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Nicht belohnt – Nur ein Punkt aus Wiesbaden

Eigentlich ist eine Auswärtsfahrt nach Wiesbaden nichts besonderes. Ein langweiliges Stadion und eine noch langweiligere Fanszene laden nicht gerade ein. Trotzdem fanden sich am frühen morgen ca. 200 Preußen-Fans am Hauptbahnhof Münster ein, um gemeinsam den Weg richtung Wiesbaden zu bestreiten.

Die Zugfahrt verlief dann zunächst wenig spektakulär, in Duisburg und Koblenz mussten wir umsteigen. Kurios wurde es dann aber, als eine Strecke aufgrund von Störungen an der Oberleitung komplett gesperrt werden musste. Die Bahn beruhigte die mitreisenden Fahrgäste mit dem Versprechen, einen Schienenersatzverkehr bereitzustellen. Assmannshausen hieß der Ort, an dem es nicht mehr weiter ging. Hier standen nun also 200 Fußballfans und andere Fahrgäste. Immerhin war es ein schöner Ort: Auf der einen Seite der Rhein, auf der anderen Seite Weinberge. Generell ist die Zugstrecke entlang des Rheines sehr zu empfehlen.

Viele vermuteten es bereits, dann wurde es Gewissheit: Die Bahn stellte genau einen Bus zur Verfügung. Große Leistung! Kann der Schaffner auch nicht wissen, dass der Zug so voll ist. Der erste Bus fuhr los, es schien der einzige Bus zu sein. Denn erst über eine halbe Stunde später kam der Bus wieder in Assmannshausen an, um die nächsten „Ladung“ zum ersten Bahnhof hinter der gesperrten Strecke zu fahren. Das war nicht gerade schön, denn in diesem Bus quetschten sich fast alle Preußen-Fans. Einige mussten auf die dritte Fahrt warten, und verpassten so die ersten 15 Minuten des Spiels.

Die meisten jedoch kamen so gerade pünktlich an, und sahen somit die überragenden Anfangsminuten unserer Elf. Endlich sollte es doch auswärts mal wieder mit drei Punkten klappen. Die Preußen stürmten fast im Minutentakt auf das Wiesbadener Tor zu. Schon nach 60 Sekunden hatte der für den angeschlagenen Bischoff in der Startelf stehende Hoffmann eine erste Chance. Reichwein und erneut Hoffmann vergaben in den ersten zehn Minuten Riesenchancen. In der 13. Minute fiel dann endlich der hochverdiente Führungstreffer. Siegert legte den Ball von rechts in die Mitte, Kara schob den Ball ins Tor. Danach wurde Wiesbaden defensiv besser, es kam aber weiterhin wenig auf das Tor von Schulze Niehues. Der SCP hatte durch Scherder noch eine große Chance und erzielte zudem ein Abseitstor, dann war Pause.

Da bei der Ankunft keine Zeit mehr war, musste das Verspeisen der Stadionwurst auf die Halbzeitpause verlegt werden. Und die Wurst ist wirklich zu empfehlen! Alle waren sich einig: Wenn es heute nicht zu drei Punkten reicht, wann dann? Kopfschmerzen bereitete aber mal wieder die Chancenverwertung…

Anfang der zweiten Hälfte wurde Hoffmann im Strafraum vom Wiesbadener Keeper zu Fall gebracht. Klare Sache – Elfmeter! Reichwein nahm sich die Kugel und vergab. Der Schuss war zu unpräzise und zu lasch. Für mich die spielentscheidene Szene: Wenn der Ball reingeht, gewinnen wir das Spiel. So aber wurde ein schwacher Gegner wieder aufgebaut. Denn nur sechs Minuten nach dem verschossenen Elfmeter erzielte Wiesbaden den Ausgleich. Viel sicherer und selbstbewusster trat die Heimmannschaft nun auf und erspielte sich gegen geschockte Preußen einige Chancen. In der 70. Minute war es Vunguidica, der sogar den Führungstreffer für Wiesbaden erzielte. Nach einem Tänzchen durch unseren Strafraum, bei dem unsere Abwehr zur Zuschauer war, schob er den Ball ins lange Eck.

Es drohte die dritte Niederlage in Folge. Das Spiel wurde nun sehr ansehnlich, Chancen auf beiden Seiten waren gegeben. Der SCP warf alles nach vorne, Wiesbaden war immer wieder bei Kontern gefährlich. Letztendlich war es Atlason, der den Mut hatte, einfach mal aus der Distanz zu schießen. Der Wiesbadener Keeper ließ das Leder nach vorne abprallen, Kara stand goldrichtig und verwertete eiskalt. Kurze Zeit später hatte Vunguidica den Siegtreffer für Wiesbaden auf dem Fuß, der Innenpfosten half dem SCP.

Die Preußen spielten also Unentschieden in Wiesbaden. Wenn man das gesamte Spiel betrachtet, muss man sich ärgern. Drei Punkte wären definitiv drin gewesen. Da der Ausgleichstreffer aber sehr spät fiel, muss man sich wohl oder übel mit dem Punkt anfreunden, es hätte am Ende schlimmer kommen können. Positiv aufgefallen ist Atlason, der nach seiner Einwechslung mit einem mutigen und laufstarkem Auftritt überzeugte. Auffällig ist außerdem, dass unsere Gegner in den letzten drei Spielen immer weniger Chancen hatten als wir. Und trotzdem haben wir nur einen Punkt aus den letzten drei Spielen geholt.

Ein letztes Wort noch zu den rund 400 Preußen-Fans: Im Gästeblock wurde durchgehend zusammen supportet. Es wurde nur ein Block für die Preußen-Fans geöffnet, sodass Deviants und FGK unmittelbar nebeneinander standen. So wurde zwar lediglich einfaches Liedgut verwendet, das aber sangen alle mit und so konnte, auch wegen dem Dach, eine gute Lautstärke erreicht werden. Das Spiel wurde zu einem Heimspiel gemacht, die Gegenseite war nicht zu hören. Einziger Wiesbadener Fan mit vollem Einsatz war mal wieder der Stadionsprecher, unglaublich mit welchem Elan der seinen Job macht.

Die nächsten drei Spiele werden zeigen, wohin unsere Reise geht. Mit Regensburg, Großaspach und Mainz erwarten uns die drei Teams, die derzeit die Abstiegsränge belegen. Wenn man aufsteigen will, sollte man aus den Spielen neun Punkte holen.

Niemals aufgeben, Vorwärts SCP!

Daten zum Spiel

Wiesbaden: Kolke – Wein, Funk, Acquistapace, Minzel (46. Grupp) – Jänicke, Mrowca, Müller Vunguidica – Benyamina (46. Riemann), Blacha (77. Book)
Preußen: Schulze Niehues – Schöneberg, Schmidt, Scherder, Schulz – Heitmeier, Piossek – Siegert (57. Bischoff), Kara, Hoffmann (75. Atlason) – Reichwein (67. Krohne)

Tore: 0:1 Kara (13.) 1:1 Blacha (53.) 2:1 Vunguidica (70.) 2:2 Kara (87.)

Gelbe Karten: Funk, Vunguidica, Müller, Mrowca

Zuschauer: 2.746

Schiedsrichter: Benjamin Brand

Links zum Spiel

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