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Zurück zum Fußball – Bremen II zu Gast

Vorschau SV Werder Bremen II
Vorschau SV Werder Bremen II

Mit dem 3:1 Auswärtssieg beim Halleschen FC schafft der SC Preußen Münster zumindest ein wenig Wiedergutmachung für die desaströse Niederlage gegen die Zweitvertretung des FSV Mainz 05. Das Ergebnis stimmte, die Leistung gerade in der 1. Halbzeit jedoch nicht. Dennoch verschaffte der zweite Auswärtssieg der Saison dem umstrittenen Trainer Ralf Loose zumindest für eine Woche wieder Luft. Am Samstag geht es nun gegen die Reserve des SV Werder Bremen.

Der Gegner

Werder Bremen II ist mit vier Punkten aus den ersten sechs Spiel mäßig gestartet. Man findet sich auf einem Abstiegsplatz wieder. Dies spiegelt die Leistungen jedoch nicht wieder. Gegen Dynamo Dresden setzte es eine unglückliche 1:2 Niederlage, bei der viele behaupten, das Spiel hätte auch andersrum ausgehen können. Mit Wehen, Kiel, Cottbus, Magdeburg, Rostock und eben Dresden hatte die Mannschaft ein kerniges Auftaktprogramm, wusste jedoch über weite Strecken spielerisch zu überzeugen. Insofern wird es auch für die Adlerträger am Samstag mit Sicherheit kein Spaziergang gegen eine junge Mannschaft, bei denen einige Spieler bereits Bundesliga schnuppern durften. Gemeint sind Marnon Busch (9 Bundesligaspiele), Janek Sternberg (14 Bundesligaspiele), Levent Aycicek (11 Bundesligaspiele) und Melvyn Lorenzen (3 Bundesligaspiele). Sie alle dürften sich am Samstag auf dem Rasen des Preußenstadions in der Startelf wiederfinden. (Quelle: kicker.de) Der Trainer der Bremer ist kein Unbekannter. Alexander Nouri trug vier Jahre das Trikot des ungeliebten Nachbarn VfL Osnabrück und konnte gegen die Preußen sogar ein Tor erzielen. Mit zwei Siegen, fünf Unentschieden und zwei Niederlagen ist seine persönliche Bilanz aus seiner aktiven Zeit gegen den SCP relativ ausgeglichen. Hoffen wir, dass sich dies am Samstagabend zu Gunsten der Preußen geändert hat.

Das Personal

Neben den längeren Ausfällen von Kevin Schöneberg, Jesse Weißenfels, Max Schulze Niehues und Simon Scherder muss Ralf Loose nun notgedrungen auf Chris Philipps verzichten, aufgrund seiner Abstellung zur Nationalmannschaft Luxemburgs. Falls Marc Heitmeier oder Marco Pischorn ausfallen würden, käme wohl Eigengewächs Lion Schweers zu seinem 3. Liga Debüt in der Innenverteidigung. Rotsperren (oder aufgehobene Sperren) gibt es ausnahmsweise mal keine. ;-) Der SV Werder Bremen kann nach der Genesung von Melvyn Lorenzen, was die Stammspieler betrifft, nahezu aus dem Vollen schöpfen Lediglich Leon Guwara steht aufgrund von Knieprobleme nicht zur Verfügung. Die weiteren Ausfälle Eric Oelschlägel, Jesper Verlaat (Sohne des ehemaligen Bundesligaprofis Frank Verlaat) und Tobias Schwede konnten dieser Saison noch nicht ihren Stempel aufdrücken.

Die Lage an der Hammer Straße

Ruhig ist es geworden, die letzten drei Tage. Das mag vielleicht daran liegen, dass der Abgang von Marcus Piossek zuvor nicht gerade still und heimlich über die Bühne ging. Entgegen der Aussagen des Sportvorstandes (die er später allerdings im Westline-Interview revidierte, frei nach dem Motto “Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?”) wurde der Flügelflitzer kurz vor Ende des Transferfensters doch noch verkauft. Der Ruf nach Ersatz war laut, wurde jedoch nicht erhört. In Münster ticken die Uhren halt anders, als in Wehen oder Rostock, bei denen ein Plan B vorhanden war. Doch seis drum. Fakt ist, Ralf Loose muss ohne seinen Leistungsträger auf der rechten Angriffsseite auskommen. Dies bietet sowohl Risiken, als auch Chancen. Die Chance ergreifen möchte Philipp Hoffmann. Der quirlige und temporeiche Rechtsfuß möchte nach überstandenem Patellasehnen-Teileinriss Piossek vergessen machen. Das dies durchaus möglich ist, zeigte er mit seinen beiden Assists am vergangenen Wochenende nach seiner Einwechslung. Diese wurden jeweils von Marcel Reichwein verwandelt. Auch er gilt als großer Hoffnungsträger für die kommenden Partien, nachdem Rocky Krohne den Anforderungen nur selten gerecht wurde.

Die Taktik

Ralf Loose scheint immer mehr gefallen an dem 4-3-3 System zu finden. Die Viererkette mit Kopplin, Pischorn, Heitmeier und Müller bleibt unangetastet, ebenso Niklas Lomb im Tor. Davor dirigieren jedoch drei zentrale Mittelfeldspieler das Geschehen. Benjamin Schwarz soll alles abräumen, was sich in Richtung des eigenen Tors bewegt. Das er sich dort ein bisschen zügeln muss, zeigen die beiden Gelb-Roten Karten aus den ersten vier Spielen. Davor verteilen Amaury Bischoff und Charles Elie Laprevotte die Bälle in Richtung Angriff. Gerade letztgenannter bestach in den letzten Partien durch hohe Spielintelligenz und somit dürfte ihm am Samstag gegen aggressive junge Bremer eine Schlüsselrolle zufallen. Die Angriffsreihe bilden vermutlich Mehmet Kara, Marcel Reichwein und Philipp Hoffmann. Während Kara für seine Tempodribblings bekannt ist und gerne nach innen zieht, kann Philipp Hoffmann durch sein Tempo auch mal bis zur Grundlinie durchbrechen und “Cello” in der Mitte mit der ein oder anderen Flanke versorgen.

Prognose

Eine Prognose fällt hinsichtlich der unkonstanten Auftritte der Adlerträger schwer, ebenso zeigte Werder Bremen II des Öfteren ansprechende Leistungen, ging am Ende aber mit null Punkten vom Platz. Es bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft nach den Querelen um Marcus Piossek am Samstag mutig, frech und frei aufspielt und somit die drei so wichtigen Punkte im heimischen Preußenstadion bleiben. Auch was die Zuschauerzahl betrifft, scheint eine Kalkulation schwierig. Mit der Heimniederlage gegen Mainz 05 II bei einem Flutlichtspiel werden wohl noch viele genug von der Kneisterei im Stadion haben, zumal es auf www.sportschau.de erneut einen Stream gibt. Dennoch dürften sich sich die üblichen Verdächtigen wieder im Stadion verirren. Eine Zahl um die 6500 plus/minus zehn Prozent dürfte dennoch machbar sein und gegen eine Zweitvertretung zumindest eine würdige Kulisse bilden.

 


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