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2014 in Cottbus erfolgreich abschließen

22. Spieltag - Vorschau - Energie Cottbus - SC Preußen Münster
22. Spieltag - Vorschau
Energie Cottbus - SC Preußen Münster

In der 108-jährigen Geschichte geht es für den SC Preußen Münster erstmalig an den 14. Längengrad in das 100.000 Einwohner zählende Cottbus. Kurz vor den festlichen Tagen bittet der FC Energie Cottbus zum letzten Spiel im Kalenderjahr 2014 ins Stadion der Freundschaft. Für beide Mannschaften ist es noch einmal ein richtungsweisendes Spiel. Bei einem Sieg könnte sich der SC Preußen in der Tabelle etwas absetzen und sich möglicherweise sogar Wintermeister nennen. Für die Lausitzer heißt es nach der unglücklichen Niederlage in Dresden, den Anschluss auf die Aufstiegsplätze nicht zu verlieren. Schon jetzt ist aber klar, dass die Münsteraner auf einem Aufstiegsplatz überwintern werden. Nach dem 1-0 Heimsieg gegen die U23 des VfB Stuttgart und dem gleichzeitigen 1-1 der Duisburger in Großaspach, ist der Vorsprung auf vier Punkte gegenüber den Stuttgartern Kickers angewachsen. Mit dem Flieger von Düsseldorf geht es am Freitagnachmittag über Berlin ins weit entfernte Cottbus. Ob Marcel Reichwein wieder in die Startelf zurückkehrt, soll sich in der letzten Trainingseinheit am Freitagmorgen zeigen. In jedem Fall steht für alle Spieler mit Abpfiff im Stadion der Freundschaft der wohlverdiente Weihnachtsurlaub an.

Unter der Woche musste Energie Coach Stefan Krämer wegen krankheitsbedingter Ausfälle mit einigen Spielern aus der U23 und der U19 trainieren. Es ist aber davon auszugehen, dass am Samstag alle Mann an Bord sind. Nach der chaotischen Zweitligasaison, standen die Zeichen beim FC Energie alle auf Neuanfang. Mit Stefan Krämer wurde ein Trainer geholt, der sich mit dem Thema Aufstieg auskennt. Königstransfer der Lausitzer war mit Sicherheit der von Torsten Mattuschka. Der gebürtige Cottbuser kehrte nach neun Jahren beim 1.FC Union Berlin in den Eliaspark zurück. Am letzten Samstag wurde eben jener Torsten Mattuschka zum tragischen Helden. In der 89. Spielminute scheiterte er beim Stand von 1-0 mit einem Handelfmeter an Dynamo Ersatzkeeper Patrick Wiegers.

Dass der FC Energie Cottbus ein Aushängeschild für die Region um den Spreewald werden würde hätte vor 25 Jahren auch niemand gedacht. Die einstige graue Maus im DDR-Fußball kommt gerade mal auf sieben Spielzeiten in der höchsten Liga. Selbst im letzten Jahr der NOFV-Oberliga stieg man in die damalige drittklassige Oberliga-Nordost ab. Umso respektabler ist der Aufstieg der Brandenburger zu sehen. Unter Trainerlegende Eduard Geyer ging es bis in die 1. Bundesliga. Mit bescheidenen Mitteln spielte man sechs Jahre erstklassig und elf Spielzeiten in der 2. Bundesliga. Große Spiele gab es in Cottbus und man schaffte es 1997 noch als Regionalligist ins DFB-Pokal Endspiel nach Berlin. Im Finale unterlag man dem VfB Stuttgart mit 2-0. Wo Licht ist, ist auch Schatten und den bekam im Jahr 2001 der Torwart Tomislav Piplica zu spüren. Nach einer harmlosen Bogenlampe von Marcel Witeczek (Borussia Mönchengladbach) fiel ihm der Ball auf den Hinterkopf und anschließend ins eigene Tor. Trotz der ganzen Tragik nahm es der heutige Trainer vom FC Eilenburg (Sachsenliga) mit viel Humor und wurde später auch zum Publikumsliebling.

Wie viele Sportclubs in der DDR, hatte auch die damalige Betriebssportgemeinschaft Energie Cottbus mit dem Bergbau/Tagebau seinen Trägerbetrieb. Allerdings ist man in Cottbus vom eigentlichen Namen „Aktivist“ abgewichen. Bei einem Leserwettbewerb der Lausitzer Rundschau, wurde aus 450 Zuschriften der Name „Energie“ gewählt. Dem ganzen ging Ende 1965 die Ausgliederung der Fußballabteilung aus dem SC Cottbus hervor in den man drei Jahre zuvor erst aus dem benachbarten Senftenberg umzog. Nachdem das Vorhaben gescheitert ist der ASG Vorwärts Cottbus den Rang abzulaufen, folgte die Geburtsstunde des heutigen FC Energie Cottbus am 31. Januar 1966. Beim SC Cottbus hingegen konzentrierte man sich fortan auf Leichtathletik, Boxen oder Radsport.

Spielstätte der rot-weißen ist das Stadion der Freundschaft im Eliaspark. Das direkt an der Spree liegende Stadion wurde 1930 gebaut. Mit den Aufstiegen in die Bundesliga wurden die Tribünen nach und nach neu hochgezogen und das Stadion in ein reines Fußballstadion umfunktioniert. Den Anfang machte man auf der Osttribüne (Gegengerade), die zweistöckig wurde. Zwischen 2006 und 2008 folgten die Heimstehplätze der Südtribüne und die Nordtribüne in der die Gästefans ihren Platz finden. Aktuell passen 22.528 Zuschauer in das Stadion in dem der FC Energie Eigentümer ist. Im Sommer 2011 erwarb man für 1,95 Millionen Euro die Eigentümerrechte von der Stadt. Bei einer eventuellen Vergabe der Namensrechte ist die Stadt Cottbus allerdings noch zu beteiligen. Bis auf knapp 3.500 Stehplätze ist das Stadion komplett überdacht.

In Cottbus und der Lausitz werden Straßen, Ortsschilder und Bahnhöfe in zwei Sprachen geschrieben. Oben stehen die Deutschen Name und unten drunter der Sorbische Name. Das hat folgenden Hintergrund, dass die Sorben als nationale Minderheit anerkannt sind. Neben der Sprache und Kultur hat das westslawische Volk auch eine eigene Flagge und Hymne, welche offiziell anerkannt sind. Die ca. 60.000 Sorben sind in der Regel deutsche Staatsangehörige.

An dieser Stelle möchten wir euch allen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen. Ganz besonders denen Fans, die zurzeit nicht bei uns sein können. Hoffen wir alle, dass wir euch bald wieder in der Antikarena Preußenstadion begrüßen können. In diesem Sinne.

Nur der SCP!!!

Links zum Spiel

Faninformationen

Nachstehend Fan-Utensilien wurden zugelassen:

  • Zaunfahnen, so lange der Platz ausreichend ist
  • max. 5 große Schwenkfahnen, dürfen jedoch nur im Innenraum geschwenkt werden, zum Einlaufen der Mannschaft
  • kleine Fahnen bis max. 1,50 m Stocklänge in unbegrenzter Anzahl
  • max. 20 Doppelhalter
  • Trommel müssen einsehbar sein
  • 1 Megaphon, der Betreiber muss sich ausweisen und eine Erklärung unterschreiben
  • die beiden Fan-Fotografen können in Begleitung der Fanbetreuung in den Innenraum zum fotografieren, jedoch nur kurz zum Anpfiff danach aus dem Block heraus

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