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Erster Heimsieg – Traumtore von Kara und Wiebe

Spielbericht SC Preußen Münster - SV Werder Bremen II
Da klingelt es im Kasten - Kara mit einem Traumtor zum 2:1
Foto: Muensteralbum.de
Spielbericht SC Preußen Münster - SV Werder Bremen II

“Hände weg vom Fußball! Gegen Gästeverbot und Repressionen!”
Foto: Muensteralbum.de

Nach dem Sieg in Halle, war es unter der Woche sehr unruhig beim SC Preußen. Der Wechsel von Marcus Piossek nach Kaiserslautern und der Ausschluss der Preußenfans beim Derby in Osnabrück sorgten für viel Wirbel. So stand bei den Fans die angemeldete Demonstration am 23.09.2015 in Osnabrück im Fokus. Transparente wurden gezeigt – Flugblätter verteilt. Man möchte ein Zeichen setzen und gegen den Ausschluss von Fans bei einem Derby, was so in Deutschland noch nie der Fall war, demonstrieren.

Doch zurück zum Fußball. Mit der zweiten Mannschaft des SV Werder Bremen war wieder so eine unbequeme Zweitvertretung an der Hammer Straße. Loose stellte Reichwein und

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Die Fiffi-Gerritzen-Kurve vor dem Spiel
Foto: Muensteralbum.de

Hoffmann, die den Sieg in Halle nach Ihrer Einwechslung fast alleine perfekt machten, in die erste Formation. Hoffmann musste hierbei Piossek auf der rechten Außenbahn ersetzen. Ralf Loose behielt das 4-3-3 System bei und hatte mit dieser Entscheidung alles richtig gemacht. Während die Mannschaften das Spielfeld betraten, hüllte sich die Fiffi-Gerritzen-Kurve in Rauch. Nebelkerzen und Rauchtöpfe wurden gezündet.

 

 

Bischoff zum Ersten

Ausnahmsweise musste der Preußen-Fan nicht lange auf den ersten Jubel warten. Bereits nach einer halben Spielminute wurde der engagierte Schwarz vor dem Sechzehner der Bremer gefoult. Ein Fall für Amaury Bischoff. SVW-Keeper Duffner spekulierte wohl mit einem Schuss über die Mauer, Bischoff schoss allerdings auf die Torwartecke und traf nach 66 Sekunden zum 1:0. Preußen lies in der ersten Halbzeit fast nichts anbrennen. Die beiden vorderen Reihen unserer Adlerträger verschoben klug und machte die Räume eng. Bremens Offensivspiel kam kaum zustande und viele Bälle rollten ins Leere.

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Marco Pischorn mit sehr guter Leistung. Er räumte gestern alles ab
Foto: Muensteralbum.de

Zum ersten Mal überhaupt wirkte das Aufbauspiel der Preußen durchdacht. Alles was man sonst herzlich vermisst hatte wurde umgesetzt. Mit vielen Seitenwechseln und Angriffen über die Außen versuchten die Adlerträger den Abschluss zu suchen. Auch mit Distanzschüssen versuchte man den Bremern das zweite Tor einzuschenken. Preußen machte allerdings nichts aus seinen Möglichkeiten und schaltete 5 Minuten vor dem Halbzeittee einen Gang hinunter, was den Bremern eine kleine Druckphase bescherte. Diese konnte das Team von Werder-Coach Alexander Nouri nicht nutzen, sodass die letzte Szene der Halbzeit mit einem üblen Foulspiel an Amaury Bischoff und einer Rudelbildung endete. Schiri Christof Grünsch hatte schnell entschieden und verwies den bereits verwarnten Hilßner mit Gelb-Rot des Feldes. Grünsch machte daraufhin das einzig richtige und ließ die Mannschaften in die Kabine. Halbzeit!

Münster startet besser – Bremen trifft

Direkt nach Wiederanpfiff kamen die Adlerträger mit Schwung aus der Kabine, die ersten Möglichkeiten gehörten dem SCP. Doch wer nun dachte, dass die Preußen dieses Spiel gegen 10 Bremer locker nach Hause spielen würden wurde eines Besseren belehrt. Der SCP wirkte unkonzentriert und lies die Gäste ins Spiel kommen. So war es nur eine Frage der Zeit bis eine schlecht geklärte Ecke postwendend mittels doppelter Kopfballverlängerung vor die Füße von Rafael Kazior fiel. Dieser ließ sich nicht lange Bitte und knallte den Ball mit einem strammen Schuss durch Niklas Lombs Beine ins Preußen Tor zum 1:1.

Kara zum Zweiten

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Tankte sich immer mal wieder über den Flügel durch. Björn Kopplin
Foto: Muensteralbum.de

Loose, sehr engagiert an der Linie, merkte man die Anspannung deutlich an. Immer wieder versuchte er seine Spieler auf dem Feld zu ordnen. Belohnt wurde sein Einsatz dann durch Mehmet Kara, der nach einer schnell ausgeführten Ecke direkt das Dribbling gegen den Bremer Busch suchte. Nachdem Busch vernascht war – Kara den Ball rechts an ihm vorbeilegte – zimmerte Memo die Kugel oben rechts ins Netz. Erlösung für Loose – Jubel bei Fans und Mannschaft. Da war er wieder, Mehmet Kara, der durch eine Einzelleistung Spiele beeinflussen kann. Und zugegeben fragte man sich zunächst, warum er nicht flankt und ins Dribbling geht. Wenn es gut geht feiern wir ihn, wenn es daneben geht verfluchen wir ihn!

 

Joker Wiebe zum Dritten

Preußen nun wieder voll im Spiel, drückte weiter und wollte eine Entscheidung herbeiführen. Gegen 10 immer müder werdende Bremer boten sich nun mehr Räume und ein Konter

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Bedankt sich bei den Fans – Niklas Lomb
Foto: Muensteralbum.de

nach dem anderen wurde eingeleitet. Loose brachte zwischenzeitlich Özkara und Krohne für Hoffmann und Reichwein ins Spiel. Doch zunächst vergaben die Preußen eine Chance nach der anderen. In der 77. Spielminute konnte Schwarz den Ball nach einen Freistoß von Bischoff aus 4 Metern nicht über die Linie bringen. Keeper Duffner mit seiner wohl besten Parade an diesem Tag. Auch Cihan Özkara und Rocky Krohne konnten ihre Chancen mehrfach nicht nutzen. So musste der in der 80. Minute eingewechselte Danilo Wiebe ran. Wiebe, von der Werderaner Abwehr komplett vergessen, zeigt lange an, dass er den Ball haben möchte und wurde von Rocky Krohne bedient. Kurz geschaut, den Ball vorgelegt und die Pille passte in den Winkel. Mit diesem Kunstschuss zum 3:1 war der Sieg unter Dach und Fach.

Auch wenn danach noch weitere gute Möglichkeiten vergeben wurden feierten alle die Mannschaft nach dem Spiel. Mit einer über weite Strecken überzeugenden Leistung holten sich die Adlerträger den ersten Heimsieg der Saison. Am kommenden Wochenende wartet mit dem Chemnitzer FC eine neue und schwierigere Aufgabe.

So darf es aber weiter gehen!

Forza SCP!


Daten zum Spiel

Preußen Münster: Lomb – Kopplin, Heitmeier, Pischorn, Müller – Lapprevote, Bischoff, Schwarz (Wiebe, 80.) – Hoffmann (Özkara, 70.), Reichwein (Krohne, 70.), Kara
SV Werder Bremen: Duffner – Busch, Hüsing, Mainka (Capin, 80.), Sternberg – Fröde – Rother (Jacobsen, 43.), Yildirim, Hilßer – Kazior, Manneh (Bytyqi, 55.)

Tore: 1:0 Bischoff (2.) 1:1 Kazior (60.) 2:1 Kara (69.) 3:1 Wiebe (87.)

Gelbe Karte: Hilßner / Özkara
Gelb-Rote Karte: Hilßner (45.)

Zuschauer: 6.179

Schiedsrichter: Christof Grünsch (Marburg)

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