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Vorschau die Zweite – Preußen vs. Kiel

Trainingsauftakt Preußen Münster 2015/2016
Trainingsauftakt Preußen Münster 2015/2016

Am Samstag ist um 14 Uhr der „Angstgegner“ des SC Preußen zu Gast im städtischen Preußenstadion an der Hammer Straße. Lediglich ein mageres, dazu noch relativ glückliches Pünktchen steht für die Adlerträger in den letzten vier Spielen gegen die Störche zu Buche. Zwei Partien wurden satt mit 0:3 in Sand gesetzt, das letzte Aufeinandertreffen verlor man nach Führung durch Mehmet Kara mit 1:3. Anschließend an die letzte Saison verlor der KSV Holstein Kiel in der Relegation gegen 1860 München und scheiterte somit am Zweitligaaufstieg denkbar knapp. Doch die Kieler waren angekommen in Liga 3, hatten wieder einen Namen. Der Meister von 1912 wirkte auf Spieler wieder attraktiv.

Und so verstärkte man sich im Sommer mit namenhaften Spielern, darunter Rafael Czichos (Erfurt), Denis Weidlich (Rostock), Manuel Janzer (Heidenheim) oder Dominik Schmidt. Dominik Schmidt – ein relativ geläufiger Name, alleine die transfermarkt.de Suche liefert fünf Treffer. Doch jeden SCP-Anhänger durchzuckt es bei dem Namen und die Synapsen spielen bei dem Gedanken an Schmidts Spieleröffnung Karussell. (Diese kleine Anspielung an die Send-Affäre mit Schmidt sei mir erlaubt.)

Zu Beginn der Saison sah es noch so aus, als würde Schmidt zunächst das Bank Dasein fristen. Doch nach dem Verkauf des 21-jährigen Hauke Wahl in die ostwestfälische Metropole Paderborn und der schweren Knieverletzung von Holstein-Kapitän Marlon Krause zementierte der ehemalige Preuße seinen Platz in der Innenverteidigung der Norddeutschen.

Die Konsequenz? Platz 17

Die Konsequenz aus den schwachen Leistungen von Schmidt und seinen Nebenleuten bedeuten Platz 17 in der laufenden Spielzeit. Störche sind zwar keine Zugvögel aber trotzdem scheint es die Kieler in Richtung Herbst eher in die südlicheren Gefilde der Tabelle zu ziehen. Auswärts belegen die Kieler jedoch einen souveränen achten Platz. Aber wer an einen Selbstläufer am Samstag denkt, der kennt weder diese Liga noch den Gegner. „Die sind besser als ihr Tabellenplatz es aussagt.“ War in den letzten Wochen vor den Spielen gegen Rostock und Cottbus ein geflügelter Satz unter den Preußenfans. Und auch dieses mal dürfte diese Binsenweisheit gelten. Die Verletzungen von Kenneth Kronholm, letzte Saison der beste Keeper der 3. Liga, Marlon Krause und Milad Salem machen der Mannschaft von Trainer Karsten Neitzel zu schaffen. Hinzu kommt der Abgang von Kapitän und Publikumsliebling Rafael Kazior, der seine Karriere bei Werder Bremen II ausklingen lassen möchte. Dies gepaart mit der Formschwäche von Leistungsträgern wie Manuel Schäffler oder Marc Heider lässt die Kieler wie einen angeschlagenen Boxer durch die Liga taumeln. Doch die sind ja bekanntlich am gefährlichsten und wohl gerade dann, wenn sie auf ihren Lieblingsgegner treffen.

Und die Preußen so?

Beim SCP läuft mit Platz drei alles nach Plan könnte man meinen. Doch nach drei Unentschieden in Folge stehen die Preußen unter Zugzwang, wenn man den Kontakt nach oben halten möchte. Ganz oben steht Dynamo Dresden und wird durch diese Liga marschieren. Doch dahinter hat sich klammheimlich ein Dorf namens Großaspach auf Platz zwei vorgeschoben. Mich persönlich gruselt die Vorstellung wenn demnächst Sandhausen auf Großaspach in der 2. Liga treffen könnte. Doch soweit ist es ja noch nicht und man muss der Arbeit dort auch einen gewissen Respekt zollen.

Dennoch wäre es wichtig, während Großaspach ein schweres Heimspiel gegen wiedererstarkte Cottbuser bestreitet, mit einem eigenen Heimdreier nachzulegen und somit die, in den letzten Wochen entstandenen, Ansprüche zu zementieren. Diese heißen keineswegs „A…….“ oder wie dieses lästige Wörtchen heißt, sondern von Spiel zu Spiel zu schauen und das Maximum rauszuholen. Doch um ein Spiel zu gewinnen und alles rauszuholen, dazu bedarf es Toren. Lediglich Philipp Hoffmanns Treffer gegen Rostock fiel in den letzten drei Partien. Insofern wird mehr Mut in der Offensive benötigt, um nach über vier Wochen (inklusive Länderspielpausen mit einem indiskutablen Auftritt in Lotte) einen Sieg einzufahren.

Schwarz dürfte (wieder mal) reinrotieren

Damit dies gelingt dürfte Ralf Loose seine Elf im Vergleich zur Partie bei Energie Cottbus auf zwei Positionen umbauen. Benjamin Schwarz rotiert (wieder mal) nach abgelaufener Sperre zurück in die erste Elf. Chris Philipps und Danilo Wiebe machten ihre Sache in Cottbus ordentlich, wussten aber nicht nachhaltig zu überzeugen. Wer von den beiden die Position neben Kapitän Amaury Bischoff und Schwarz bekleidet, ist noch offen. Für Stephane Tritz, der bei seinen beiden Startelfauftritten keinesfalls enttäuschte, dürfte Felix Müller nach überstandener Schulter Verletzung ins Team rutschen, um wenigstens einen Linksfuß auf dem Platz zu haben. Ansonsten hat Ralf Loose wenig Grund zu wechseln, wenngleich insbesondere Marcel Reichwein seine Aufstellung am besten mit einem Tor unterstreichen sollte. Doch liegt die alleinige Schuld der Torflaute keineswegs nur bei unserer Nummer neun. Es fehlen einfach die Zuspiele. Doch wenn Bischoff sich nicht mehr nur auf die Defensive konzentrieren muss, weil Pferdelunge Benny Schwarz ihn unterstützt, dürfte „Cello“ auch die eine oder andere Chance erhalten und diese dann hoffentlich verwandeln.

Laprevotte schaut zunächst noch zu

Zum Zuschauen ist Elie Laprevotte noch immer verdammt. Mit der Partie gegen Kiel sitzt er sein zweites von drei Spielen Sperre ab, fehlt somit auch noch in Magdeburg. Länger fehlen werden hingegen noch Simon Scherder und Lennart Stoll. Bei Kiel sind außer den oben genannten Verletzten alle Mann spielbereit, es gibt keine Ausfälle durch Sperren zu beklagen.

Und sonst so?

Ähnlich wie der SCP wurden auch die Kieler zu einer zweifelhaften Geldstrafe wegen eines Banners verurteilt. Wurde bei den Preußen Zahlung fällig, weil man einen, zugegeben etwas geschmacklosen, Gruß in Richtung der Osnabrücker Merkens und Savran zeigte, war bei den Kielern die Polizei der Empfänger einer fragwürdigen Botschaft. Wieso der DFB es sich vorbehält, dafür Strafen auszusprechen entzieht sich meiner Kenntnis.
Doch wenn am Samstag um 14 Uhr zum 15. Spieltag angepfiffen wird, zählen weder Angstgegner, Tabelle noch Banner, sondern es geht um drei wichtige Zähler, die hoffentlich im Preußenstadion bleiben. In diesem Sinne:

NUR DER SCP!

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