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Nachholspiel gegen Erfurt – jetzt nachlegen SCP!

2016/2017 - Spielbericht SC Preußen Münster - Rot-Weiß Erfurt 4:0

Gerade einmal vier Tage ist es her, als der SC Preußen Münster wichtige drei Punkte gegen die Würzburger Kickers holte. Am Dienstagabend um 19 Uhr, geht es im Nachholspiel gegen Erfurt in die nächste Runde. Mit dem FC Rot Weiß Erfurt, kommt der Tabellenletzte nach Münster, der sich ebenfalls mit aller Macht und Kraft gegen den Abstieg stemmen möchte. Sollten die Preußen aber genauso engagiert und kämpferisch auftreten, dürfte es für die Thüringer schwer werden, etwas aus Münster mitzunehmen.

Erfurt in der Krise und ohne Geld
2017/2018 - 20. Spieltag - Preußen Münster - Rot Weiß Erfurt - Nachholspiel

2017/2018 – 20. Spieltag – Preußen Münster – Rot Weiß Erfurt – Nachholspiel

Im letzten Jahr hätte man sich fragen können, wer von beiden Vereinen schlechter dasteht. Der SC Preußen Münster oder der FC Rot Weiß Erfurt? Nun, da der SC Preußen Münster ausgegliedert hat und seine Liquiditätslücke schließen konnte, geht dieser Punkt klar an RWE.

Wie gesagt, geht es dem Verein aus Thüringen noch deutlich schlechter, wobei hier eine parallele mit dem SCP gezogen werden kann, da auch in Erfurt erst jetzt herauskommt, wie schlecht es dem Verein in Wirklichkeit geht. Mit 15 Punkten in der Tabelle auf dem letzten Platz und mit einem Schuldenberg von ca. 6,7 Millionen, steht dem RWE in seiner zehnten Spielzeit in Folge in der 3. Liga das Wasser bis zum Hals. In Erfurt geht es schlichtweg richtig drunter und drüber. Bis zum 23. Januar musste der Verein 1,5 Millionen Euro gegenüber dem DFB nachweisen, was wohl in letzter Minute gelungen zu sein scheint.

Allerdings hat der RWE in allen Bereichen offene Rechnungen zu begleichen. Neben dem Busunternehmen, welches die Mannschaft zu den Spielen fährt, warten auch Security-, der Cateringdienst und der Lieferer der LED-Banden auf Gelder. Sogar Borussia Dortmund soll noch eine Antrittsgage von Erfurt für das Arena-Eröffnungsspiel in Höhe von 150.000 Euro erhalten. Zudem wurden Gelder in sechsstelliger Höhe vom Konto des Nachwuchsleistungszentrums entwendet. Auch die Räume der Geschäftsstelle mussten wegen ausstehender Mietzahlungen im letzten Jahr bereits geräumt werden.

Erfurt ist seit 15 Jahren überschuldet und wurde immer wieder kurz vor dem Kollaps irgendwie gerettet. Es herrscht nun ein strikter Sparkurs beim RWE. Das Trainingslager im Winter wurde gestrichen und Personal von der Geschäftsstelle entlassen.

Tabula-Rasa in Erfurt

Neben dem finanziellen Desaster, sieht es sportlich ebenfalls nicht rosig aus. Stefan Krämer, der die Mannschaft seit 2016 leitete, wurde Anfang Oktober entlassen. Auch sein Nachfolger, David Bergner war nach etwas mehr als 60 Tagen wieder Geschichte. Sportdirektor Thorsten Traub musste Anfang November seinen Hut nehmen. Selbst der langjährige Präsident Rombach wurde vor kurzem durch Frank Nowag ersetzt. In Erfurt steht kein Stein mehr auf dem anderen. Zumindest auf Führungsebene scheint man nun den Streit zwischen zwei Lagern beigelegt zu haben. In vielen Einzelgesprächen hat man eine Einigkeit erreicht und möchte nach außen hin geschlossen und zum Wohle für den FC Rot Weiß Erfurt auftreten.

Das Sportliche richten, sollen seit November Stefan Emmerling und Co-Trainer Patrick Helmes. Nach zwei Unentschieden in Folge, kam die Ernüchterung bereits im Spiel danach gegen Würzburg, als man dort mit 4:1 unterging. In diesem Jahr startete Erfurt allerdings mit einem Achtungserfolg, als man den 1. FC Magdeburg nach einem 0:1-Rückstand, mit 3:1 zu Hause schlagen konnte. Im letzten Spiel bei der Kogge aus Rostock, gab es dann wiederum null Punkte. Mit 3:1 wurden die Rot-Weißen zurück nach Erfurt geschickt. Somit stehen erneut 6 Punkte zwischen Erfurt und dem rettenden Nichtabstiegsplatz – gleiche Ausgangslage wie vor dem Sieg gegen Magdeburg.

Zum Siegen verdammt

Erfurt ist zum Siegen verdammt. Doch in Münster gab es noch nie einen Sieg für Erfurt zu feiern. Gute Vorzeichen für die Adlerträger. Bei den letzten beiden Aufeinandertreffen trennten sich beide Clubs Remis.

RWE Trainer Emmerling schickte in beiden Spielen diesen Jahres eine 3-5-2-Formation auf den Platz. Veränderungen gab es nur im Tor, da Klewin nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung stand und in der Dreierkette, wo Sarr den verletzten Laurito ersetzte. Sollte Laurito wieder fit sein, dürfte er zurück in die Startelf rutschen. Dennoch bleibt es schwer zu sagen ob Emmerling der gleichen Truppe das Vertrauen schenkt, die gegen Magdeburg gewann, in Rostock aber verlor.

7 Punkte Puffer sind möglich

Die positiven Ansätze der Preußen aus Meppen wurden gegen Würzburg weiter ausgebaut. Die Mannschaft von Marco Antwerpen setzt die Vorgaben immer besser um. Wird dieser Weg fortgeführt, kann der SC Preußen den Klassenerhalt schaffen. Doch gegen Erfurt muss nun nachgelegt werden. Mit einem Sieg erwartet die Adlerträger ein Polster von sieben Punkten auf einen Abstiegsplatz. Es würde ein Stückchen mehr Sicherheit für die kommenden Aufgaben in der Saison verschaffen.

Nicht dabei mithelfen können Sebastian Mai und Benjamin Schwarz. Auch Ole Kittner hat eine leichte Blessur aus dem Kickers-Spiel erlitten. Ob er bis Morgen Abend wieder fit sein wird, bleibt abzuwarten. Über den Gegner sagt Antwerpen: „Sie stehen mit dem Rücken zur Wand, sind aber mental voll da – das hat man gegen Magdeburg gesehen.” Vorsicht ist in Anbetracht des Tabellenplatzes der Erfurter geboten. Unterschätzen darf man die Thüringer nicht. „Ballbesitzfußball” ist das, was Antwerpen „nach wie vor favorisiert“. „Aber auf den Plätzen ist das schwierig, da müssen wir vorne viel jagen – das machen die Jungs gut.

Immer besser machen es vor allem Danilo Wiebe und Sandrino Braun, die vor der Abwehr alles wegräumen und immer stärker und besser als Duo auftreten. Nun muss der SCP seine Leistungen (nur) noch in jedem Spiel abrufen und Konstanz zeigen, damit auch in den kommenden Spielen zahlreiche Punkte eingefahren werden.

Welche Formation Marco Antwerpen gegen Erfurt wählen wird, bleibt sein Geheimnis. Die Fünferkette gegen Würzburg war eine spezielle Reaktion auf den Gegner. Ob diese Variante erneut gespielt wird, darauf dürfen die Preußen Fans gespannt sein. Wichtig ist, dass Antwerpen neue Wege geht und diese mit Erfolgen gekrönt werden.

Auswärts nach Bremen

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Support ist keine Pflicht

Nach der Diskussion um die Ausgliederung, geht es nun in der Fanszene, um den Support von den Rängen. Die Ultras waren gegen den SV Meppen und die Würzburger Kickers vor Ort. Unorganisiert und ruhig. Okay! Doch wer das Stadion betritt hat keine Pflicht etwas abzuliefern. Carsten Schulte von Westline, hat dies in einem Kommentar ziemlich passend zusammengefasst. Natürlich ist es schade, dass der SCP in diesen schweren Zeiten auf organisierten Support verzichten muss. Allerdings könnten auch andere etwas auf die Beine stellen. Möglich wäre es. Immer zu fordern und zu meckern ist relativ einfach – selbst handeln schon mit weitaus mehr Aufwand verbunden. Vielleicht schafft es die Mannschaft aber erneut, die Ränge zumindest in gewissen Phasen mitzuziehen, wünschenswert wäre es. Daher immer weiter….

ALLE ZUSAMMEN FÜR PREUSSEN MÜNSTER!

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