Ärgerliche Niederlage beim Tabellenführer

2017/2018 - Spielbericht - SC Paderborn - SC Preußen Münster - 2:1
Foto: Fotostand

Bereits zum dritten Mal binnen weniger Monate führte es den SC Preußen zum falschen SCP nach Ostwestfalen, wo bislang für die Adlerträger wenig zu holen war. Aufgrund der schlechten Leistung zuletzt gegen den FSV Zwickau (0:2), der bedenklichen Abwärtsspirale und der Tatsache, dass der SC Paderborn ungeschlagen auf dem ersten Tabellenplatz steht, war der Optimismus auf Seiten der Preußen-Fans – vorsichtig gesagt – gedämpft, weshalb sich letztendlich nur etwa 600-700 Münsteraner auf den kurzen Weg nach Paderborn machten.

Als Reaktion auf die letzten Wochen stellte Preußen-Coach Möhlmann die Mannschaft zudem auf einigen Positionen um: Unter anderem rutschten Schweers, Braun, Heinrich, Scherder und Rinderknecht in die Startformation, während Kittner, Wiebe, Rizzi, Kobylanski und Al-Hazaimeh zunächst auf der Bank Platz nehmen mussten. Benno Möhlmann wollte ein Zeichen setzen.

Heinrich belohnt solide Preußen

Auf dem Rasen zeigten die Spieler des SCP, dass sie endlich wieder in die Erfolgsspur zurückkehren wollten und agierten auf Augenhöhe mit dem Ligaprimus. Da beide Teams konzentriert verteidigten blieben echte Torchancen aber Mangelware. Die erste Chance auf Seiten der Gäste hatte in der 21. Minute Adriano Grimaldi, doch dieser haute den Ball nur ans Außennetz. Nachdem sich auch die Paderborner in Person von Ex-Preuße Massih Wassey (2006-2009) eine gute Chance herausspielten, geschah das, was wohl kaum einer für möglich hielt: In der 26. Minute legte Rinderknecht für Moritz Heinrich auf, welcher den Ball vom Strafraumeck ins lange Eck hämmerte. 1:0 für den echten SCP!

Bis zur Pause spielten die Preußen die Führung dann souverän runter, sodass es mit dem durchaus verdienten 1:0 zum Pausentee ging.

Die zweite Halbzeit stand unter keinem guten Stern…

Kurz nach Wiederanpfiff kam es sofort ganz dicke für Münster: Unser Kapitän Grimaldi musste wegen einer Verletzung am Oberschenkel das Feld verlassen, was eine erhebliche Schwächung für den SC Preußen bedeutet. Gute Besserung an dieser Stelle!

In der 52. Minute wurde es dann vor dem Tor von Körber erstmals richtig gefährlich, doch der Schlussmann der Adlerträger behielt im 1-gegen-1 die Oberhand gegenüber Ben Zolinski. Das Spiel verflachte nun zunehmend: Die Preußen verteidigten sicher und kamen selbst nur selten nach vorne. Aus dem Nichts zog Wassey in der 67. Minute aber plötzlich von der Strafraumgrenze ab und erzielte somit den Ausgleich, wobei Körber nicht chancenlos wirkte.

Der Tabellenführer spielte nun auf Sieg, wobei aber weiterhin kaum Chancen heraussprangen. Die größten Chancen waren da noch auf Seiten der Preußen zu verbuchen: Rühle und Braun hätten die Preußen schnell wieder in Führung bringen können, doch beide konnten die Kugel nicht im Tor unterbringen.

In der 81. Minute kam es für die Preußen dann ganz Dicke: Lion Schweers wurde der Ball aus kürzester Distanz an den angelegten Arm geschossen, woraufhin Schiedsrichter Cortus nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf Elfmeter entschied, welchen Wassey sicher verwandelte. Eine klare Fehlentscheidung, die dieses Spiel wohl entschieden hat. Bitter!

Keine Pfiffe – Starker Support

Nach dem Spiel, wurden die Spieler vom Gästeblock dann mit Applaus und aufmunternden Gesängen verabschiedet. Auch wenn die Enttäuschung über die Niederlage natürlich groß war, musste anerkannt werden, dass unser Team eine angemessene Reaktion auf die letzten Spiele zeigte. Insgesamt war der Support der mitgereisten Preußen-Fans über weiter Teile des Spiels stark. Man merkte, dass hier jeder etwas aus Paderborn mit nach Münster nehmen wollte.

Bereits am Mittwoch geht es dann im Preußenstadion mit einem Heimspiel gegen den VfR Aalen weiter. Nur gemeinsam können wir den Negativtrend stoppen, also kommt alle an die Hammer Straße und unterstützt unseren Verein!

Alle zusammen für Preußen Münster!

Daten zum Spiel – SC Paderborn 07 – SC Preußen Münster

SCP: Körber – Tritz, Schweers, Mai, Menig – Scherder, Braun – Hoffmann, Rinderknecht (Kobylanski, 82.), Heinrich (Al-Hazaimeh, 88.) – Grimaldi (Rühle, 50.)
Paderborn: Zingerle – Boeder, Schonlau, Wimmer, Herzenbruch – Zolinski (Van der Biezen, 90.), Krauße, Wassey, Bertels (Antwi-Adjej, 55.) – Michel, Srbeny (Ritter, 35.)

Tore: 1:0 Heinrich (29.), 1:1 Wassey (67.), 1:2 Wassey (80.)

Gelbe Karten: Rinderknecht, Mai

Zuschauer: 8.229

Schiedsrichter: Benjamin Cortus


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