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Die Rückkehr von Rühle und Rizzi

Vorschau - Sonnenhof Großaspach

Englische Woche in der 3. Liga –  das bedeutet, dass es am Samstag direkt weitergeht für die Mannen von Horst Steffen. Diesmal verschlägt es den Adlertross ins Schwabenland. In der Mechatronic-Arena empfängt die SG Sonnenhof Großaspach den SC Preußen Münster. Für einige Akteure kommt es dabei zu einer Rückkehr in die alte Heimat.

Großer Aderlass bei der SG

Die SG Sonnenhof Großaspach gehörte in der vergangenen Saison neben den Würzburger Kickers zweifelsfrei zu den Überraschungsmannschaften der 3. Liga. Zwischenzeitlich spielte die Mannschaft des damaligen Trainers Rüdiger Rehm (mittlerweile Trainer irgendwo im ostwestfälischen Raum) mutigen Angriffsfußball und wurde am Ende mit Platz sieben belohnt. Viele hatten die SG vor der Saison als Abstiegskandidaten gesehen, insofern war dies schon ein enormer Erfolg. Doch hatte der Erfolg nicht nur positive Seiten. Zum Ende der abgelaufenen Spielzeit verließen sämtliche Leistungsträger das beschauliche Großaspach und wechselten zu vermeintlich ambitionierteren Vereinen. Neben Michele Rizzi und Tobias Rühle, die sich beide für einen Wechsel zum SC Preußen entschieden, verließen auch Maximilian Dittgen (1. FC Kaiserslautern), Christopher Gäng (Waldhof Mannheim), Tobias Schröck (Würzburger Kickers) und Bashkim Renneke (VfL Osnabrück) den Verein. Bei den Neuverpflichtungen blieb der Verein seiner Linie treu und verpflichtete überwiegend Talente aus der Region, beispielsweise aus den Jugendmannschaften der TSG Hoffenheim oder dem 1. FC Heidenheim. Mit Marlon Krause (defensives Mittelfeld) und Torhüter David Yelldell erhielt man zudem zwei neue Spieler, die mit reichlich Erfahrung ins Schwabenland kamen. Zusammen mit der Innenverteidigung um Julian Leist und Kai Gehring, Abräumer Daniel Hägele, Rechtsaußen Timo Röttger und Stürmer Pascal Breier sollen sie das Gerüst bilden und der SG zum Klassenerhalt verhelfen. Die Mission startete bisher jedoch holprig…

Zweimal torlos, einmal Torflut

Zum Start konnte man dem Aufstiegsfavoriten aus Chemnitz ein 0:0 abtrotzen. Ein durchaus respektables Ergebnis in Anbetracht des großen Umbruchs. Ebenso torlos endete die Partie bei Hansa Rostock am vergangenen Mittwoch. Zwischendurch gab es im Heimspiel gegen den Aufsteiger Jahn Regensburg eine regelrechte Torflut. Am Ende musste sich die Mannschaft des neuen Trainers Oliver Zapel trotz zweimaliger Führung mit 3:4 geschlagen geben. Mit zwei Punkten auf dem Konto stehen die Schwaben derzeit auf dem 16. Tabellenplatz, ergo drei Plätze vor den Preußen. Diese werden am Samstag jedoch alles dafür tun, dass sich diese Konstellation schnellstmöglich ändert.

Personallage entspannt sich, Mangafic kehrt für Warschewski zurück

Wenig Pause zum Verschnaufen erhielten die Adlerträger, denn eine frühzeitige Anreise nach Baden-Württemberg soll dafür sorgen, dass die Spieler am Samstag fit und ausgeruht das vierte Pflichtspiel der laufenden Saison absolvieren. Dort wird dann auch Denis Mangafic wieder im Kader stehen. Nach seiner gelb-roten Karte aus der Partie gegen Hansa Rostock ersetzt er im 18er Kader YOUNGSTAR Tobias Warschewski. Nach einer durchaus ansehnlichen Partie von Stephane Tritz gegen Duisburg bleibt jedoch zu bezweifeln, ob “Manga” auch wieder in die Startelf zurückkehrt. In die Karten bezüglich der Aufstellung lässt sich Horst Steffen jedoch eh nie schauen, daher bleibt es reine Spekulation, in welcher Besetzung die Preußen versuchen, den ersten Saisonsieg zu holen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass in den vorderen Bereichen wenig Umstellungen vorzufinden sein werden und Michele Rizzi neben Amaury Bischoff und Sandrino Braun versuchen wird, das Spiel der Adlerträger aus der Zentrale heraus zu steuern. Vorne sorgte Jesse Weißenfels gegen den MSV Duisburg für Belebung, ob er für einen Startelfeinsatz bereit ist, werden wir wohl erst kurz vor Anpfiff erfahren.

Rückblick – Nur ein Punkt in der vergangenen Saison

In der abgelaufenen Spielzeit brachte es der SC Preußen auf lediglich einen Punkt gegen den kommenden Kontrahenten. Abdenour Amachaibou war es, der etwas glücklich zum Auftakt der Saison 2015/2016 das Unentschieden im Preußenstadion besiegelte. Zuvor hatte Maximilian Dittgen die Führung für die Aspacher erzielt. Noch bitterer sollte es im Rückspiel kommen. Mit 3:1 musste sich die Mannschaft des damaligen Trainer Ralf Loose geschlagen geben. Ein Traumtor erzielte dabei der jetzige Preußen-Kapitän Michele Rizzi, der den Ball aus 20 Meter unhaltbar in den Winkel des von Niklas Lomb gehüteten Tores nagelte.

Den Preußen-Treffer erzielte damals im Übrigen Cihan Özkara. Selbiger steht noch immer beim SCP unter Vertrag, spielt jedoch keine Rolle mehr. Angeblich soll der Oberligist SC Roland Beckum Interesse an einer Verpflichtung haben, jedoch spekuliert Özkara noch auf höherklassige Angebote. Bereits vor Wochen war ein Wechsel zu Rot-Weiß Oberhausen im Gespräch. Dort kickt sein jüngerer Bruder Sinan. Nachdem die Oberhausener, die ersten drei Saisonspiele torlos verloren, könnte durchaus noch Bedarf im Angriff vorhanden sein. Abhängig von dieser Personalie ist auch die Verpflichtung von Ole Kittner. Der Münsteraner steht weiter in der Warteschleife und muss schauen, wann es dem SCP gelingt, noch Geld im Etat für einen Vertrag freizuschaufeln.

Doch auch ohne Kittner wird der SC Preußen morgen versuchen, die drei eminent wichtigen Punkte aus Aspach zu entführen. Denn nach einer englischen Woche mit vier Punkten wären die Wogen nach dem mageren Start zumindest ein wenig geglättet.

NUR DER SCP!


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