1:0 aus Rostocker Sicht führte. Durch den recht lustlosen Auftritt der Preußen wurden die Rostocker Spieler anscheinend beflügelt und so stand es in der 13. Minute bereits 2:0 für die Gäste von der Ostsee. Das Bild wiederholte sich und so stand es nach einer schlechten Abwehrleistung der Preußen in der 27. Minute bereits 3:0 für Rostock. Bis auf ein paar Standards und kleinere Versuche gelang den Preußen nicht viel und sie wussten dem Anschein nach auch nicht, was sie den Rostockern entgegenzusetzen hatten. Dennoch gelang Dominik Schmidt in der 31. Minute nach einer Ecke der Anschlusstreffer zum 3:1. Die Rostocker erzielten jedoch davon völlig unbeeindruckt in der 38. Spielminute das 4:1. Zu diesem Zeitpunkt und bei dem Ergebnis, gab es wohl nur noch wenige Preußenfans, die an einen Sieg glaubten.

Die 2. Halbzeit – Mehr Licht doch immer noch Schatten

Die Rostocker nahmen nun Tempo aus dem Spiel und unsere Preußen konnten sogar nochmals richtig aufdrehen. Nach einer Standardsituation netzte Piossek in der 67. Minuten zum 2:4 ein. Keine 3 Minuten später verkürzte Neuzugang Marcel Reichwein sogar noch auf 3:4. Das Unentschieden, an das kaum noch jemand geglaubt hat, war wieder zum Greifen nahe. Doch Krohne verstolperte den Ball und damit auch die letzte große Möglichkeit für die Preußen. Im Gegenzug hatten die Rostocker nochmals die Chance zu erhöhen, scheiterten aber an der Preußenabwehr. So endete das Spiel mit vielen Nickeligkeiten 3:4 und der SCP verliert sein erstes Saisonspiel der neuen Saison.

Ohne Rostock wär’ hier gar nix los

Boykott BekanntgabeDer angekündigte und erstmals umgesetzte Maßnahmenkatalog entfaltete seine Wirkung rigoros. Lediglich sieben Zaunfahnen hingen, einige davon umgedreht um sich dem Protest der aktiven Fanszene anzuschließen. Einen einzigen Schwenker konnte man kurze Zeit auf der Gegengerade erblicken, ansonsten war es eine Stimmung wie auf dem Friedhof. Die Ostkurve zog den angekündigten und von 33 Fanclubs getragenen Boykott durch. Die Gegengerade vermochte es leider nicht auch nur ansatzweise das Stimmungsvakuum zu füllen und jeder kleinere Versuch wurde von den fulminanten Rostocker Fans niedergesungen. Rostock zeigte mal wieder, wie der Support der Mannschaft auszusehen hat. Das ganze diesmal sogar gänzlich ohne Pyroaktion. Das abschließende und obligatorische “AHU!” wurde gemeinsam mit der Mannschaft zelebriert und verursachte nicht nur bei mir eine Gänsehaut. Fakt ist, ohne Rostock als Gegner, wäre es bis auf einige vereinzelte Versuche des “spielbezogenen Supports” totenstill im Rund gewesen. Wie es aussehen wird, bei schlechtem Wetter gegen Stuttgart II, während der SCP im Mittelfeld der Tabelle rumdümpelt, dürfte jedem Fan der Preußen Übles schwanen. Wohingegen man sowieso bei jedem etwas größerem Verein niedergesungen werden wird. Es ist wichtig zurück an den Verhandlungstisch zu kommen und einen Kompromiss zu finden, damit es bald wieder farbenfroh und lautstark in unserer Antikarena zugeht.

Abschließend sei bemerkt, dass die Preiserhöhungen, sowohl der Eintrittspreise bei so genannten “Hochrisikospielen” als auch bei der Gastronomie leider die falschen Leute treffen. Man stößt mittlerweile schon in Erstligasphären vor, leider nur preislich gesehen. Man hat immer mehr das Gefühl wie eine Kuh gemolken zu werden, so ist das einfache Getränkeholen einer vierköpfigen Familie schon eine Überlegung wert, wenn man am Ende bei fast 20 € rauskommt. Vier Euro für ein Getränk sind für viele Zuschauer einfach zu viel und mindert unter anderem den Spaß am Spiel.

 

Zahlen zum Spiel:

Münster: MasuchZenga (84. Hoffmann), Schmidt, Pischorn, RiedelPiossek, Truckenbrod, Heitmeier (46. Schöneberg), Amachaibou (66. Kara) – Krohne, Reichwein
Rostock: Hahnel – Krauße, Stuff, Ruprecht, Radjabali-Fardi – Schünemann (78. Vidovic), Bickel, Schwertfeger, Weidlich  – Blacha (72. Starke), Savran ( 78. Ziemer)

Tore: 0:1 Savran (7., Kopfball)
0:2 Blacha (13.)
0:3 Schwertfeger (27.)
1:3 Schmidt (31., Kopfball)
1:4 Bicker (38.)
2:4 Piossek (67., direkter Freistoß)
3:4 Reichwein (70.)

Gelbe Karten: Piossek, Schmidt / Krauße, Ziemer
Gelb – Rote Karten: Truckenbrod (88.) / –

Zuschauer: 10.901

Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn)

Weitere Links:

RadioMS.de – Radio Mottekstrehle

NullsechsTV

 

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