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Spielbericht Dynamo Dresden – Preußen Münster 3:1 (2:0)

Dresden - SCP - Die Sicht aus dem Gästeblock.
Dresden - SCP - Preußen-Fans im Gästeblock während des Intros.

Der Osten. Eine triste Landschaft, durchsetzt von Getreide- und Maisfeldern, Plattenbauten und tristen kleinen Dörfern. Der ganze Osten? Nein, eine von unbeugsamen Menschen bewohnte Stadt namens Dresden leistet dem grauen Alltag Widerstand und nennt sich selbst “Elb-Florenz” und durchbricht den grauen Osten mit wunderschönen Barockbauten und einer Innenstadt, die in Ost-Deutschland ihresgleichen sucht. Doch auch Fußball wird hier gespielt, die SG Dynamo Dresden bat den SC Preußen Münster zum Tanz.

Hurra! Hurra! Die Preußen die sind da!

Dresden - SCP - Vor dem Stadion in Dresden

Dresden – SCP – Vor dem Stadion in Dresden

Samstag morgens um 04:30 Uhr ging die Fahrt los. Man hörte schon vornherein von einem recht großen Preußenmob, der sich in den Osten der Republik aufmachte, um unsere Jungs zu unterstützen, was die Vorfreude nochmals steigerte. Ein interessanter Gegner, ein schönes Stadion und was man von den Fans der SGD hörte, ist dieses Stadion auch ein wahrer Hexenkessel. Also flux das notwendigste zusammengepackt und sich in den Bus in Richtung Dresden gesetzt. Die Hinfahrt ging sogar erstaunlich schnell von dannen, so dass man trotz der Abstinenz von Sehenswürdigkeiten auf der Hinfahrt, wenigstens noch ein wenig die Sehenswürdigkeiten der Stadt aus dem Bus heraus anschauen konnte. Am Stadion angekommen, ging es dann auch recht schnell hinein. Natürlich wurde vorher noch eine Karte gekauft, wobei ich sagen muss, dass ich die Preise recht happig finde. 11,00 Euro für eine ermäßigte Stehplatzkarte, bzw. 13,50 Euro Normalpreis? Aber nun gut, was tut man nicht alles um seinen SCP zu unterstützen und vor allem zu sehen. Das Stadion selber ist es jedoch wert. Eine der schöneren Varianten der leider oft zu findenden 08/15-Arenen mit einem riesigen Stehplatzbereich direkt hinter dem Tor, auf dem sich die Ultras der SGD befinden. Die Preise für Essen und Getränke waren im grünen Bereich, auch wenn das Bier (2,80 Euro für 0,4l) lediglich Feldschlößchen Light-Bier mit 2,7% war. Immerhin besser als alkoholfrei. Bei der Verlesung der heimischen Mannschaftsaufstellung konnte man bereits hören, welches Potenzial die heimischen Fans in Sachen Support haben. Die Vorfreude auf das Spiel wuchs stetig weiter.

Vorfreude vs. Preußen Münster

Dresden - SCP - Die Sicht auf den Gästeblock.

Dresden – SCP – Das Intro zu Spielbeginn

Beim Einlaufen der Mannschaften wurde ein Fahnen-Intro mit mehreren kleinen Fahnen gezeigt, was den Gästeblock in schwarz-weiß-grün tauchte und den Startschuss für das Spiel gab. Auf dem Platz begann das Spiel für die Adlerträger durchwachsen und Dresden hatte bereits in der vierten Minute die erste größere Chance. Von diesem Schock mussten sich die Preußen dann auch ersteinmal erholen und bemühten sich um Stabilität in der Defensive. Nach einer guten Viertelstunde gab es dann auch für die Preußen die erste Chance, Kara prüfte den Dresdener Torhüter Kirsten, der mit einer Glanzparade das 0:1 verhindern konnte. Trotzdem waren die Dresdener weiterhin am Drücker. In der 20. Minute legte Simon Scherder den Ball quer vor den eigenen Strafraum. Der Dresdener Stürmer Comvalius ließ sich nicht zweimal bitten, schnappte sich das Leder und platzierte den Ball mit einem sehr schönen Heber zum 1:0 in das Tor der Preußen. Nach dem 1:0 wirkten die Preußen erschlagen und ideenlos und so verwunderte es nicht, dass in der 34. Minute das 2:0 für Dresden fiel. Nach einer Flanke von Stefaniak konnte der gegnerische Kapitän Hartmann den Ball fast ungehindert einköpfen. Nach dem 2:0 wirkten die Preußen noch ideenloser, das Spiel ging nur noch in Richtung des Preußentores, doch die Adlerträger konnten sich mehr oder weniger in die Halbzeit zittern.

Dresden - SCP - Die Sicht aus dem Gästeblock. Vor dem Anstoß

Dresden – SCP – Die Sicht aus dem Gästeblock.

Zur zweiten Halbzeit wechselte SCP–Coach Ralf Loose Heitmeier für den unglücklichen Scherder ein. Doch auch Heitmeier agierte in der nächsten Situation unglücklich, als Stefaniak den Ball nach einer Ecke in der 48. Minute in den 5-Meter Raum der Preußen schlug und Hefele dort ungestört zum 3:0 einnicken konnte. In der 51. Minute kam es dann zu einer unschönen Szene, als der Dresdener Kapitän Hartmann wegen einer Verletzung am Sprunggelenk ausgewechselt werden musste. Auf einmal wurden die Preußen mutiger und die Ideen kamen wieder. Nach einer wunderbaren Einzelaktion von Piossek, die durch Reichwein eingeleitet wurde, stand es in der 57. Minute “nur noch” 3:1. Langsam keimte wieder etwas Hoffnung auf, da die zweite Halbzeit fest in Preußenhand schien und sich viele Chancen erarbeitet wurden. So auch das sicher geglaubte 3:2 als Reichwein, nach einer Flanke von Julian Riedel den Ball an den linken Innenpfosten köpfte. Knapper geht’s nicht! Der eingewechselte Krohne hatte ebenfalls noch den Anschluss auf dem Fuß, doch Kirsten rettete mit einem starken Reflex. Auch die letzte Chance des Spiels gehörte den Preußen, aber auch hier wurde von Texeira das Anschlusstor auf der Linie vereitelt. So blieb es beim 3:1-Sieg der Hausherren und unsere Preußen müssen sich fragen, wieso man nicht immer so wie in Teilen der zweiten Halbzeit spielt? Trotz der teilweise desolaten Vorstellung der Jungs in grün – ‘tschuldigung, der Jungs in schwarz – war die Stimmung auf den Rängen über weite Strecken grandios. Von den heimischen Fans hatte man sich irgendwie mehr erwartet. Zwar war der Support dort über 90 Minuten zu sehen aber zu hören war lediglich bei den Toren und in einigen Ausnahmesituationen etwas. Ob dies jetzt an der Akustik des Stadions lag oder an anderen Aspekten vermag ich nicht zu beurteilen, doch es kann festgehalten werden, dass der Support der Preußen richtig gut war und das trotz des Spieles was geboten wurde.

Gedankenspiele nach dem Spiel

Nach dem Spiel wurde sich natürlich mal wieder Gedanken gemacht, woran es gelegen haben könnte, dass man mal wieder verloren hat. Dabei ist es gar nicht so wichtig, dass man verloren hat, sondern eher das wie man verloren hat. Die erste Halbzeit sah man ideenlos und nahezu konzeptlose Preußen. Ungefähr jede gefährlichere Chance der Dresdener landete im Kasten von Daniel Masuch. Erst in der 2. Halbzeit und nach dem 3:0 wurden die Preußen mutiger, kombinierten auch einmal und spielten kurze Pässe anstatt mit der Langholzvariante alles nach vorne zu hauen. Auf einmal klappte es auch mal vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen und sogar der Anschlusstreffer gelang. Dass es leider nicht mehr gereicht hat, war der schwachen 1. Halbzeit zu verdanken. Vielleicht muss sich ins Gedächtnis gerufen werden, dass ein Spiel 2 x 45 Minuten hat. Auffällig ist auch, dass die Preußen sehr allergisch reagieren, wenn der Gegner früh stört und presst. Hier sollte angesetzt werden, dann klappt es vielleicht auch mal mit schönem Fußball und schönen Kombinationen den 2. Sieg der Saison einzufahren, das Spielermaterial ist jedenfalls vorhanden um oben in der Liga mitzuspielen.

Die Preußen treffen am Sonntag auf den FC Bayern München und können sich nach diesem Highlight-Spiel vielleicht wieder voll und ganz auf die Liga konzentrieren. Dort geht es in zwei Wochen zum Derby nach Osnabrück!

 

Daten zum Spiel:

Dresden: Kirsten – Teixeira, Hefele, Erdmann, Vrzogic – Hartmann (49. Zeldenrust), Moll, Eilers (79. Baumann), Dürholtz, Stefaniak (61. Tekerci) – Comvalius
Münster: MasuchKirsch (67. Riedel), Schmidt, Scherder (46. Heitmeier), HergesellPiossek, Truckenbrod, Bischoff, KaraAmachaibou (60. Krohne), Reichwein

Tore: 1:0 Comvalius (23.), 2:0 Hartmann (35.), 3:0 Hefele (48.), 3:1 Piossek (56.)

Gelbe Karten: Eilers, Baumann / Scherder, Riedel
Zuschauer:  22.344

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)

Zusammenfassungen:

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