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Als Platz 6 auf Platz 11 gegen Platz 15 – Der SCP zu Gast in Bremen

Vorschau SV Werder Bremen II
Vorschau SV Werder Bremen II

Gerade einmal zwei Stunden muss der Preußentross am Samstag zum zweiten Auswärtsspiel innerhalb von vier Tagen reisen. Purer Luxus für eine Auswärtsfahrt in Liga 3, nur Köln und Osnabrück liegt für die Westfalen günstiger. Doch nach dem bitteren Auswärtsspiel in Unterfranken und der damit verbundenen langfristigen Reise ist der “Kurztrip” in die Hansestadt sicher eine willkommene Abwechslung. Nach der heftigen 0:3 Klatsche in Würzburg belegen die Adlerträger weiterhin den sechsten Rang in der Tabelle und dürften das Schielen nach oben abgeschlossen haben. Die goldene Ananas, sie ist wieder da. Diesmal allerdings früher als im vergangenen Jahr. Was soll’s. Wir gehen ja trotzdem wieder hin…

Doch auch der Gang zum 15. der Liga wird alles andere als einfach. Nur der übermächtige Spitzenreiter aus Dresden konnte den Bremer Lauf am vergangenen Wochenende stoppen. Zuvor war das Team um Trainer Alexander Nouri ganze sieben Spiele ungeschlagen, wobei vier Partien dabei mit 1:1 endeten.
Zudem ist der SCP auf dem legendären “Platz 11” noch ohne Sieg in all den Jahren, in denen sich die Wege mit der Zweitvertretung des SV Werder kreuzten. Doch der Reihe nach.

Platz 11 – ein Musterstadion für zweite Mannschaften

Das Stadion, das nur für die Heimspiele der zweiten Mannschaft und die Fußballfrauen der Hansestädter genutzt wird, wurde vom DFB als “Musterstadion für zweite Mannschaften” ausgezeichnet. Als letzte Ergänzung fand im Jahr 2008 der Bau von vier Flutlichtmasten statt, die nun auch Flutlichtspiele zu später Stunde ermöglichen. Zuvor wurde bereits der Gästebereich weiter ausgebaut und eine Tribüne mit Sitzplatzschalen errichtet. Zudem wird es insbesondere bei den anstehenden Temperaturen die Medienabteilung des SCP freuen, dass der Komfort von beheizbaren Medienplätzen gegeben ist. Allerdings bleibt zu hoffen, dass sowohl den Medienvertretern der Preußen, als auch den Fans wegen des Spiels eher warm ums Herz wird und die Wärme am Allerwertesten nur zusätzlicher Luxus bleibt. ;-) Mit einer Kapazität von gerade einmal 5500 Plätzen reist der SCP am Samstag in das kleinste Stadion der dritten Liga. Die Preise für den Gästebereich liegen bei acht Euro für Vollzahler, ermäßigte Eintrittskarten gibt es an den Kassen schon für vier Euro. Viele Heimfans dürften am Samstag jedoch nicht erwartet werden, da die Profi Mannschaft des SV Werder ebenfalls am Samstag um 15:30 ihr Auswärtsspiel in Ingolstadt bestreitet. Aufgrund der aktuellen Situation der Profis bleibt zu hoffen, dass keine Profis “abgeschoben” werden, um der zweiten Mannschaft zu helfen.

Rückblick nach Würzburg – auch wenn es weh tut

In Würzburg kassierte der SCP die zweite Schlappe innerhalb von fünf Tagen. Bereits nach zehn Minuten war das Spiel quasi verloren, wer ein Aufbäumen der Adlerträger erwartet hatte, wurde bitterlich enttäuscht. Elia Soriano, ehemaliger Schützling unseres Trainers Horst Steffen zu Stuttgarter Kickers schenkte seinem Ex-Coach in der Anfangsphase gleich zwei Tore ein und wurde letztendlich zum Matchwinner für die Würzburger. Mit Fennell durfte sich auch der zweite ehemalige Steffen-Schützling kurz vor Ende noch in die Torschützenliste eintragen. Ein rabenschwarzer Abend für die Adlerträger, nichts zu sehen von Wiedergutmachung für die unglückliche Niederlage gegen Halle. Alle Ambitionen adé. Schade, denn mit einem Sieg wäre man bis auf zwei Punkte an den Relegationsrang drei gerückt. Doch so bleibt die Erkenntnis, dass Steffen noch viel Arbeit vor sich hat und die Preußen-Fans zu einer Wahrscheinlichkeit von 95% nächste Saison viele Gegner der aktuellen Saison wiedersehen dürften.

Einzige Lichtblicke am gestrigen Abend waren die Einsätze von Benny Schwarz und Danilo Wiebe. Insbesondere das Mittelfeld war der Schwachpunkt der letzten zwei Partien. Mit der nötigen Spielpraxis erhält der Trainer neue Möglichkeiten und kann dem Preußen-Spiel hoffentlich eine höhere Qualität verleihen, als in den vergangenen Partien.

Das Hinspiel – Drei Traumtore und erste Euphorie

Das Hinspiel weckte erste Ambitionen in Richtung der oberen Tabellenhälfte. Damals rückte man auf Platz drei vor, der jetzt weiter weg denn je ist. Und auch die Mannschaft wusste zu überzeugen. Bischoff verwandelte bereits früh in Minute zwei einen direkten Freistoß, der ansonsten starke Tobias Dufner auf Seiten der Gäste konnte die Kugel nur noch aus dem Netz holen. Nachdem der SCP in Überzahl (Hilßner war in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit vom Platz gestellt worden) den, für die Gäste schmeichelhaften, Ausgleich hinnehmen musste, schoss Mehmet Kara nach feiner Einzelleistung, im Anschluss an eine kurz ausgeführte Ecke, seine Farben in Front. Und als die Gäste versuchten Druck aufzubauen gelang dem eingewechselten Danilo Wiebe im Zuge eines Konters mit einem herrlichen Schuss in den Knick die Vorentscheidung und gleichzeitig der Endstand.

Der Kader und die (Wunsch-)Aufstellung

Es bleibt zu hoffen, dass Amaury Bischoff seine Oberschenkelprobleme bis Samstag überwunden hat, in Würzburg fehlte die federführende Hand an allen Ecken und Enden mit seiner Übersicht und Ballsicherheit. Die Diagnose am Donnerstag ergab nach einem MRT “nur” eine leichte Oberschenkelzerrung. Ein Muskelfaserriss wie es bei Benny Schwarz und Danilo Wiebe der Fall, konnte erfreulicherweise ausgeschlossen werden. Eine Pause gegen Werder 2 ist nun wahrscheinlich, aber noch nicht endgültig. Doch nun wird Mehmet Kara die Partie am Samstag gelbgesperrt verpassen. In Würzburg war es seine fünfte und somit ist er in Bremen zum Zuschauen verdammt. Normalerweise spreche ich hier selten über Aufstellungswünsche meinerseits, dennoch würde ich mich freuen, am Samstag folgende Elf auf dem Platz zu sehen. Warum werde ich im Anschluss erläutern.

Lomb – Schöneberg, Heitmeier, Philipps, Schwarz – Wiebe, Laprevotte, Bischoff – Hoffmann, Reichwein, Grimaldi

Über Niklas Lomb muss ich kein Wort verlieren, er bringt konstant seine Leistung und gehört zum Besten, was die dritte Liga zwischen den Pfosten zu bieten hat. In der Abwehr würde ich mir mit Schwarz und Schöneberg zwei aggressive Kämpfer wünschen, sodass die jungen Talente keine Lust mehr haben, über die Flügel zu kommen, weil Schwarz und Schöneberg dahin gehen, wo es weh tut. In der Innenverteidigung ist hoffentlich Marc Heitmeier wieder fit und im Duett mit Chris Philipps hätte Steffen zwei Innenverteidiger, die die von ihm präferierte flache Spieleröffnung beherrschen. So stark Marco Pischorn in der Hinrunde aufgetreten ist, so schön es war mit Lion Schweers ein Eigengewächs auf dem Rasen zu sehen, beide passen scheinbar nicht ins Steffens Philosophie. Das Mittelfeld um Bischoff wird ergänzt durch den zweikampf- und laufstarken Wiebe, dazu käme mit Laprevotte der, meiner Meinung nach, beste zentraler Mittelfeldspieler was das Gesamtbild von Technik, Übersicht, Physis und Laufbereitschaft angeht. Im Angriff hat man mit Grimaldi, Reichwein und Hoffmann drei verschiedene Spielertypen und ist nur schwer ausrechenbar. Hoffmann über Tempo, Reichwein als Knipser und Grimaldi als jemand, der die Bälle halten kann und Platz für die nachrückenden Spieler schafft, könnte eine gute Mischung ergeben. Doch letzten Endes habe ich keinen Einfluss und wahrscheinlich zu wenig Ahnung von der Materie, aber zum Fußball gehört auch sowas. Trotzdem danke an alle, die sich meinen geistigen Erguss trotzdem durchgelesen haben.

Wichtiger als die Aufstellung – die Einstellung!

Wie es die Zwischenüberschrift bereits sagt, es hilft die beste Aufstellung nichts, wenn die Einstellung nicht passt. Nach zwei Niederlagen muss am Samstag einfach eine Truppe auf dem Platz stehen, die gallig ist und den jungen Bremern jegliche Freiheiten nimmt und das von Horst Steffen geforderte Pressing bis in die Zehenspitzen umsetzt. Insbesondere bei denjenigen, deren Verträge auslaufen, dürfte bei den verbleibenden Spielen keine Motivation notwendig sein. Denn der SCP ist immer noch ein guter Arbeitgeber, zahlt gut und pünktlich. Insofern, da die Planungssicherheit größtenteils für eine kommende Drittligasaison besteht, müssen nun einige Leute raus aus der Komfortzone und sich für einen Vertrag empfehlen. Der Kreis dreht sich weiter, wenn man bedenkt, dass zu einer Mannschaft, die kämpft und rennt, mehr Zuschauer kommen und somit durch einen höheren Schnitt, besser gezahlt werden kann. Noch mehr darüber wäre mit Sicherheit zu ausschweifend, aber vielleicht sollte sich die Mannschaft das mal bewusst machen. Doch letzen Endes kommen und gehen Spieler im Laufe der Jahre, doch wir Fans stehen weiter auf den Stufen des Preußenstadions von 1926. Oder am Samstag auf den Stufen des frisch renovierten Gästeblocks in Bremen. Und auch wenn die Anfangseuphorie einen herben Dämpfer erlitten hat, kann es dort nur wieder heißen:

Auf geht’s Preußen, kämpfen und siegen!


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