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Mit vollem Elan gegen Hamm

Westfalenpokal - Vorschau - Hammer SpVg - Preußen Münster
Westfalenpokal - Vorschau - Hammer SpVg - Preußen Münster
Ein Gastbeitrag von David Bleck

Was haben Horst Hrubesch, Josef Kaczor und Mike Hanke gemeinsam? Alle haben ihre Karrieren bei unserem Pokalgegner der Hammer Spielvereinigung 03/04 begonnen, bevor es sie in die „große“ Fußballwelt hinauszog. Am Samstag soll es nun soweit sein: Im Mahlbergstadion im Hammer Osten geht es für den SC Preußen in der zweiten Runde des Westfalenpokals gegen den Tabellendreizehnten der Oberliga-Westfalen. Dass die Preußen gegen den zwei Klassen tiefer agierenden Verein als klarer Favorit in die Partie gehen, lässt sich nicht von der Hand weisen. Aber wer Zeuge der Partie vor gut drei Jahren war, der weiß, dass Pokalspiele ihre eigene Dynamik haben. Erst im Elfmeterschießen setzten sich die Adler in der Dämmerung mit 7:6 durch.

Dass die Weinroten gut gerüstet sind, zeigten sie am vergangenen Sonntag in Bielefeld. Mit einem 3:0-Auswärtssieg bei der zweiten Mannschaft der Arminia verschaffte man sich etwas Luft am Tabellenende. Noch vor der Saison gab man als Saisonziel aus, oben mitzuspielen. Doch in der Gegenwart sah es bis zum letzten Spiel nicht allzu rosig aus und man fand sich am Ende der Tabelle wieder. Einige Leistungsträger verließen im Sommer den Verein in Richtung Rot-Weiß Ahlen oder zum Stadtrivalen SV Westfalia Rhynern. Trainer Goran Barjaktarevic hatte 19 Abgänge verkraften müssen, unter anderem die zwei Ex-Preußen Oliver Glöden (Warendorfer SU) und Michael Erzen (SuS Langenholthausen), die sich nach einer langen aktiven Karriere nun als Trainer versuchen. Glöden ist allerdings als Spielertrainer immer noch auf den Plätzen der Bezirksliga 7 zu finden.

Auf beiden Seiten ist es ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Für die Preußen trifft dies auf Mehmet Kara und Sportvorstand Carsten Gockel zu. Beide spielten erst bei der HSV, bevor sie beim SC Preußen anheuerten. Auf Hammer Seite stehen aktuell mit Manuel Lenz und Jens Grembowietz zwei Spieler im Kader, die auch schon mal das Trikot mit dem Adler trugen.

Fast 50 Jahre (1966/67) ist es nun her, dass die Hammer Spielvereinigung in die Regionalliga West, die damals zweithöchste Spielklasse, aufstiegen. Im gleichen Jahr ging es auch wieder runter. Der größte Erfolg liegt noch weiter zurück. Im Jahr 1920 wurden sie Westfalenmeister. Vizemeister in diesem Jahr war – der SC Preußen Münster. Bis zur Jahrtausendwende spielten die SpVg bis auf wenige Ausnahmen in der dritthöchsten Spielklasse und waren die Nummer 1 in Sachen Fußball an Ahse und Lippe. Diesen Rang mussten sie mittlerweile an den SV Westfalia Rhynern abtreten. Allerdings bleibt das große Aushängeschild der Spielvereinigung noch immer die Nachwuchsförderung. In fast allen Jugendklassen spielt die HSV in den höchsten Ligen Westfalens. Die oben genannten Spieler lassen sich beliebig austauschen. Dass es die Hammer SpVg nicht in höhere Breitengrade geschafft hat, wird unter Fans oft mit der fehlenden Risikobereitschaft des Vorstandes zu erklären versucht.

Spielstätte der Gastgeber ist seit Jahr und Tag das Mahlbergstadion (EVORA-Arena) zwischen Ostenallee, Ahse und Kanal. Angeblich sollen 8.500 Zuschauer Platz finden im Stadion, welches für lange Zeit von Graswällen und Stehtraversen beherrscht wurde. Doch dann wurde durch die Stadt Hamm vor drei Jahren eine neue, zugegebenermaßen überdimensionierte Sitzplatztribüne für 932 Zuschauer gebaut. Knapp die Hälfte der Baukosten (600.000 Euro) musste der Verein selbst aufbringen. Bis auf eine Flutlichtanlage, wurde in alle Beriche des Stadions investiert und man hat sich sogar den Luxus gegönnt. Die alte Anzeigetafel wurde aus dem Preußenstadion nach Hamm geholt. Echtes Heimspielfeeling sollte so nicht nur ob der Zuschauerverhältnisse aufkommen! Zudem soll es noch Pläne für weitere Ausbaustufen (11.000 Zuschauer) geben. Diese dürften jedoch bei einem derzeit mittleren dreistelligen Zuschauerschnitt noch tiefer in den Ratsschubladen stecken, als die Umbaupläne für das Preußenstadion.

Gespannt wird man auch bei den Sportfreunden Bochum-Linden das Spiel verfolgen. Der Sieger des Spiels darf in der dritten Runde beim Landesligisten antreten. Für die Preußen sollte das Motto heißen: „Wer gegen Bayern München spielen möchte, muss über die Dörfer gehen“. Über eine ordentliche Zuschauerkulisse dürften sich beide Mannschaften auch freuen. Beim letzten Aufeinander treffen vor drei Jahren kamen 1.300 Zuschauer ins Stadion.

Es ist davon auszugehen, dass Coach Ralf Loose auf einigen Positionen rotieren wird und den Spielern Spielpraxis geben wird, die sonst nicht zum Einsatz kommen. Für Stammkeeper Daniel Masuch wurde eine Trainingspause verordnet. Nach mehreren Zusammenstößen mit Kickers-Spielern beim Auswärtsspiel in Reutlingen, zog er sich ein Bruch an der Nasenwurzel zu und erlitt zudem eine leichte Gehirnerschütterung. Es ist also damit zu rechnen, dass Max Schulze-Niehues am Samstag das Adlertor hüten wird. Weiterhin verletzt ist Philipp Hoffmann und ob Marcel Reichwein nach seiner Bauchmuskelverletzung zurück in den Kader rückt, bleibt offen. Es ist aber auch egal, wer von den Preußen auf dem Platz steht. Ziel sollte sein, recht früh für klare Verhältnisse auf dem Platz zu sorgen und keine Zweifel an der spielerischen Klasse und Dominanz aufkommen zu lassen.

In diesem Sinne…

NUR DER SCP

Links

Anreiseinformationen

Zu erreichen ist das Mahlbergstadion (EVORA-Arena) von Münster aus am besten über MS-Hiltrup, Drensteinfurt und Hamm-Heessen. Danach einfach den Schildern Sportzentrum Ost bzw. Maximare folgen.Mit der Bahn geht’s aber auch: Vom Bahnhof in Hamm entweder mit dem Bus der Linie 1 oder 3 (Richtung Werries/Maxipark) bis zur Haltestelle Maximare. Wer Zeit mitbringt, kann auch vom Bahnhof gute 25 Minuten zu Fuß gehen. Vom Bahnhof über den Willy-Brandt Platz links durch die Fußgängerzone und immer geradeaus. Das Mahlbergstadion liegt hinter den beiden Stadien am Sportzentrum Ost.


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