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Mit dem Derby(-sieg?) ins neue Jahr!

Vorschau - VFL Osnabrück

Am Samstag geht es endlich wieder los. Das Fußballjahr 2017 startet so wie die Spielzeit 2016/2017 begonnen hat – mit einem Derby! Nach der bitteren und unnötigen Hinspielpleite, möchten die Adlerträger nun alles dafür tun, um diese Niederlage vergessen zu machen. Einfach wird es nicht, soviel steht fest. Denn während die Lila-Weißen sich munter im Aufstiegsrennen tummeln, kämpft der SCP gegen den Abstieg. Doch das Derby hat, wie der Pokal, nun einmal seine eigenen Gesetze. Auch unter schwierigen Umständen muss alles für einen Erfolg in Niedersachsen getan werden!

Die Vorbereitung

Der VfL Osnabrück bestritt in der Vorbereitung ein Testspiel mehr als die Preußen. Aus fünf Spielen holten die Niedersachsen drei Siege, ein Unentschieden, patzten zuletzt jedoch bei der Generalprobe gegen Arminia Bielefeld (0:2). Die Preußen hingegen mussten zum Auftakt eine ärgerliche Niederlage gegen den SV Darmstadt hinnehmen, das 1:5 gegen den SV Sandhausen wurde schnell abgehakt und so gab es gegen die beiden größten Bochumer Vereine, die SG Wattenscheid und den VfL Bochum, zwei Siege zum Abschluss der Vorbereitung. Beim SCP wurde alles getan, um die schwache Hinrunde vergessen zu machen. Ein siebentägiges Trainingslager in Spanien wurde arrangiert, da die Witterungsbedingungen dort zu dieser Jahreszeit erheblich besser sind und ein professionelles Training die Mannschaft weiter nach vorne bringt. Der VfL Osnabrück wollte nur ein Kurztrainingslager in Ankum beziehen, verzichtete jedoch aufgrund der eben erwähnten Witterungsbedingungen darauf und blieb insofern daheim.

Personal

Ebenfalls war der SC Preußen in dieser Kategorie aktiver als der ungeliebte Nachbar. Der VfL reagierte auf die Verletzung des Kapitäns und Hinspieltorschützen Halil Savran und verpflichtete mit Kemal Rüzgar ein Talent aus der Nachwuschsabteilung von Fortuna Düsseldorf auf Leihbasis. Dort war Rüzgar zuletzt in 13 Partien siebenmal als Torschütze in Erscheinung getreten. Dennoch dürfte die Verletzung von Savran, der aufgrund eines Knorpelschadens bis Saisonende ausfällt, und auch die von Abräumer Christian Groß, eine erhebliche Schwächung für die Mannschaft von Trainer Joe Enochs darstellen. Dieser muss zudem auf Robert Kristo (Knieprobleme) und Jules Reimerink (5. gelbe Karte) verzichten.

Bei den Preußen gab es dagegen eine höhere Kaderfluktuation. Jesse Weißenfels verabschiedete sich bereits frühzeitig vor Weihnachten vom SCP, ihm folgten Amaury Bischoff, der nach viereinhalb Jahren bei den Preußen in Rostock seine Zelte neu aufschlägt, so wie aller Wahrscheinlichkeit nach Edisson Jordanov, der derzeit bei einem luxemburgischen Erstligisten mit trainiert und einen Auflösungsvertrag vorliegen hat. Auf der anderen Seite durfte Preußencoach Benno Möhlmann auch Neuzugänge begrüßen. Der bis dato vereinslose Christian Müller soll das Mittelfeld der Preußen beleben. Stürmer Mirkan Aydin kam aus der schwedischen zweiten Ligen und möchte nun nahe seiner Heimat Hattingen wieder in Deutschland Fuß fassen und den SCP zum Klassenerhalt schießen. Martin Kobylanski, der bereits mehrere Wochen im Probetraining bei den Preußen war, soll heute oder morgen nun endgültig noch einen Vertrag unterschreiben. Der Offensivallrounder gilt als Wunschspieler von Möhlmann und kann variabel auf sämtlichen Offensivpositionen eingesetzt werden. Er wird aller Voraussicht nach zunächst von Lechia Gdansk ausgeliehen. Wunschspieler des Preußentrainers war auch Manuel Konrad, unter Möhlmann beim FSV Frankfurt  lange Jahre Kapitän, von Dynamo Dresden. Doch aufgrund finanzieller Einschränkungen konnte der Transfer nicht finalisiert werden. Erst nachdem Bischoff den Verein verließ, war das Geld frei, bis dahin hatte es sich die SGD jedoch anders überlegt. Ein Plan B ist laut Medienberichten vorhanden, allerdings nicht vor dem Derby zu finalisieren.

Dadurch ergibt sich nun ein Problem auf der Sechserposition. Denn Sandrino Braun verletzte sich am Dienstag im Training und muss mit einer Bänderverletzung ca. vier Wochen aussetzen. Benny Schwarz absolvierte lediglich eine dosierte Vorbereitung, wird aber wohl im Derby auf die Zähne beißen. Daneben dürfte Danilo Wiebe den Vorzug erhalten. Fakt ist jedoch, dass eine weitere Alternative hochgradig notwendig ist.

Die Aufstellungen

Beim Gastgeber aus Osnabrück wird Marius Gersbeck das Tor hüten, davor dürfte Sangaré bis zu einer möglichen Verpflichtung von Konstantin Engel die erste Wahl auf der rechten Verteidigerposition sein. Pisot-Ersatz Appiah dürfte neben den beiden langjährigen Osnabrückern Willers und Dercho verteidigen. Mit Groß fällt einer der besten Sechser der Liga aus, Syhre und Schulz dürften versuchen sein Fehlen zu kompensieren. Auf den Außen versuchen die beiden “Kampfschweine” Heider und Hohnstedt, die beiden Spitzen in Form von Wriedt und Rüzgar mit Vorlagen zu füttern.

Bei den Preußen stellt sich die Defensive quasi von alleine auf. Obwohl Patrick Drewes eine fehlerfreie Vorbereitung absolvierte dürfte Max Schulze Niehues weiterhin erste Wahl bleiben. Davor ist Sebastian Mai pünktlich zum Derby wieder fit. Neben ihm wird Ole Kittner die Preußen als Kapitän aufs Feld führen, da es bei Adriano Grimaldi wohl noch nicht für 90 Minuten reichen dürfte. Wiebe und Schwarz stehen ebenfalls mangels Alternativen als Abräumer fest, flankiert von Tekerci und Rühle. Als hängende Spitze wurde in der Vorbereitung Tobias Warschewski getestet, er könnte hinter Mirkan Aydin agieren. Ob Martin Kobylanski bis Samstag unterschrieben hat und mit nach Osnabrück fährt ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unsicher. Michele Rizzi verpasst im Trainingslager weite Teile aufgrund einer hartnäckigen Erkältung und könnte zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Neben Braun fehlen weiterhin Philipp Hoffmann und Simon Scherder.

Tabellenkonstellation

Der VfL Osnabrück spielte eine weitestgehend positive Hinrunde und ist auf Platz drei in die Winterpause gegangen. Lediglich ein Punkt trennt die Niedersachsen von einem direkten Aufstiegsplatz. Für die Preußen gilt es jedoch die maue Hinrunde schnellstmöglich zu revidieren und entsprechend die Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Umgekehrt trennt nämlich auch nur ein Punkt selbige von einem Abstiegsplatz. Ein weiteres Indiz dafür, wie eng die 3. Liga in jedem Jahr aufs Neue ist. Es heißt also schnellstmöglich anfangen die notwendigen Punkte zu sammeln. Und was wäre ein schönerer Start, als beim Derby damit anzufangen?!

Auf den Rängen

24. Spieltag - Vorschau - SC Preußen Münster - VfL Osnabrück

SC Preußen Münster – VfL Osnabrück

Es scheint als wären Zuschauer nicht wirklich willkommen in Osnabrück. Anders sind die Maßnahmen rund um das Derby kaum zu erklären. Auf verschiedenen Bahnstrecken wurde ein Alkoholverbot ausgesprochen. Ein Alkoholverbot in drei Bundesländern (NRW, Niedersachen, Bremen) dürfte deutschlandweit einmalig sein. Dazu wird es nicht, wie üblich und immer gerne gemacht, einen Derbymarsch vom Osnabrücker Hauptbahnhof zum Stadion geben sondern es werden Shuttlebusse eingesetzt. Ob davon genug vorhanden sein werden dürfte zumindest fraglich sein. Nichtsdestotrotz werden sich insgesamt über 11.000 Fans am Samstag aufmachen und versuchen ihre Mannschaft zum Derbysieg zu schreiben. Es gelingt aber hoffentlich nur denen in Unterzahl, die dann natürlich trotzdem lauter sind. ;) Für die Anreise mit dem Auto empfiehlt die Polizei die Oststraße, die benachbarte Garthalle ist nicht verfügbar.

Und sonst so?

Viel geschrieben, viel gelabert. Entscheidend ist Samstag aber aufm Platz. Dort müssen am Samstag um 14 Uhr elf Preußen auf dem Rasen stehen, die unbedingten Siegeswillen versprühen und sich für den Derbysieg zerreißen. Das Hinspiel war das Vorgeplänkel, dort hatte man in keiner Minute das Gefühl, die Mannschaft würde alles raushauen. In Dortmund heißt es: “Derbysieg ist wie die Meisterschaft!”. Komplett konform kann man mit dieser Aussage in dieser Situation (und nach all den Jahren) natürlich nicht gehen, aber es kann zumindest einen positiven Schub für die Rückrunde bedeuten. Dieser Schub wäre für die geschundenen Preußenseele nach der Hinrunde ein wenig Balsam. Insofern heißt es am Samstag dann auch wieder:

NUR DER SCP!

Und auch wenn der Beitrag bis hierhin durch Sachlichkeit glänzte, vor einem Derby in Niedersachsen natürlich auch:

VIOLA MERDA!


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