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Spielbericht – Fortuna Köln – Preußen Münster 1:1 (1:0)

15. Spieltag - Spielbericht - Fortuna Köln - SC Preußen Münster
15. Spieltag - Spielbericht
Fortuna Köln - SC Preußen Münster

Ich scheine einfach kein Glück zu haben mit Auswärtsspielen. Nach dem gescheiterten Versuch unsere Preußen in Chemnitz zu sehen, was von einem Stau verhindert wurde, verpasste ich nun auch fast die gesamte 1. Hälfte in Köln. Aber erst mal der Reihe nach. Da man auf den wahrscheinlich sehr überfüllten Entlaster verzichten wollte, wurde kurzerhand der Regelzug in Angriff genommen. Ohne Probleme ging es dann auch zunächst los. Doch wegen eines verspäteten Fernverkehrszuges in Wanne-Eickel, verpassten wir den Anschlusszug in Duisburg, der direkt nach Köln – Süd gefahren wäre. Hieraus entstand dann die erste Verzögerung. Als wir dann einen Zug in Duisburg bestiegen hatten, wurde schnell gemerkt, dass dieser Zug gar nicht nach Köln-Süd fuhr, sondern lediglich zum Kölner Hauptbahnhof. Also in Düsseldorf wieder alle raus und auf einen Zug warten, der uns direkt zum Ort unserer Begierde fuhr. Ungeduld machte sich breit, da der Entlastungszug schon angekommen war und die ersten Fans bereits im Kölner Südstadion sich verköstigten. Endlich in Köln-Süd angekommen ging es dann auf schnellem Wege zu den zwei von fünf geöffneten Kassenhäuschen um sich ein Ticket zu sichern und dann ab ins Stadion.

In den Kölner Bechern gibt es nicht nur Getränke

Bockwurst im Becher - Fortuna Köln

Im Südstadion bei Fortuna Köln gab es Bockwurst im Becher

Das Stadion an sich gefiel mir sehr gut. Ein schöner und alter Ground, ohne viel Schnick-Schnack drumherum. Keine elektronische Anzeigetafel oder dergleichen. Doch ein kleiner Bericht über die Infrastruktur und das Umfeld sei erlaubt. Es kann nicht sein, dass augenscheinlich über 1000 Preußenfans angekündigt werden und dann lediglich 2 Kassenhäuschen geöffnet sind, die auch noch von überfordert wirkenden Kassenpersonal besetzt sind. Bei dem zu erwartenden Andrang muss der gastgebende Verein verpflichtet sein, einen schnellen und unkomplizierten Ablauf zu gewähren. Weiterhin etwas eigentlich unvorstellbares: Das Wechselgeld war alle. Viele Preußenfans, die später dazu kamen bezahlten teils bis zu 20 € für eine Stehplatzkarte, da es nicht mehr möglich war Geld herauszugeben. Durchweg eine falsche Kalkulation der Kölner und mir völlig unvorstellbar wie so etwas passieren kann. Dann ein weiteres Novum für mich. Als ich mir meine obligatorische Stadionwurst besorgen wollte, stellte ich zunächst erstaunt fest, dass es lediglich Bockwürste gab. Okay, ist nicht optimal aber besser als nichts. Als ich endlich dran war, wurde mir gesagt es gäbe keine Brötchen mehr. Erste Ungläubige Blicke und Nachfragen kamen von mir und den Menschen hinter mir. Ein Mann echauffierte sich etwas woraufhin dieser von der Bedienung pampig und sehr unfreundlich angefahren wurde, er müsse ja nichts essen. Nach dem Realisieren, dass es wirklich keinerlei Brötchen mehr im gesamten Stadion gab wollte ich dann stattdessen wenigstens eine Brezel haben, doch auch Brezeln waren alle. Stattdessen bot man mir und meiner Begleitung ein Mars oder Twix an, nicht einmal Snickers. Dieses lehnten wir dankend ab und bekamen eine lauwarme Bockwurst im Becher. Ich war darüber so perplex zunächst, dass ich eigentlich nur noch darüber lachen konnte. Auch, dass kein Ketchup mehr da war machte die Situation eigentlich nur noch lustiger. Ich wollte nun wissen, woran diese offensichtliche Fehlkalkulation lag. Daraufhin wurde mir geantwortet, man habe als Referenz Hansa Rostock genommen, die bei deren Spiel in Köln nicht mit so vielen Gästen anreisten. Abgesehen davon, dass Preußen Münster anscheinend mittlerweile mit Rostock verglichen wird, was völlig unsinnig ist, muss dazu gesagt werden Rostock spielte auf einen Mittwoch in der Kölner Südstadt, also mitten in der Woche. Außerdem trennen Rostock von Köln lockere 598 km, während es von Münster nach Köln lediglich 147 km sind und außerdem Freitag. Natürlich kommen dann mehr Münsteraner als Rostocker. Allein sich Hansa Rostock als Referenz für die Preußen aus Münster zu nehmen ist jenseits von Gut und Böse. Hieran muss unbedingt seitens der Fortuna gearbeitet werden. Als Gast verlangt man ja nicht, dass man so gut behandelt wird die die heimischen Fans, doch wenigstens genug Verpflegung für alle sollte jetzt nicht das große Problem darstellen, besonders wenn es sich um Brötchen oder Brezeln handelt. Nach dem Gespräch ging es dann mit einer Cola, die war wenigstens nicht alle und einigermaßen kühl, und meinem Bockwurstbecher zum Platz, denn Fußball wurde ja auch noch gespielt.

Blitzstart der Kölner

Ralf Loose setzte zum ersten Mal die selbe Startelf ein. Also spielt von Beginn an unsere Derby-Helden die Bielefeld mit 3:1 besiegten. Die Vorzeichen standen nicht schlecht und die Spieler wirkten hoch motiviert, setzten sie doch freiwillig eine Extra-Trainingseinheit an. Doch alles kam anders. Nach drei Minuten tankte sich der Kölner Spieler Dahmani durch die Abwehr der Preußen und schon klingelte es im Netz, 1:0 für die Hausherren. Münster wirkte abwesend und verdankte es einer Glanztat Masuchs, dass es nicht kurz darauf bereits 2:0 stand. Man merkte, dass die Kölner eine gute Abwehr haben, denn sie rührten den Beton hinten so an, dass für die Preußen kaum ein Durchkommen war. Erst in der 19. Minute kamen die Münsteraner einmal gefährlich vor das Tor der Kölner. Im Gegenzug drängte die Fortuna während der gesamten 1. Halbzeit auf das 2:0, doch sie ließen ihren Chancen reihenweise fahrlässig liegen, ein Glück für unsere Preußen.

Rocky ‘Kanone’ Krohne gnadenlos effektiv

In der zweiten Hälfte dann ein gänzlich anderes Bild. Die Preußen spielten fast nur auf ein Tor, nämlich auf das der Kölner. Benny Siegert hätte kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich erzielen können, traf jedoch in der 58. Minute nur den Pfosten. 10 Minuten später, in der 59. Minute scheiterte Piossek an dem glänzend reagierenden Kölner Schlussmann. Die Kölner hingegen versuchten sich durch Kontern aus der Umklammerung der Preußen zu befreien. In der 75. Minute kamen sie durch so einen Konter so gefährlich vor das Münsteraner Tor, dass Dominik Schmidt sich nur noch mit einem Foul zu helfen wusste und dafür die Gelb-Rote Karte einhandelte. Dies ist jedoch definitiv kein Vorwurf an Schmidt. Schmidt, der nach seiner 5. Gelben Karte im nächsten Spiel ohnehin gesperrt gewesen war, hatte in dieser Situation einfach keine andere Möglichkeit und musste diese Chance vereiteln, demnach hielt er unsere Jungs im Spiel. Danach öffnete sich das Spiel und die Kölner kamen auch zu ihren Chancen, verpassten jedoch immer wieder aufs Neue ihre Führung aufzubauen. Die Münsteraner Fans erwachte und peitschten durch Anfeuerungen und einen wunderbaren Support, der die heimischen Fans blass aussehen ließ, nach vorne. Nicht ohne Folgen wie sich später sehen ließ. Der in der 79. Minute für den glücklos agierenden Reichwein eingewechselte Rocky Krohne traf kurz vor dem Schlusspfiff in der 87. Minute für die Preußen. Sehenswert setzte er sich vor den Kölner Abwehrspieler und schob eiskalt zum 1:1 ein. Dadurch rettete er den Preußen immerhin einen Punkt, obwohl zeitweise auch mehr drin gewesen ist. Dass Köln jedoch die Chancen nicht nutze auf 2:0 zu erhöhen war Glück für die Preußen und deshalb geht das Unentschieden so auch in Ordnung.

Nächste Woche Sonntag gibt es dann den nächsten Westschlager, gegen den MSV aus Duisburg. Neben dem Spiel gegen einen direkten Konkurrenten gibt es auch ein Wiedersehen mit dem von vielen vermissten Dennis Grote. Dennoch muss jetzt gegen Duisburg ein Sieg her um oben dran bleiben zu können. Also alle nächsten Sonntag ins Stadion und unseren SCP unterstützen.

SCP Allez!

Daten zum Spiel

Fortuna Köln: Poggenborg – Kwame, Hörnig, Uaferro, Fink – Andersen, Pazurek – Dahmani (82., Marquet), Oliveira Souza (64., Aydogmus) – Kraus, Rahn
Preußen: Masuch – Schöneberg, Schmidt, Heitmeier, Hergesell – Zenga, Bischoff – Siegert (67., Hoffmann), Piossek, Kara (90., Pischorn)– Reichwein (80., Krohne)

Tore: 1:0 Dahmani (3.) 1:1 Krohne (87.)

Gelbe Karten: Andersen, Fink / Schmidt
Gelbrote Karten: Schmidt

Zuschauer: 3705

Schiedsrichter: Patrick Alt

Links zum Spiel

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2 Antworten

  1. Haelker sagt:

    auf solche berichte kann man verzichten wenn vollpfosten pyro einsetzen und es auch noch gezeigt wird

  2. Sven sagt:

    Wir zeigen hier doch nur etwas, was jemand anderes aufgenommen hat und was so oder so frei zugänglich ist. WDR zeigt Bielefeld Pyro Aktion, die WN nimmt ein Titel mit Bengalos.

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was wir mit der Pyro Aktion gemeinsam haben.

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