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Preußen erkämpfen Punkt in Unterzahl

2016/2017 - Spielbericht - SC Preußen Münster - Hallescher FC - 1:1
Max Schulze Niehues
Foto: Muensteralbum.de

Vor dem Spiel gegen Halle herrschte viel Pessimismus in Reihen der Preußen-Fans. Die Niederlage gegen Mainz und das Pokalaus gegen Rödinghausen waren große Dämpfer nach guten Leistungen gegen Rostock, Duisburg oder Großaspach. Doch jetzt zählt jeder Punkt und 6.110 Zuschauer hofften auf eine Leistungssteigerung und einen Dreier an der Hammer Straße. Es war ein echter Kampf auf dem Grün.

Warschewski in der Startelf

Im Vergleich zu Mainz, stellte Trainer Benno Möhlmann auf einer Position um. Nachwuchstalent Tobias Warschewski, der nun für 4 Tage bei der U19-Nationalmannschaft schnuppern darf, erhielt den Vorzug vor dem zuletzten schwach auftretenden Martin Kobylanski. Im 4-4-2-System sollte er gemeinsam mit SCP-Kapitän Adriano Grimaldi für Unruhe in den Abwehrreihen der Hallenser sorgen.

Preußen kam schwer in diese Partie. Halle hatte in den ersten 15 Minuten Oberwasser und kam fast ausschließlich über die linke Abwehrseite bei Jeron Al-Hazaimeh durch. Auf den gegenüberliegenden Seite hielt Tritz seinen Bereich weitestgehend sauber. Der Hallesche FC konnte aus seinen Möglichkeiten allerdings nichts zählbares verwerten. Entweder kullerten die Bälle Max Schulze Niehues entgegen oder verfehlten das Tor klar. Besser wurde es dann ab der 20 Spielminute. Ein Freistoß von Michele Rizzi aus halblinker Postion konnte von Mirkan Aydin perfekt auf Tobias Warschewski verlängert werden, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Doch FIFA-Schiedsrichter Tobias Stieler gab den Treffer aufgrund einer Abseitsposition nicht. Leider eine Fehlentscheidung, da Kleineheismann die Abseitsstellung aufgehoben hatte. Preußen ließ sich nicht entmutigen und spielte nun besser nach vorne. Ein Schuss von Schwarz in der 25. Spielminute war für HFC-Keeper Bredlow aber keine Herausforderung. Auf der Gegenseite hatte Pintol in der 29. Minute durch einen Distanzschuss die Möglichkeit, den HFC in Führung zu bringen, doch auch dieser Ball landete neben dem Tor.

In der 37. Minute dann der Schock im Preußen-Rund. Nach einer Ecke der Adlerträger eröffnete der HFC einen schnellen Konter. Sascha Pfeffer ließ Rizzi stehen und wurde dann hart von Benjamin Schwarz an der Mittellinie gefällt. Tobias Stieler fackelte nicht lange und schickte Schwarz mit glatt rot in die Kabine. Eine harte aber auch vertretbare Entscheidung. Preußen-Coach Möhlmann reagierte sofort und holte Warschewski vom Platz. Danilo Wiebe kam ins Spiel und nahm die Position von Benjamin Schwarz im defensiven Mittelfeld ein.

Kurz vor der Pause dann noch einmal durchatmen. Max Schulze Niehues entschärfte einen Freistoß von Martin Röser durch eine Glanzparade. Es sollte die letzte Möglichkeit für diese ersten 45 Minuten bleiben.

Führung hält nur kurz

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit waren beide Teams passiver und gingen wenig Risiko ein. Die Preußen drehten dann etwas mehr auf: Grimaldi bedient Rühle an der Strafraumgrenze, dessen Ball allerdings das Tor verfehlte (56.). Kurze Zeit war es Rühle selbst, der einen Angriff mit einem Sprint über 30 Meter einleitete und Danilo Wiebe bediente. Wiebe ließ Barnofsky aussteigen, verlud Bredlow und vollendete zum 1:0 für die dezimierten Adlerträger (58.). Das Stadion ließ den Druck durch einen gewaltigen Torjubel heraus. Jeder Münsteraner war erleichtert. Doch leider hielt die Führung nicht lange.

Im Gegenzug kam Halle plötzlich sehr engagiert und zielstrebig nach vorne. Ein schlecht geklärter Ball von Aydin, verwertete Röser per Direktabnahme ins lange Eck – keine Chance für Schulze Niehues (60.). Sehr ärgerlich, denn diese Führung hätte wohl noch ein paar Kräfte mobilisieren können, wenn sie denn länger angehalten hätte. Zwei Zeigerumdrehungen später hätte das Stadion wohl noch lauter gejubelt: Nach einem Rizzi-Freistoß, drehte sich der Ball leider im letzten Moment vom Tor weg – Bredlow hätte das Nachsehen gehabt und zeigte kaum eine Reaktion (62.).

Danach verflachte die Partie. Die Kräfte bei den Preußen ließen durch die Unterzahl merklich nach und die Adlerträger konnten nicht mehr jedem Ball intensiv nachgehen. Doch auch von Halle kam in der Schlussphase trotz Überzahl erstaunlich wenig. Adriano Grimaldi hatte dann in der 92. Spielminute die letzte Chance des Spiels konnte aber keinen Druck hinter den Ball bekommen, sodass Bredlow keine Mühe hatte, diese Kirsche zu pflücken.

Die Stimmen der Trainer

Ich stimme meinem Kollegen zu. Hätte man mir vor dem Spiel gesagt, dass wir 1:1 spielen, hätte ich das unterschrieben. Nachdem ich nun weiß, dass das Abseits-Tor hätte zählen müssen, wäre der Spielverlauf definitiv ein anderer gewesen. Zu der Roten Karte: Es war eine überharte Aktion, aber manche Schiedsrichter belassen es hier auch bei Gelb.Benno Möhlmann
Ich bin mit dem Punktgewinn zufrieden. Es war eine Leistungssteigerung nach den letzten zwei Spielen zu erkennen. Mich freut es für Martin Röser, dass er endlich getroffen hat. Die Rote Karte hat es für uns schwerer gemacht, weil dadurch der Gegner natürlich noch tiefer stand. Dann war es für uns schwieriger, Chancen herauszuspielen.Rico Schmitt

Respekt an den SC Preußen, der sich nicht aufgegeben hatte und mit Leidenschaft für diesen Punkt gekämpft hat. Sehr schade, dass es nicht zum Sieg gereicht hat. Doch mit einem Mann weniger und einem regulären Tor, welches dem SCP aberkannt wurde, muss man mit diesem Punkt zufrieden sein. Es hätte noch schlimmer kommen können. Trotzdem sollte man als Zuschauer nicht direkt nach Abpfiff das Stadion verlassen. Wir wollen in der Liga bleiben und die Jungs auf dem Platz sind gerade die Einzigen, die dafür sorgen können. Schlechte Leistungen in der Vergangenheit hin oder her. Man darf gerne noch 5 Minuten nach Abpfiff applaudieren und der Mannschaft so Respekt zollen und Mut zusprechen. Mit Magdeburg, die momentan auch einen schlechten Lauf haben, wartet am Freitag bereits der nächste Brocken.

Eine sehr schöne Geste zum Schluss gab es zwischen FGK und der Mannschaft vor dem Block. “Alle zusammen für Preußen Münster” wurde skandiert und die Mannschaft klatschte mit ein. Nur so kann es und muss es weitergehen. Mehr WIR – weniger ICH.

Alle zusammen für Preußen Münster!


Daten zum Spiel

SCP: Schulze Niehues – Tritz, Schweers, Mai, Al-Hazaimeh – Rühle (87. Müller), Rizzi, Schwarz, Aydin (83. Stoll) – Warschewski (39. Wiebe), Grimaldi
Halle: Bredlow – Brügmann (90. Schilk), Kleineheismann, Barnofsky, Baumgärtel – Gjasula, Fennell – Pfeffer (81. El-Helwe), Ajani, Röser (81. Aydemir) – Pintol

Tore: 1:0 Wiebe (59.), 1:1 Röser (60.)  

Gelbe Karten: Rizzi / Barnofsky, Gjasula, Röser
Rote Karte: Schwarz (37.)

Zuschauer: 6.110

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)


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