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2:4-Niederlage des SCP gegen den FC Valencia

Zum Höhepunkt der Saisonvorbereitung des SC Preußen Münster kam der große spanische Verein und sechsmalige Meister FC Valencia ins Preußenstadion. Bei extrem heißen Temperaturen um die 36°C in der Antik-Arena, begannen beide Mannschaften durchaus motiviert und so dauerte es nur 9 Minuten bis zum ersten Tor: Paco Alcácer erzielte nach einer langen Ballbesitzphase des FC Valencia das 1:0 für die Gäste, wobei die Abwehr des SCP viel zu leicht überwunden werden konnte. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass allein Alcácers Marktwert fast 5x so hoch ist, wie der der gesamten Mannschaft der Preußen (Alcácer 25 Mio; SCP 5,5 Mio).

Die Preußen gaben sich danach aber nicht auf und hielten gut mit den Gästen mit und hatten kurz nach dem Gegentreffer bereits zwei Gelegenheiten, auszugleichen. Zuerst wurde ein Schuss von Edisson Jordanov abgeblockt und bei der anschließenden Ecke musste sich der Keeper der Valencianos ordentlich strecken, um einen Kopfball von Adriano Grimaldi zu parieren.

Doch wie es so häufig ist, wenn der Kleine gegen den Großen spielt, fiel inmitten einer starken Phase des Underdogs das 2:0 für den Favoriten. Dabei versuchten Rodrigo und der starke Alcácer die Preußen-Abwehr auf die gleiche Art und Weise zu überwinden, wie beim 1:0, doch leider grätschte Neuzugang Mangafic unglücklich dazwischen und lenkte den Ball damit ins eigene Tor.

Dieses Ergebnis spiegelte das Spiel dabei aber nicht wirklich wieder, denn die beiden Teams begegneten sich nahezu auf Augenhöhe und beide konnten sich etliche Torchancen erspielen. Nach einer halben Stunde fiel dann auch endlich der Anschlusstreffer für die Preußen. Mangafic zog vom Strafraumeck einfach mal ab und schoss den Ball unhaltbar in den Knick. Ein herrliches Tor, mit dem er sein Eigentor wieder wettmachen konnte.

Das Spiel blieb weiterhin sehr schön anzuschauen und viele Pass-Kombinationen des SCP sahen bereits sehr vielversprechend aus. Kurz vor der Pause gelang den Adlerträgern durch einen Abstauber von Jeron Al-Hazaimeh sogar der Ausgleich, nachdem Weißenfels auf rechts durchsetzte und den Ball auf den völlig freistehenden Al-Hazaimeh spielte. Damit ging es nach einer wirklich ansehnlichen ersten Halbzeit mit einem leistungsgerechten 2:2 in die Pause. Das Spiel machte bis hierhin sehr viel Lust auf die kommende Saison und das Derby  gegen den VfL Osnabrück.

Die zweite Halbzeit bot allerdings ein völlig anderes Bild, was aber keineswegs an den beiden Mannschaften lag, sondern viel mehr an einer mächtigen Gewitterfront, die über das Preußenstadion zog. Im Sekundentakt zuckten zu Beginn der zweiten Halbzeit Blitze über den Himmel, starke Sturmböen fegten über das Stadion hinweg und kräftiger Regen fegte die Ostkurve binnen kürzester Zeit nahezu menschenleer. In der 47. Minuten schoss Rodrigo übrigens noch das 3:2, doch dieses Tor bekamen viele Zuschauer gar nicht mehr mit, da sie sich bereits irgendeinen geschützten Ort gesucht hatten.

Für einen skurrilen Augenblick sorgte dabei Vitali, der mit seinem Rollstuhl im strömenden Regen stand und dabei seinen Wechselgesang anstimmte, der trotz des Unwetters in beachtlicher Lautstärke durch das Stadion schallte. Schiedsrichter Thomsen blieb zwar zunächst standhaft und ließ die Mannschaften weiterspielen, doch nach einer gespielten Viertelstunde hatte auch er ein Einsehen und schickte die Spieler in die Kabine. Eine absolut nachvollziehbare und richtige Entscheidung. Kurz darauf verzog sich das Unwetter aber, sodass das Spiel nach 10 Minuten wieder angepfiffen wurde. In der 66. Minute schaffte es Avidai noch, das 4:2 für die Gäste zu erzielen, doch das Feuer war aus dieser rassigen Partie durch die Unterbrechung und den aufgeweichten Boden nun raus. Viele Chancen sprangen jetzt nicht mehr heraus, einzig Jesse Weißenfels hätte mit etwas Glück noch treffen können, doch der Ball knallte aus 16 Metern nur an die Latte.

Somit endete das Spiel mit einem 4:2 für die Spanier, was wohl mindestens ein Tor zu hoch war. Alles in Allem haben die etwa 4.000 Zuschauer aber trotzdem ein tolles Spiel gesehen, das Lust auf mehr macht und bereits bewiesen hat, was diese Mannschaft leisten kann.

Am Samstag steht noch der letzte Test in Gievenbeck gegen den Regionalligisten SG Wattenscheid an und eine Woche später startet dann endlich die Saison mit dem mit Spannung erwarteten Derby gegen Osnabrück. Außerdem zeigt sich langsam das System Steffen, welches deutlich offensiver und attraktiver ist, als der Fußball, den wir unter Ralf Loose sehen durften/mussten. Tickets sind noch ausreichend vorhanden, also deckt euch ein und unterstützt unsere Jungs in diesem wichtigen Spiel!


Daten zum Spiel

Preußen Münster: Drewes – Mangafic (81. Eickhoff), Mai, Schweers (72. Kittmer), Al-Hazaimeh (47. Tritz) – Jordanov (72. Bischoff), Rizzi (46. Braun), Kara (46. Stoll) – Weißenfels, Grimaldi (65. Warschewski), Tekerci
Valencia 1. Halbzeit: Ryan – Cancelo, Ruben Vezo, Alcacer, Parejo, Lato, Eugeni, Javi Fuego, Rodrigo, Nando, Orban
Valencia 2. Halbzeit:
Alves – Santos, Soler, Vidal, Mir, Perez, Ayala, Sivera, Gaya, Cartabia, Aridai

Tore: 0:1 Alcacer (9.), 0:2 Mangafic (16./ET), 1:2 Mangafic (30.), 2:2 Al-Hazaimeh (44.), 2:3 Rodrigo (47.), 2:4 Aridai (66.)

Zuschauer: 3.699


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