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Keine Punkte aus Magdeburg – 11. Auswärtsniederlage

2016/ 2017 - Spielbericht - 1. FC Magdeburg - SC Preußen Münster - 1:0
Foto: DFB.de

Und schon wieder bringt der SC Preußen Münster aus der Ferne keine Punkte mit nach Westfalen. Mit 1:0 mussten sich die Preußen beim 1. FC Magdeburg geschlagen geben und stecken immer tiefer im Abstiegsstrudel fest. Dabei wäre gerade nach dem Unentschieden gegen Halle ein Sieg so wichtig gewesen.

Schwacher Einstieg der Preußen

Den besseren Start vorneweg konnten die Hausherren für sich verbuchen. Beck schoss in der zweiten Minute das erste Mal aufs Tor, doch der Schuss konnte geblockt werden und eine Ecke war die Folge. Die Ecke kam wieder aufs Tor, konnte aber von der Preußen-Abwehr geklärt werden. Auch weiterhin beschränkten sich die Preußen auf Defensivarbeit, so dass Magdeburg in der Folge die aktivere Mannschaft blieb. Doch die Hausherren verpassten ihre Chance zur Führung in der 15. Minute durch Chahed. Dieser tauchte plötzlich frei vor SCP-Keeper Schulze Niehues auf, doch unser Torwart behielt die Nerven und parierte den Schuss. Nur eine Zeigerumdrehung später verzog Beck nur knapp.

Es dauerte etwa eine halbe Stunde, bis die Preußen die erste Chance für sich verbuchen konnte. In der 33. Minute hielt Lennart Stoll einfach mal drauf und konnte immerhin eine Ecke herausholen, die aber auch nichts einbrachte, auch wenn sie zeitweise für Unruhe in der Magdeburger Abwehr sorgte. Das war es dann auch schon mit den Chancen für den SCP. Die letzte Möglichkeit in der 1. Halbzeit konnten wiedereinmal die Magdeburger für sich verbuchen. In der 41. Minute konnte Kath nach einer Vorlage von Beck einen Schuss auf das Tor der Preußen absetzen, doch Lennart Stoll konnte den Schuss entschärfen. Damit ging es auch schon pünktlich zur Halbzeit in die Kabine. Der SCP versuchte tapfer dagegen zu halten und den Hausherren das Spiel so schwer wie möglich zu machen. Das klappte auch bis dahin ganz gut, doch wenn man keine Tore schießt oder wenigstens mal nach vorne spielt, kann man auch kein Spiel gewinnen. Das zeichnete sich schon in der ersten Halbzeit ab.

Elfmeter sorgt für die Entscheidung

Die zweite Halbzeit begann da, wo die erste aufgehört hatte. Münster versuchte kompakt hinten zu stehen und Magdeburg machte das Spiel, ohne dabei wirkliche Chancen heraus zuspielen. Nach mehr als einer Stunde war mal wieder eine Chance zu verzeichnen und zwar durch Münster. Doch Grimaldis Versuch in der 65. Minute konnte geblockt werden. Es ist schon bezeichnend, dass Münster bis dahin kaum etwas vom Spiel hatte und schade für einen Mittelstürmer, der über eine Stunde brauchte, um ins Geschehen eingreifen zu können. Wohlgemerkt ist das aber eher die Folge, der fehlenden Zuspiele gewesen.

Dann aber der Wendepunkt in der Partie. In der 67. Minute gelang Tarek Chahed in den Strafraum der Preußen. Abwehrspieler Tritz rutschte etwas ungestüm in Chahed und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Elfmeter für die Hausherren! Dieser wurde dann auch mustergültig verwandelt und es stand nicht unverdient 1:0 für den FCM.

Nach dem Rückstand wurde Münster etwas offensiver. Doch das alles brachte auch nichts mehr ein. Von Seiten des Trainers gab es aber auch keine Ambition zu wechseln. So dass die in der 79. Minute getätigten Wechsel und die Umstellung auf eine Doppelspitze verpufften, weil sie einfach zu spät kamen. Lediglich in der Nachspielzeit versprühte ein Schuss von Sandrino Braun noch einmal für etwas Gefahr, doch der Ball wurde ohne Probleme entschärft. Das Spiel endete 1:0 und Münster bleibt im Tabellenkeller.

Die Stimmen der Trainer

Ich habe eine 0:1-Niederlage gesehen. Wir haben eine gute Kompaktheit gehabt, sind in der zweiten Halbzeit noch aggressiver angelaufen. Es ist schade für die Jungs, die heute sehr gekämpft haben, offensiv aber nicht zum Zuge kamen. Ein Unentschieden wäre aber verdient gewesen.Benno Möhlmann
Münster hat das sehr konzentriert gemacht, hat noch tiefer gestanden als wir gedacht hatten. So sind wir gar nicht zu unserem Spiel gekommen. Mit dem Elfmeter sind wir für unser engagiertes Spiel dann belohnt worden.Jens Härtel

Ja was soll man abschließend noch dazu sagen? Wenn man die Punkte nicht auswärts holt, dann wird das unglaublich schwer aus dem Abstiegssumpf herauszukommen. Man kann sich auch nicht darauf ausruhen und nur auf die Defensive setzen, wenn man sonst anscheinend keinerlei Ambitionen hat mal nach vorne zu spielen. Warum der Trainer nicht direkt nach dem Rückstand volles Risiko gefahren ist, sondern noch 10 Minuten gewartet hat bis zu den Wechseln und zur Systemumstellung bleibt mir auch weiterhin noch ein Rätsel. Nichtsdestotrotz müssen jetzt die Punkte zu hause geholt werden und da im nächsten Spiel ein weiteres Kellerkind auf uns wartet, ist es immens wichtig endlich mal wieder drei Punkte zu holen um den Abstand ans rettende Ufer nicht noch größer werden zu lassen.

Alle gegen Frankfurt ins Stadion! Alle für den SCP!


Daten zum Spiel

Magdeburg: Zingerle – Handke, Weil, Hammann – Butzen, Laprevotte (Farrona-Pulido 79.), Sowislo, Niemeyer – Chahed, Beck (Düker, 86.), Kath (Lohmannsröben, 75.)
SCP: Schulze Niehues – Tritz, Schweers, Mai, Al-Hazaimeh – Wiebe – Rühle, Braun, Kobylanski (Warschewski, 79.), Stoll (Aydin, 79.) – Grimaldi

Tore:  1:0 Weil (68.) Foulelfmeter

Gelbe Karten: Farrona-Pulido

Schiedsrichter: Florian Heft

Zuschauer: 17.741


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