//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js

Falsches Derby gegen Osna – Irgendwas war immer…

Vorschau VfL Osnabrück
Vorschau VfL Osnabrück

Wenn der SC Preußen 06 e.V. Münster am Mittwochabend gegen den VfL Osnabrück antritt, geht es mal wieder um mehr, als drei Punkte. Denn mit charmanter Tradition steht dieses Duell entweder vor oder nach den Partien mit außersportlichen Dingen in den Medien. Der Böllerwurf, die Affäre um das Bischoff Plakat mit anschließendem Doppelpack von Amaury und nun das Gästeverbot, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Gästeverbot? Richtig, Gästeverbot. Die Adlerträger müssen am kommenden Spieltag ohne Unterstützung aus den eigenen Reihen antreten. Eine Konsquenz aus den Spielen, in denen sich einige Unverbesserliche nicht benehmen konnten. Um gerade den neuen Spielern dennoch zu vermitteln, was für eine Bedeutung ein Sieg gegen den ungeliebten Nachbarn aus Niedersachsen hat, treffen sich die Fans heute um 16 Uhr beim Abschlusstraining der Mannschaft. Während Ralf Loose die sportliche Vorbereitung auf das Derby leitet, geht es den Anhängern darum, die Mannschaft noch einmal bis in die Haarspitzen zu motivieren. So richtige Motivation scheint bei den Osnabrücker Fans nicht vorhanden zu sein. Lediglich 7500 Tickets wurden bereits abgesetzt und die Ultras des VfL haben einen Stimmungsboykott angekündigt, um somit ebenfalls gegen das Gästeverbot zu protestieren. Da half auch alles betteln der Mannschaft nix… ;-)

 

Breite Brust beim SCP, Bangen beim VfL

Vor einigen Wochen zogen düstere Wolken über dem Preußenstadion auf. 0:1 verlor man gegen die Reserve des FSV Mainz 05 II. Doch was drohte ein Unwetter zu werden, wandelte sich mittlerweile in ein wenig Sonnenschein. Vier Siege in Folge stehen für den SCP seit dem zu Buche. Konsequenz: Platz zwei in der Tabelle und Einstellung des bisherigen Drittligarekords unter Pavel Dotchev im September 2013. Auch diesmal könnte den Adlerträgern ein goldener Herbst winken. Mit einem Derbysieg käme man diesem schon ein großes Stück näher. Doch aufgepasst! Der VfL taumelt inzwischen wieder wie ein angeschlagener Boxer durch die Liga. Und die sind ja bekanntlich am gefährlichsten. Nach dem 0:1 gegen Hansa Rostock musste Maik Walpurgis seinen Hut nehmen. Nachfolger wurde und ist immer noch Joe Enochs, seines Zeichens eine Legende in lila-weiß. Der Start konnte sich auch durchaus sehen lassen. Drei Siege in Folge Cottbus, Kiel und Wiesbaden ließen die Fans von der Bremer Brücke wieder träumen. Was dann folgte, war pure Ernüchterung. Einer satten 0:3 Schlappe in Magdeburg folgte die (zugegebenermaßen unglückliche) Niederlage in Dresden. Nun wird sich ausgerechnet im Derby zeigen, wo die Reise für beide Mannschaften hingeht.

Wenig Veränderung auf beiden Seiten

In personeller Hinsicht stehen bei beiden Teams wenige Veränderungen an. Ralf Loose hat seine Startelf mittlerweile gefunden, die Viererkette steht, insbesondere Marco Pischorn zeigt sich derzeit in blendender Verfassung. In der Mittelfeldzentrale schalten und walten mittlerweile drei Spieler. Amaury Bischoff diktiert das Spielgeschehen, hat sich in seine neue Rolle als Kapitän super eingefunden und trat zuletzt sogar als zweikampfstarker Kämpfer auf. Neben ihm verdichtet Benjamin Schwarz, scheinbar mit einer Pferdelunge ausgestattet, die Räume. Ebenfalls immer besser in Form kommt Charles Elie Laprevotte. Auf den Außen dürften wie gewohnt Philipp Hoffmann und der zurzeit bärenstarke Mehmet Kara wirbeln und rotieren. Offen ist beim SCP noch die Besetzung der Sturmspitze. Rocky Krohne knipste als Joker gegen Fortuna Köln, Marcel Reichwein agierte hingegen unglücklich. Es wird sich wohl erst spontan entscheiden, wen Loose also in die Startelf beruft.

Beim Gastgeber aus Osnabrück rückt der wiedergenesene Marcel Kandziora für Michael Hohnstedt aller Voraussicht nach ins Team. Die beiden Ex-Preußen werden sich zu Anpfiff höchstwahrscheinlich nicht auf dem Rasen wiederfinden. Während Addy Menga sich noch im Aufbautraining befindet, war Massimo Ornatelli zuletzt nur Reservist. Insbesondere macht sich jedoch das Fehlen von Simon Tüting bemerkbar. Der Organisator zog sich einen Bruch des Sprunggelenks (trotz aller Rivalität, gute Besserung an dieser Stelle) zu. Ob Christian Groß und Anthony Syhre ihn angemessen vertreten können, ist durchaus fraglich. In der Offensive dürfen sich Pischorn, Heitmeier und Co. auf zwei aggressive und laufstarke Stürmer einstellen. Beides sind keine klassischen Knipser, geben jedoch keinen Ball verloren und setzen ununterbrochen nach.

Demonstrationserlaubnis noch in der Schwebe

Um ein Zeichen gegen das Gästeverbot zu setzen, plant das Fanprojekt Preußen Münster eine Demonstration um 17 Uhr in Osnabrück. Nähere Informationen sind der Homepage des Fanprojekts zu entnehmen. Ob diese jedoch erlaubt wird oder es nur zu einer Kundgebung kommt, entscheidet ein Richter am heutigen Dienstag oder morgigen Mittwochmorgen. Hoffen wir, dass diese erlaubt wird und es zu friedlichen (!) Protesten kommt, sodass beim nächsten Derby Gästefans wieder erlaubt sind. Und hoffen wir, dass dieses Derby uns Preußenfans rein sportlich in Erinnerung bleibt, weil wir einen grandiosen Derbysieg feiern durften. Doch irgendwas war ja immer…


Jetzt mitdiskutieren bei uns im Preußen-Forum!

Links zum Spiel

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.