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“Preußen Münster ist für die Stadt ein größeres Aushängeschild als der Prinzipalmarkt”

Fanstammtisch - November 2016 - SC Preußen Münster

Am gestrigen Montag war es so weit. Der zweite Fanstammtisch des Jahres fand statt und gut 400 wackere Preußenfans kamen dem Ruf nach, denn es ging zum Großteil über das leidliche Thema Stadion. Aber auch wie die neue Vereinsführung sich gab, wurde mit Spannung erwartet, so dass die Facebookseite des SC Preußen Münsters sogar einen Livestream anbot. Dieser war zwar in eher schlechter Qualität gehalten und die Fragen aus der Zuschauerriege waren zum Teil mehr als unverständlich, erfreute sich dennoch über großer Beliebtheit. An dieser Stelle im Namen aller, die nicht persönlich vor Ort sein konnten: Chapeau liebe Vereinsführung. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Service auch weiterhin Beachtung finden wird. Der Fanstammtisch lässt sich grob in zwei Abschnitte einteilen: Stadion und Ausgliederung. Also genau die beiden Themen, die die SCP-Anhängerschaft wohl am meisten interessieren wird.

Die leidliche Frage nach dem Stadion

Das wohl interessanteste Thema für viele Preußenfans zur Zeit, nahm auch gleich die meiste Zeit in Anspruch. Zur Einführung in das Thema Stadion, gab es auch direkt 3 Fässer Freibier, leider Warsteiner. Dennoch lockerte das direkt etwas die Stimmung und war eine nette Geste für die durstigen Kehlen im warmen Saal. Anschließend erfolgte die obligatorische Vorstellungsrunde, einzig Präsident Strässer fehlte aufgrund eines Termines in Warendorf, er stieß aber später am Abend noch hinzu. Als erstes ergriff Fabian Roberg das Mikrofon. Er stellte noch einmal heraus, dass wir unsere Ziele nur durch Zusammenhalt erreichen können und stellte klar, dass er keine unrealistischen Luftschlösser bauen würde sondern Tacheles rede. Zum Thema Stadion wurde dann das Mikrofon an Walther Seinsch übergeben. Ihm schwebt ein Stadion mit einer Kapazität von 40.000 Zuschauern vor. Danach folgen einige Vergleiche mit anderen Vereinen. Ob diese so genau zutreffen, na ja, ich weiß nicht. Aber immerhin führte das mal vor Augen, was in Münster möglich wäre bzw. gewesen wäre, wenn die Stadtoberen nicht jahrzehntelang geschlafen hätten im Bezug auf den SCP. Auch für die Frage der Finanzierung gab es einen Plan. Die Profiabteilung der Preußen solle ausgegliedert werden, damit sich Investoren trauen, Geld in den SC Preußen zu investieren, welches dann in den Neubau des Stadions fließen kann. Wohlgemerkt solle das ungeachtet eines möglichen Abstieges geschehen. Es wurde also ganz klar und deutlich gemacht, dass der SCP nur mit einem kompletten Neubau des Stadions konkurrenzfähig bleibe. Dennoch bliebe der bereits beschlossene Sanierungsplan für das Stadion an der Hammer Straße in Kraft, da es sich um eine städtische Immobilie handelt und die Stadt aus diesem Grund das Stadion nicht einfach verrotten lassen könne.

Dann platzte die Bombe. Wobei, eigentlich bestätigte das nur, was eigentlich bereits allen hätte klar sein können: Die Nieberdingstraße ist kein realistisches Areal für ein Stadionneubau, zumindest nicht bis mindestens 2027. Dabei sind noch nicht mal die Eigentumsfragen geklärt, da die Stadt entgegen ihrer Zusage Grundstücke zu kaufen, die nicht in ihrem Besitz sind, in den letzten Jahren einfach nicht nachgekommen ist. Kopfschütteln und Gelächter, ob der Unfähigkeit unserer Lokalpolitiker, waren die Folge. Dennoch suche man nach einem Standort in Münster, was aber durch den Wegfall der Nieberdingstraße eher unwahrscheinlicher wird. Vermutlich wird man sich zumindest parallel nach einem Standort in den umliegenden Kreisen und Städten umschauen. Damit hätten wir dann ein Münsterlandstadion, vielleicht folgt auch noch die Umbenennung in SC Preußen Münsterland. Hoffen wir, dass es so weit nicht kommt. Abschließend nochmals der Appell, das Stadion voll zu machen. Man müsse den Lokalpolitikern zeigen, dass der SCP ein Aushängeschild der Stadt ist und nicht mehr stiefmütterlich behandelt werden kann. Das hat der Verein und das haben die Fans einfach nicht verdient. Wie man das medienwirksam zeigen könne? Indem das Stadion voll gemacht wird und nach einem Sieg, ähnlich wie bei der WM oder EM, der Ludgerikreisel blockieren. Auch wenn diese Aussage von Fabian Roberg nicht ganz ernst gemeint war, steckt dennoch ein Fünkchen Wahrheit in der Aussage.

Natürlich kehrt diese Frage jedes Jahr aufs Neue zurück, doch mit dieser Vereinsführung habe ich das Gefühl, dass sich endlich mal etwas bewegt. Know how und Visionen treffen hier aufeinander und sofern man für ein neues Stadion ist, sollte man als Fan versuchen, diesem Vorstand so weit es geht unter die Arme zu greifen.

Die Ausgliederung

2016/2017 - 15. Spieltag - Preußen Münster - Rot-Weiß Erfurt

2016/2017 – 15. Spieltag – Preußen Münster – Rot-Weiß Erfurt

Wie bereits angesprochen, steht und fällt der gesamte Stadionplan mit der Ausgliederung der Profiabteilung. Hieran reiben sich viele, gerade eher traditionell eingestellte Fans. Aber die Vereinsführung versuchte auch diese Partei zu beruhigen. Es werde genauestens darauf geachtet, dass es für Fans und Mitglieder weiterhin die selben Rechte geben wird. Jetzt jedenfalls werden ohnehin erst genauestens die rechtlichen Schritte und Grundlagen geprüft. Einen Zeitplan konnte keiner der Anwesenden dafür nennen. Lediglich, dass es einen weiteren Fanstammtisch geben soll, der sich ausschließlich mit diesem Thema befasst, sobald es so weit ist, Nägel mit Köpfen zu machen. Daraufhin gab es nochmal eine Frage vom Fanprojekt-Vorsitzenden Sicking, ob es nicht stattdessen möglich sei, eine Stadiongesellschaft zu gründen, anstatt die Profiabteilung auszugliedern. Roberg antwortete darauf, dass man der Vereinsführung Zeit lassen solle, alles genauestens unter die Lupe zu nehmen, man müsse schließlich noch vieles bei diesem Thema lernen und verstehen, da keiner der Beteiligten Erfahrungen mit solch einer Prozedur hätte. Abschließend wurde nochmals herausgestellt, dass man ein bundesligataugliches Stadion in Münster wolle und dafür auch alles tun werde um dies auch zu realisieren.

Nach etwas mehr als zwei Stunden wurde der Fanstammtisch dann beendet. Letztendlich hat man nicht so viel Neues erfahren, dennoch war der Abend für die Vereinsführung ein Erfolg und man konnte ordentlich Sympathiepunkte bei den Preußenfans sammeln. Auch viele Preußenfans waren zufrieden mit dem Auftreten des neuen Vorstandes. Man traut ihnen eine Menge zu und man hat wirklich das Gefühl: Es tut sich was.

Also alle am Freitag ins Stadion und der Politik zeigen, dass man mehr ist, als das ungeliebte und unbequeme Anhängsel der Stadt!

SCP Allez!


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