Wiedergutmachung angesagt – Bischoff im Fokus

Vorschau - FC Hansa Rostock

Obwohl in Reihen des kommenden Gegners Hansa Rostock einige Ex-Adlerträger stehen, dürfte klar sein, wer am Sonntag um 14 Uhr im Mittelpunkt steht: Nicht Tommy Grupe, nicht Soufian Benyamina (Vielleicht nur für einen Ex-Trainer, der derzeit wohl in Liechtenstein residiert)  sondern es handelt sich um Amaury Bischoff. Kaum ein Spieler polarisierte in Reihen des SCP so sehr wie der Portugiese mit französischen Wurzeln. Im Januar zog es den Spielmacher nun in den Norden zur Hansa Rostock. Zum Wiedersehen kommt es bereits knapp zwei Wochen, nachdem er seinen Spind im Preußenstadion geräumt hat.

Personelle Lage

2016/2017 - 21. Spieltag - Preußen Münster - FC Hansa Rostock

2016/2017 – 21. Spieltag – Preußen Münster – FC Hansa Rostock

Doch es stehen ja immer noch 21 weitere Spieler auf dem Platz. Bei Hansa Rostock fallen immer noch die Langzeitverletzten Timo Gebhart und Ronny Garbuschewski aus. Darüber hinaus zog sich Hansa-Goalgetter Marcel Ziemer eine tiefe Risswunde am Fuß zu und wird am Sonntag nicht spielen können. Des weiteren suspendierte Trainer Christian Brand Kerem Bülbül aus disziplinarischen Gründen. Dennoch wird Hansa am Samstag eine spielstarke Truppe auf dem Rasen haben, denn Bischoff war nicht die einzige hochkarätige Verpflichtung der Nordlichter. So konnte man sich bereits frühzeitig die Dienste von Christopher Quiring sichern, der nach 15 Jahren bei Union Berlin nun an der Ostsee eine neue Herausforderung sucht. Zudem unterschrieb mit Joshua Nadeau ein französisches Innenverteidigertalent bei Hansa, doch auch wenn er beim 0:0 gegen Jahn Regensburg bereits erste Drittligaluft schnuppern durfte, so wird Christian Brand am Sonntag aller Wahrscheinlichkeit nach eher auf die bewährten Henn und Hoffmann setzen.

Beim SC Preußen wird Ole Kittner nach seiner fünften gelben Karte gesperrt fehlen. Dabei verzichtet Trainer Benno Möhlmann auf etwaige Experimente wie z.B. Sandrino Braun in der Innenverteidigung gegen Regensburg, sondern Lion Schweers gibt sein Debüt unter dem mittlerweile gar nicht mehr so neuen Trainer der Preußen. Darüber hinaus können die Adlerträger nun endgültig auf Martin Kobylanski bauen, der unter der Woche von Lechia Gdansk ausgeliehen wurde. Auch Benny Schwarz könnte eine Option für den Startelf werden und gemeinsam mit Danilo Wiebe die Doppelsechs bilden. Alternativ könnte Schwarz Wiebe auch lediglich ersetzen. Alles was darüber hinaus geht bleibt offen. Adriano Grimaldi kehrte am vergangenen Spieltag erstmals nach vier Monaten wieder auf den Platz zurück, für einen Startelfeinsatz dürfte es dennoch zu früh sein. In der Offensive bieten sich bei den Adlerträgern dermaßen viele Optionen, dass über eine mögliche Aufstellung nur gemutmaßt werden kann. Eines sollte jedoch sicher sein: Die Mannschaft muss für Wiedergutmachung sorgen. Wer dafür am besten geeignet ist, entscheidet der Trainer wohl auch erst kurzfristig.

Der Start ins neue Jahr

Verlief bei den einen holprig, bei den anderen katastrophal. Leider war es der SC Preußen, der zum Auftakt eine herbe 0:3 Klatsche im Derby in Niedersachsen hinnehmen musste. Darüber an dieser Stelle keine weiteren Ausführungen, es wurde genug darüber diskutiert und letzten Endes hilft es nur in die Zukunft zu blicken. Dabei wären Punkte gegen Rostock hilfreich, am besten gleich dreifach.

Jenes Rostock hatte sich als Ziel gesetzt, noch einmal auf Tuchfühlung mit den Aufstiegsrängen zu gehen. Die hochkarätigen Neuzugänge sorgten für eine gewissen Aufbruchsstimmung in Reihen der Rostocker. Investor Elgeti hatte seine Brieftasche geöffnet und Christian Brand konnte seine Mannschaft in sämtlichen Mannschaftsteilen noch einmal verstärken. Doch der Auftakt ins neue Jahr lief auch bei Hansa Rostock nicht reibungslos. Ein müdes 0:0 gegen Jahn Regensburg sprang am letzten Spieltag dabei raus. Dabei konnte sich die Kogge noch bei Torhüter Marcel Schuhen bedanken, dass der Jahn seine guten Einschussmöglichkeiten nicht nutzte.

Was Benno Möhlmann erwartet

Klare Vorstellungen hat der Preußentrainer vor dem 21. Spieltag vor Augen. Seine Schützlinge bräuchten insbesondere in der Offensive mehr individuellen Mut. Dabei geht es dem erfahrenen Fußballlehrer insbesondere darum, in der Offensive sich in guten Phasen kaltschnäuziger zu zeigen und durch agieren, statt reagieren, gute Aktionen auch mal in Tore umzumünzen. Zudem bedeutet ein größerer Aktionsradius in der Offensive gleichzeitig auch Entlastung für die Defensive, die trotz der individuellen Fehler der letzten Wochen durch Möhlmann auf der Pressekonferenz verteidigt wurde. Es sei unpädagogisch, so der 62-jährige, jemanden wie Sebastian Mai nach einer schwachen Leistung wie in der vergangenen Woche direkt von Feld zu nehmen. Es wird sich zeigen, welche Teile Möhlmanns Schützlinge morgen umsetzen, es bleibt jedoch zu hoffen, dass es für drei eminent wichtige Punkt im Abstiegskampf reicht. Denn durch das 3:0 der Sportfreunde aus Lotte beim direkten Konkurrenten SV Wehen Wiesbaden ist der SCP passiv schon einmal von den Abstiegsrängen geklettert. Aktiv könnte man morgen den Abstand zu selbigen verringern. Damit dies gelingt braucht es jedoch nicht nur elf Adlerträger auf dem Rasen, sondern auch mehrere tausend hochmotivierte Preußenfans, die ihre Mannschaft nach vorne und hoffentlich zum Sieg peitschen.

In diesem Sinne:

NUR DER SCP!


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