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Preußen siegen in Unterzahl

Spielbericht - VfB Stuttgart II - SC Preußen Münster - 1:3
Preußen siegt in Unterzahl gegen VfB II mit 3:1

Wie schon in der vergangenen Saison reiste der SC Preußen Münster am 2. Spieltag in den Süden der Republik, um sich mit der Reserve des VfB Stuttgart zu messen. Und erneut waren auf der langen Rückreise drei Punkte im Gepäck. Der Ort war jedoch diesmal ein anderer. Nach diversen Umbaumaßnahmen tragen der VfB II und die Stuttgarter Kickers ihre Partien wieder im Stadion am Degerloch aus. Der Gästeblock blieb jedoch weitestgehend unverändert, nur ein neues Fangnetz deutete auf die Bauarbeiten im vergangenen Jahr hin.

Aus Münster hatten sich gut 250 Fans auf den Weg gemacht. Für einen Freitagabend eine durchaus gute Anzahl! Viele hatten jedoch Probleme, pünktlich zum Anpfiff zu erscheinen. Die A5 mit ihren zahlreichen Staus hatte einigen Anhängern einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. So traf beispielsweise der Bus der Deviants erst zu Beginn der zweiten Halbzeit im Stadion ein. Die Stimmung im Gästeblock war auch aufgrund des Ergebnisses hervorragend, ein einfaches Lied wurde zusammen gesungen und es wurde demonstriert, wie laut die SCP-Fans zusammen können sein können.

Doch zum Sportlichen: Ralf Loose änderte seine Aufstellung auf zwei Positionen. Abdenour Amachaibou, Torschütze am ersten Spieltag, ersetzte Cihan Özkara und Charles Elie Laprevotte rückte für den gesperrten Benjamin Schwarz neben Amaury Bischoff in die Zentrale des SCP Mittelfeldes.

Die Preußen hatten sich für ihren ersten Auswärtsauftritt viel vorgenommen und das zeigte sich bereits in den ersten Minuten. Nach etwas weniger als einer Viertelstunde sah Mehmet Kara seinen Mitspieler Marcus Piossek und bediente diesen mit einem feinen Pass. Die flinke Nummer sieben der Adlerträger ließ sich nicht lange bitten und schob den Ball gekonnt zur Führung ein. Doch wer jetzt von einem Selbstläufer ausging, sah sich getäuscht. Denn es war ein Laufduell, das den Spielverlauf in der 17. Minute auf den Kopf stellen sollte. Innenverteidiger Chris Philipps war der Unglücksrabe, der im Laufduell mit Kiesewetter das Nachsehen hatte und mit dem Griff ans Trikot die Notbremse zog. Rote Karte und Elfmeter waren die Konsequenz. Mittig ins Tor und gleichzeitig auch ins Preußenherz wurde dieser verwandelt und die Preußen agierten fortan nur noch zu zehnt.

Doch wie bereits gegen Großaspach machten die Mannen in grün aus der Not eine Tugend. Taktisch hervorragend eingestellt war die Elf von Ralf Loose trotz Unterzahl jederzeit Herr des Geschehens (Echt? In diversen Berichten steht, dass Stuttgart ordentlich gedrückt hätte). Insbesondere der aus taktischen Gründen für Amachaibou gekommene Marco Pischorn war der Fels in der Brandung und brachte die Hausherren das ein oder andere Mal zur Verzweiflung.

Zu einem psychologisch äußerst günstigen Zeitpunkt direkt vor der Halbzeit (Die 5 Euro ins PreußenForum-Phrasenschwein wurden bereits abgedrückt) legte der SCP in Form von Rocky Krohne dann nach. Erneut war es Kara, der den Assist für sich verbuchte. Der schlaksige Niederländer bewies seinen Torriecher und erzielte aus spitzem Winkel sein erstes Saisontor. Die Führung zur Pause im Rücken gab den Adlerträgern sichtlich Rückenwind. Die beiden Flügelspieler Kara und Piossek waren auch im zweiten Durchgang kaum zu bremsen und so war es kein Wunder, dass sie erneut die Protagonisten beim vierten und letzten Treffer des Tages darstellten. Kara schnürte den Vorlagen-Hattrick, Piosseks Schuss wurde unhaltbar abgefälscht, die Anzeigetafel in Stuttgart zeigte schlussendlich ein 3:1 an. So knapp lässt sich die entscheidende Szene des Spiels kurz und bündig zusammenfassen.

Danach versuchten die Adlerträger immer wieder, über Konter Nadelstiche zu setzen. Die jungen Stuttgarter aus dem Schwabenland kamen noch zu einem Pfostentreffer und einem Schuss ans Außennetz, waren in ihren Bemühungen jedoch nicht zwingend genug. Somit stand nach 90 Minuten der erste Auswärtssieg in der Saison 2015/2016 fest.

Auch die Anhängerschaft wurde für die Strapazen der Reise mehr als würdig entschädigt und trat gut gelaunt die Reise aus der Hauptstadt Baden-Württembergs in die ehemalige Hauptstadt Westfalens an.

Daten zum Spiel

Preußen Münster: Lomb – Kopplin (87., Tritz), Heitmeier, Philipps, Müller – Bischoff (80., Wiebe), Laprevotte – Piossek, Kara – Krohne, Amachaibou (20., Pischorn)
VfB Stuttgart II: Funk – Zimmermann, Vier, Peric (73., Owusu), Hagn – Ferati, Rathgeb, Bersuschkow, Ristl (80., Gabriele) – Kiesewetter, Tashchy

Tore: 0:1 Piossek (12.) / 1:1 Tashchy (18., FE.) / 1:2 Krohne (44.) / 1:3 Piossek (54.)

Gelbe Karten: – / Bischoff, Piossek
Rote Karten: Philipps (18.)

Zuschauer: 1450

Schiedsrichter: Benedikt Kempkes (Koblenz)

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