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Unter Druck gegen Duisburg

Vorschau - MSV Duisburg

Mit großen Ambitionen war der SC Preußen Münster in die Saison gestartet. Nach zwei bitteren 0:1 Niederlagen in Folge stehen die Adlerträger bereits am 3. Spieltag unter Zugzwang. Zu Gast ist dann der MSV Duisburg. Die Meidericher gelten als einer der Favoriten dieser Drittligaspielzeit und wollen in Münster ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Mit vier Punkten hat die Mannschaft von Ilja Gruev einen souveränen Start hingelegt. Doch wie so oft in dieser 3. Liga werden am dritten Spieltag die Karten wieder komplett neu gemischt.

Mangafic gesperrt, Grimaldi fraglich, Schwarz erhält Spielpraxis

Personell kann Preußen-Trainer Horst Steffen derweil immer noch nicht aus dem vollen schöpfen. Die Langzeitverletzten Philipp Hoffmann und Simon Scherder benötigen noch ihre Zeit. Danilo Wiebe dürfte mit Trainingsrückstand ebenfalls kein Kandidat für einen Einsatz sein. Möglicherweise könnte Jesse Weißenfels nach Auskurierung seines Faszienrisses in der müden Preußen-Offensive für Belebung sorgen. Es wäre in der 3. Liga sein Debüt für die Preußen.

2016/2017 - 03. Spieltag - Preußen Münster - MSV Duisburg

2016/2017 – 03. Spieltag – Preußen Münster – MSV Duisburg

Dazu sammelte Linksverteidiger Benny Schwarz bei der 2:1-Niederlage der SCP-U23 bei SuS Neuenkirchen Spielpraxis. Nachdem sich Jeron Al-Hazaimeh bei seinen beiden bisherigen Auftritten eher unglücklich präsentierte, könnte der routinierte Schwarz an seiner Stelle zumindest eine Zeit lang agieren. Auf der gegenüberliegenden Seite muss Steffen zudem umstellen. Als Rechtsverteidiger ist Denis Mangafic nach seiner unnötigen gelb-roten Karte aus der Partie bei Hansa Rostock zum Zuschauen verdammt. Stephane Tritz wird aller Voraussicht nach anstatt seiner auflaufen. In der Innenverteidigung führt erneut kein Weg an Lion Schweers und Sebastian Mai vorbei. Sollte Grimaldi ausfallen, dürfte Tobias Rühle von Rechtsaußen in die Mitte rotieren. Vorne links streiten sich Mehmet Kara und Sinan Tekerci um einen Platz in der Startelf. Und dann wäre ja da auch noch das zentrale Mittelfeld. Michele Rizzi dürfte dort gesetzt sein. Doch wer agiert neben ihm?

Bischoff trainiert wieder – Einsatz trotzdem unsicher

Tja. Was soll man dazu noch sagen? Wenn in der Vorbereitung nahezu alles glatt läuft, die Euphorie groß ist und der Verein ruhig zu sein scheint, dann macht man sich halt selber Probleme. So wurde Michele Rizzi zum Kapitän ernannt und der langjährige Adlerträger Amaury Bischoff musste die Binde abgeben. Bis hierhin kein Problem und auch nicht unbedingt ungewöhnlich. Das emotionale Theater hinterher kam von Seiten Bischoffs und ist unverständlich. Ebenso unverständlich ist hingegen die Entscheidung von Horst Steffen gewesen, Bischoff im Spiel gegen Osnabrück auf die Bank zu setzen. Dafür spielte Sandrino Braun. Der hatte weiß Gott keine hervorragende Vorbreitung gespielt, wurde durch kleine Verletzungen gebremst und agierte im letzten Test gegen Wattenscheid durchaus unsicher. Gegen Osnabrück hatte er ebenfalls viele Stockfehler drin, gegen Rostock zeigte er sich verbessert. Die Aussage, dass nach den Leistungen in der Vorbereitung aufgestellt wurde, klingt aus dieser Sicht jedoch eher fragwürdig. Das folgende Theater, dass Bischoff sich offenbar nicht in der Verfassung sah im folgenden Spiel in Rostock anzutreten, steht auf einem anderen Blatt. Wer sich als Großverdiener beim SC Preußen in so einer schwierigen Lage für die Mannschaft nicht aufopfert, der muss zumindest in seiner Teamfähigkeit angezweifelt werden. Am Sonntag gab es laut Westfälischen Nachrichten eine Unterredung mit Bischoff, Carsten Gockel und Horst Steffen, in der beschlossen wurde, dass sich alle dem Erfolg unterordnen. Vielleicht seh ich das als begeisterter Amateursportler zu schlicht, aber ist das nicht eigentlich der Normalfall?!?!?! Mensch Preußen Münster…einfach mal Klappe halten und auf dem Platz überzeugen. Solche Nebengeräusche nerven nur und müssen wirklich nicht zur Normalität im Sommer werden. Im Vorjahr sorgte Marcus Piossek für Unruhe, nun Amaury Bischoff. Nervig ist das alles. Vor allem wenn es sportlich miserarbel anläuft. Sportlich gesehen trainierte Bischoff am Sonntag wieder mit der Mannschaft. Laut den WN sind sowohl ein Einsatz gegen Duisburg, als auch ein Wechsel in dieser Sommertransferperiode nicht ausgeschlossen.

Doch zurück zum Sport…

Im Gegensatz zu den letzten Jahren ist Ivica Grlic, seines Zeichens Sportdirektor des MSV, nicht in einen absoluten Transferwahn verfallen. Im Gegenteil. Es galt die Mannschaft, die in der 2. Liga auf Platz 16 landete, punktuell zu ergänzen. Spieler wie Chanturia oder Obinna konnten nicht gehalten werden, da sich als Nicht-EU Ausländer mindestens drei Jahre in Deutschland hätten spielen müssen, um für den MSV in der 3. Liga die Fußballschuhe zu schnüren. Mit Thomas Meißner und James Holland verließen zwei Säule in der Defensive den MSV, auch Steffen Bohl bevorzugte einen 3-Jahresvertrag in Elversberg. Zudem verließ der langjährige Stammkeper Michael Ratajczak die Zebras. Der von Ex-Adlerträger Sercan Güvenisik beratene Rolf Feltscher ging nach Spanien zum FC Getafe und mit Dennis Grote zog es einen anderen Ex-Preußen nach Sachsen zum Chemnitzer FC. Spieler wie Tomané oder Kevin Scheidhauer spielten in der abgelaufenen Saison eine untergeordnete Rolle und fielen somit nicht schwer ins Gewicht. Auf der anderen Seite kamen mit Mark Flekken (Greuther Fürth) und Daniel Zeaiter (Mainz 05 II) zwei neue Torhüter, für die Außenbahn Tugrul Erat (Düsseldorf II), an dem auch der SCP zwischenzeitlich Interesse zeigte und Fabio Leutenecker (Stuttgarter Kickers). Innen soll der junge Thomas Blomeyer (Ingolstadt II) neben den erfahrenen Hajri und Bajic an die 3. Liga herangeführt werden. Dazu dürfte es als Coup bezeichnet werden, dass Grlic Tim Albutat fest verpflichten konnte. In der Zweitligasaison wusste der defensive Mittelfeldspieler mit starken Leistungen auf sich aufmerksam zu machen. Entgegen den Zweitligaangeboten entschied er sich jedoch für den MSV und auch die Freiburger legten ihm keine Steine in den Weg.

Wo ist der MSV für die Preußen zu knacken?

Offensiv sind die Zebras aus Duisburg hervorragend besetzt. Iljutcenko, Bröker, Janjic, Wiegel, Brandstetter, Schnellhardt; die Liste der starken Angreifer des MSV endet kaum. Defensiv hingegen ist Nico Klotz kein gelernter Rechtsverteidiger, Bajic (36) und Hajri (33) bringen zusammen muntere 69 Lebensjahre mit ins Preußenstadion und auf links ist Kevin Wolze zwar ein bockstarker Linksverteidiger, oftmals jedoch zu angriffslustig. Zudem ist die Doppelsechs mit Albutat und Schnellhardt ebenfalls sehr offensive ausgerichtet. Nur in der Defensive haben auch die Adlerträger ihre Schwächen. Es bleibt abzuwarten, aber es könnte durchaus sein, dass wir am Mittwoch ein torreiches Spiel unter Flutlicht sehen. Dann hoffentlich mit dem besseren Ausgang für unseren SCP. Des weiteren muss man darauf hoffen, dass, wie besprochen, alle sich dem Erfolg unterordnen und keine Ego-Shows gefahren werden. Nur so und nicht anders kann dieser verkorkste Saisonstart ausgebügelt werden. Denn egal ob Vorstand, Kapitän, Ex-Kapitän, oder Fan gilt letzten Endes ja nur eins:

NUR DER SCP!


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Daten und Fakten - Preußen Münster - Aufsteiger 3. Liga

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