Heimspiel gegen Chemnitz – Wiedersehen mit alten Bekannten

2016/2017 - Spielbericht - SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - 1:0
Coach Steffen und Captain Grote

Dass die Vereine der 3. Liga tabellarisch dicht beieinander sind, ist allgemein bekannt. Nachdem der SC Preußen Münster in der vergangenen Woche am Halleschen FC hätte vorbeiziehen können, steht nun das nächste Kellerduell an. Die Preußen als 18. empfangen den 14. aus Chemnitz. Zwei Punkte trennen beide voneinander, am Freitagabend gegen 21 Uhr sollen es derer einer sein. Denn ein Heimsieg gilt schon fast als Pflicht, will man nicht noch weiter in den Abstiegsstrudel geraten. Das dritte freitägige Flutlichtspiel steht dabei an der Hammer Straße ins Haus. Nachdem bereits die Spiele gegen Fortuna Köln und Halle am Freitagabend stattfanden, wird der Hattrick morgen vollendet.

Nach dem 0:3 in Halle sind die Preußen (mal wieder) auf Wiedergutmachung aus. Eine gute Anfangsphase wurde durch individuelle Fehler zu Nichte gemacht, Halle spielte clever und ging völlig verdient als Sieger vom Platz. Die Spiele gegen den Karlsruher SC und Fortuna Köln lassen zumindest hoffen, dass die Adlerträger zumindest im heimischen Rund einen ordentlichen Auftritt auf den Platz legen, ob es reicht? Man weiß es noch nicht…

Coach Steffen und Captain Grote
2017/2018 - 17. Spieltag - Preußen Münster - Chemnitzer FC

2017/2018 – 17. Spieltag – Preußen Münster – Chemnitzer FC

Zum ersten mal seit seiner Freistellung vor knapp einem Jahr kehrt Horst Steffen ins Preußenstadion zurück. Groll hegt er nicht, dennoch will er mit seinem neuen Verein natürlich in Münster gewinnen. Kapitän der Himmelblauen aus Sachsen wird am Freitagabend Dennis Grote sein, denn der eigentliche Spielführer Marc Endres muss verletzungsbedingt passen. Auf der linken Außenbahn wird außerdem mit Björn Kluft ein weiterer Ex-Preuße zugange sein. Nach mehreren missglückten Stationen in Braunschweig, Essen, Aue oder Homburg, scheint er nun sein Glück in Chemnitz gefunden zu haben. Natürlich spielte bei Kluft auch das Verletzungspech eine große Rolle, in dieser Saison kam er immerhin schon zu 16 Einsätzen und besticht mit Schnelligkeit und bereits fünf Scorerpunkten im Chemnitzer Angriffsspiel.

Nachdem der CFC im Sommer 2016 mit großen Ambitionen und hohen Ausgaben den Aufstieg quasi erzwingen wollte (was bekanntlich grandios scheiterte), musste man aufgrund starker finanzieller Schwierigkeiten einen großen Aderlass im Kader hinnehmen. Langjährige Leistungsträger wie Anton Fink, Kevin Conrad, Tim Danneberg oder Philip Türpitz verließen die Himmelblauen in alle Himmelsrichtungen, neuverpflichtet wurden größtenteils Regionalliga-Spieler, die das Gerüst um Grote, Reinhardt oder Frahn ergänzen.

FIFA 18 – SC Preußen Münster – Chemnitzer FC
Neue Möglichkeiten im Preußen-Kader

Gleich drei Rückkehrer durfte Benno Möhlmann unter der Woche begrüßen. Sebastian Mai und Jeron Al-Hazaimeh haben ihre Blessuren auskuriert und auch Tobias Warschewski meldete sich nach überstandenem Mittelfußbruch einsatzbereit. Auch wenn er selbstverständlich noch nicht bei 100% sein kann, kündigte Möhlmann ihn bereits als ernsthafte für den 18er Kader an. Insbesondere seine Unbekümmertheit, die den Preußen schon im letzten Winter, während der Verletzung von Grimaldi, Spaß machte, könnte befreiend auf das Spiel der Preußen wirken.

Denn in den letzten Wochen konnte man der Mannschaft in vielen Spielen nicht den Willen absprechen, es wirkte insbesondere in der Vorwärtsbewegung viel zu verkrampft und somit wäre Warschewski eine willkommene Abwechslung. Ole Kittner meldete sich zu Wochenbeginn mit Grippe ab, ist jedoch ebenfalls einsatzfähig. Zudem könnte Simon Scherder zurückkehren, er hat seine Sperre wegen der Partie in Halle abgesessen. Was in der letzten Saison Scherder und Hoffmann waren, sind in dieser Saison leider Lucas Cueto und Benjamin Schwarz. Mit den beiden Langzeitverletzten ist in diesem Kalenderjahr nicht mehr zu rechnen.

Gute Leistungen werden belohnt

Sollte alles normal verlaufen, wird auch Cyrill Akono in diesem Kalenderjahr nicht mehr zu einem Einsatz kommen. Doch ab Sommer 2018 könnte das schon anders aussehen. Denn der 17-jährige unterschrieb unter der Woche einen Profivertrag gültig ab der kommenden Spielzeit bei den Adlerträgern. Bis 2021 konnte der SC Preußen das hoffnungsvolle Nachwuchstalent an sich binden.

Nach Julian Conze und Adrian Knüver ist es bereits der dritte Spieler aus der diesjährigen U19, der ab Sommer in den Kader der Profis aufrückt. Top-Talent in Reihen der YOUNGSTARS und führender der A-Jugend Bundesliga West Torschützenliste ist derzeit Justin Steinkötter. Dieser konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht von einer Unterschrift überzeugt werden, bis Ende November soll die Entscheidung jedoch fallen, heißt es aus Kreisen der Preußen.

Alles raushauen

Wenngleich diese Jungs die Bundesliga West derzeit positiv aufmischen, am Freitag werden andere Akteure dafür verantwortlich sein, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Sebastian Mai könnte für Ole Kittner oder Lion Schweers in die Startelf kehren, vielleicht erhält auch Michele Rizzi eine Verschnaufpause, sodass eine durchaus interessante Doppelsechs mit Scherder und Rinderknecht auflaufen können. Vielleicht wäre

Danilo Wiebe ebenfalls eine Option, Möhlmann lobte am Donnerstag explizit seine Trainingsleistung. Zudem baut er allem Anschein nach erneut auf Martin Kobylanski. In Halle aufgrund defensiver Mängel bereits in der ersten Halbzeit ausgewechselt, dürfte der hochveranlagte Top-Torschütze der Preußen am Freitag erneut auf dem Platz stehen. Neben und vor ihm dürften Adriano Grimaldi und Tobias Rühle gesetzt sein.

Mit Reinhardt und Grote verfügt Chemnitz über eine eher spielerische, statt robuste Doppelsechs. Ein zweikampfstarker Mann wie Gjasula in Halle lag dem Spiel der Preußen überhaupt nicht, nun bleibt es abzuwarten, wie es gegen Chemnitz aussieht. Die Kurve wird morgen erneut zusammen stehen und selbiges müssen auch die elf Männer auf dem Platz vermitteln, dann könnte es morgen mit dem ersten Sieg seit Ende September klappen. Das Treffen mit dem Ex (-Coach) dürfte dabei für zusätzliche Motivation sorgen. Insofern:

ALLE ZUSAMMEN FÜR PREUSSEN MÜNSTER!

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