Freitags in Halle: Als Mannschaft auftreten – und punkten!

2016/2017 - Spielbericht - SC Preußen Münster - Hallescher FC - 1:1
Adriano Grimaldi
Foto: Muensteralbum.de

Zwei Flutlichtspiele am Freitag stehen dem SC Preußen ins Haus. Bevor es nächsten Freitag gegen den Chemnitzer FC und gegen Ex-Trainer Horst Steffen, sowie die Ex-Spieler Björn Kluft und Dennis Grote, geht, wartet diesen Freitag der Hallesche FC auf die Preußen. Derzeit rangieren die Hallenser mit drei Punkten vor den Adlerträgern auf Rang elf und weisen eine um zwei Tore bessere Tordifferenz auf. Der SCP steht sechs Plätze dahinter und befindet sich, wie schon letztes Jahr, im Abstiegskampf, könnte mit einem Sieg jedoch einen erheblichen Sprung in der Tabelle machen.

Doch auswärts? Tja dort starteten die Preußen mit soliden vier Punkten aus den Spielen gegen Erfurt (1:1) und Würzburg (1:0). Doch seit dem ist lediglich ein magerer Punkt hinzugekommen, seit August sind die Preußen auswärts sieglos. Zuletzt gab es in der Fremde sogar eine derbe 2:6 Ohrfeige in Wiesbaden. Damit dies nicht erneut geschieht, fordert Trainer Benno Möhlmann von seiner Mannschaft, als selbige aufzutreten.

Verletzungssorgen beim SCP 

Ohne Sorgen geht es in dieser Saison bei den Preußen kaum oder gar nicht. Diesmal lässt die Verletztenliste Benno Möhlmanns Falten auf der Stirn wachsen. Neben den Langzeitverletzten Benjamin Schwarz und Lucas Cueto fallen mit Sebastian Mai und Jeron Al-Hazaimeh zwei etablierte Kräfte aus. Tobias Warschewski ist ebenfalls noch nicht bereit für ein Comeback, weshalb U23-Stürmer Luca Steinfeldt die Reise nach Halle mit antrat. Simon Scherder, zuletzt gegen Fortuna Köln mit einer durchaus ansehnlichen Leistung auf der Sechs fehlt, da er kurz vor Schluss mit gelb-rot vom Platz gestellt wurde und somit seine Sperre abbrummt. Somit stellt sich die Mannschaft quasi von selbst auf, da Möhlmann auch betonte, bis Weihnachten bliebe Nils Körber die Nummer eins zwischen den Preußen-Pfosten.

Tritz, Schweers, Kittner und Menig werden wie schon im letzten Spiel vor zwei Wochen die Viererkette bilden und Sandrino Braun und Michele Rizzi als Doppelsechs vor einer offensiven Dreierreihe, bestehend aus Kobylanski, Rühle und Hoffmann, agieren. An vorderster Front dürfte Adriano Grimaldi spielfähig sein, wenngleich er sich Anfang der Woche krank vom Training abmeldete.



Wiedersehen mit Zenga –  Lazarett in Halle verkleinert sich

Auf der Gegenseite fehlen HFC-Trainer Rico Schmitt mit Benjamin Pintol und Petar Sliskovic zwei Schlüsselspieler. Zudem fehlt Max Barnofsky aufgrund von Probleme an der Patellasehne. Doch das kann Schmitt nicht mehr aus der Ruhe bringen. Zwischenzeitlich fehlten beim HFC in den vergangenen Wochen 14 Feldspieler zur gleichen Zeit. Bis auf die oben genannten sind jedoch alle wieder an Bord gegen die Preußen. Grund genug ein paar Spieler genauer unter die Lupe zu nehmen.

Einer davon wäre Erik Zenga. Einer der wohl besten Abräumer der letzten Jahre im Preußen-Trikot versucht nach fast zweijähriger Verletzungspause in Halle erneut Fuß zu fassen. Der HFC lieh den ehemaligen Adlerträger, als die gesetzte Doppelsechs um Klaus Gjasula und Dominique Fennell für mehrere Wochen ausfiel, vom SV Sandhausen aus. Insgesamt – im Gegensatz zum SC Preußen – ist das zentrale Mittelfeld das Prunkstück des HFC. Mit Fennell, Zenga, Gjasula, sowie der aus Mainz verpflichtete Daniel Bohl haben die Hallenser gleich vier Spieler in ihren Reihen, die eine exzellente Rolle in der 3. Liga spielen können.

Und dann wäre da ja noch die neue Nummer eins Mannschaft aus Sachsen-Anhalt. Tom Müller, eigentlich als Back-Up für Oliver Schnitzler eingeplant, wusste in Schnitzlers verletzungsbedingter Abwesenheit zu überzeugen und etablierte sich langfristig zwischen den Pfosten. Neben dem Verhindern von Toren, sorgte er im Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt auch noch selber für den Ausgleich. In der 96. Minute fand sein präziser Kopfball den Weg in die Maschen und sicherte dem HFC einen Punkt.

Knackpunkt Flügel

Nicht nur, dass die Flügel der Adlerträger derzeit wenig Auftrieb bekommen, auch auf dem Feld wird ihnen am Freitag eine Schlüsselrolle zugewiesen. Denn der HFC wird aller Voraussicht nach wie schon so oft in dieser Spielzeit über mit einer Dreierkette in der Verteidigung agieren. Diese gilt es für die Preußen-Flügelspieler wie Hoffmann und Kobylanski zu knacken, in dem das Spiel breit gemacht wird und Adriano Grimaldi in der Mitte Räume erhält und seine Torflaute beendet.

Seit neun Spielen ist der SCP-Kapitän ohne Treffer, Zeit endlich mal wieder ins Schwarze zu treffen! Ins Schwarze kann man auch am Samstag in den Münster-Arkaden treffen. Dann eröffnen die Preußen dort ihren neuen Fanshop im Herzen Stadt. Stündlich findet eine Tombola statt und schöne Gewinne abräumen. Auch Grimaldi und einige weitere Akteure werden zur Autogrammstunde vorbeischauen. Damit diese jedoch mehr zum Spaß, als zur Qual wird, sollten am Freitag drei Punkte her!

ALLE ZUSAMMEN FÜR PREUSSEN MÜNSTER!

LINKS ZUM SPIEL

Das könnte Dich auch interessieren...

Kommentar verfassen