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Ohne Rühle und Grimaldi gegen den KSC

2017/2018 - Spielbericht - SC Preußen Münster - Karlsruher SC - 1:1
Karlsruher SC – SC Preußen Münster – 32. Spieltag

“Eier, wir brauchen Eier!” – ein legendäres Zitat von Torhüter-Legende Oliver Kahn, dass auch am Ostersamstag auf die Preußen zutrifft. Denn neben der obligatorischen Ostereiersuche erwartet den SCP eine weitaus komplexere Aufgabe auf dem grünen Rasen. Der Karlsruher SC ist seit mittlerweile 20 Spielen in der 3. Liga ungeschlagen. Bleibt dies auch am kommenden Spieltag so, haben die Badener einen Vereinsrekord aufgestellt. Doch auch in den Spielen gegen Würzburg und Rostock traten die Adlerträger in der Rückrunde gegen Gegner mit einer beachtlichen Serie an und durchbrachen sie. Diese Spiele fanden jedoch im heimischen Preußenstadion statt, auswärts erhöht sich der Schwierigkeitsgrad erfahrungsgemäß noch einmal.

Preußen klettern in Rückrunden- und Auswärtstabelle

Mit 21 Punkten haben die Preußen unter Marco Antwerpen bereits nach zwölf Rückrundenspielen drei Punkte mehr auf dem Konto, als nach 19 Spielen in der Hinrunde. Ärgerte man sich in den Jahren unter Loose meist über eine katastrophale Rückrunde, ist selbige in den letzten beiden Jahren stets besser verlaufen. Platz vier macht das in der Rückrundentabelle, an der Spitze steht der KSC mit 28 Punkten und nur fünf kassierten Gegentoren in diesen zwölf Partien. Eine Mammutaufgabe steht als bevor. Ein wenig Hoffnung machen die beiden vergangenen Auswärtsspiele. Während man in Aalen von vornherein die Null halten wollte (und dies erfolgreich tat), blieb man in Osnabrück ebenfalls ohne Gegentor, konnte durch Adriano Grimaldi jedoch noch den Lucky Punch setzen. Der Preußen Kapitän fällt jedoch aufgrund seiner fünften gelben Karte im Spiel gegen Unterhaching aus.

Zwei Rückkehrer und ein weitere Ausfall

Neben Grimaldi muss Antwerpen an vorderster Front auch auf Tobias Rühle verzichten. Der preußische Wirbelwind meldete sich zu Beginn der Woche mit Magen-Darm-Grippe vom Training ab, für einen Einsatz reicht es trotz leichtem Lauftraining im weiteren Verlauf der Woche jedoch nicht. Dafür durfte der Trainer zwei Rückkehrer auf dem Platz begrüßen. Moritz Heinrich und Nico Rinderknecht absolvierten die letzten Trainingseinheiten mit der Mannschaft und könnten die Reise nach Baden-Württemberg mit der Mannschaft antreten. Eine weitere Option für die Startelf erhält das Trainerteam durch die abgesessene Gelbsperre von Michele Rizzi. Dieser könnte neben Sandrino Braun auf die Doppel-Sechs rotieren und Martin Kobylanski eine Reihe nach vorne rücken.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass der KSC mit zwei Stürmer antritt und allgemein über eine physisch sehr robuste Mannschaft verfügt. Es würde also verwundern, wenn die Preußen nicht erneut mit der gut funktionierenden Dreierkette antreten würden. Sollte Ole Kittner erneut die Aufgabe des zentralen Verteidigers, flankiert von Simon Scherder und Lion Schweers übernehmen, verlängert sich sein Vertrag im Übrigen automatisch. Selbiges geschah zuvor bereits bei Tobias Rühle, Michele Rizzi und vor zwei Wochen bei Sandrino Braun. Insgesamt sind Antwerpen und Sportdirektor Malte Metzelder dieser Tage schon sehr fleißig in Bezug auf die Kaderplanung, da der Klassenerhalt nach dem Sieg am Wochenende und den beiden Chemnitzer Niederlagen nahezu als sicher angesehen werden kann.

Heidemann & Lanius verstärken die Preußen 

Aus der Regionalliga West hat der SCP nämlich zwei junge Abwehrspieler mit Zwei-Jahresverträgen ausgestattet. Dominik Lanius, 1.95 m großer Innenverteidiger, wechselt von Viktoria Köln aus der einen in die andere Domstadt. Lanius trainierte bis zum Winter unter Antwerpen und folgt seinem ehemaligen Trainer ab Sommer an die Hammer Straße. Dort bereits aktiv war Niklas Heidemann. Der linke Verteidiger spielte zuletzt in der U17 mit dem Preußen-Adler auf der Brust und kommt ablösefrei vom Wuppertaler SV zum SCP. Beiden ein herzliches Willkommen beim SC Preußen!

Schleusener stiehlt Stroh-Engel die Show, Pisot und Gordon machen dicht

Doch bevor man sich auf die nächste Saison freuen kann, liegt der Fokus noch auf diesem Wochenende. Lediglich 22 Gegentore kassierte der KSC, im Wildpark Stadion waren es gerade mal derer sechs. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der KSC mit Benjamin Uphoff über einen starken Keeper verfügt, sondern dass die beiden hochgewachsenen und zweitliga-erfahrenen Innenverteidiger Daniel Gordon und David Pisot frühzeitig viel vom eigenen Tor weg halten. Chancen für den SCP dürften sich hier insbesondere im schnellen Umschalten ergeben. Ob Tobias Warschewski positionsgetreu Grimaldi ersetzt, ließ Antwerpen auf der Pressekonferenz noch offen.

Im Angriff hat der KSC, der nach schwachem Start immer noch mit den Aufstiegsplätzen liebäugelt, lediglich ein Tor mehr erzielt, als die Preußen. Hauptverantwortlich für die Treffer zeigt sich hierbei Fabian Schleusener. Nachdem er in der letzten Saison in Reihen des FSV Frankfurt noch von einem Kreuzbandriss ausgebremst wurde, trifft er diese Saison am Fließband und konnte in 31 Einsätzen bereits 15 Treffer verzeichnen. Hatte man vor der Saison ehrfürchtig vor dem Sturmduo Stroh-Engel und Fink Respekt, ist der eigentlich dritter Stürmer an ihnen vorbeigezogen. Fink hat sich nach schwachem Start auch formtechnisch gefangen, während Stroh-Engel kaum zum Zug kommt. Doch gegen seinen Lieblingsgegner aus Münster ist auch nicht ausgeschlossen, dass der Fußballgott sich einen Spaß erlaubt und ihm zum zweiten Saisontreffer verhilft.

Schwierige Aufgaben in den nächsten Wochen

Der KSC ist jedoch nur der Auftakt in komplizierte Spiele für den SCP. Denn in den folgenden Spielen geht es zu Hause gegen Wiesbaden, derzeit auf Platz zwei, und Fortuna Köln, für die der Aufstiegszug langsam aber sicher abfährt. Dennoch mit einem Punkt könnte man am Samstag sicher gut leben, von drei Punkten mag man es kaum wagen zu sprechen. Mit der richtigen Einstellung dem notwendigen Glück ist in dieser 3. Liga jedoch nichts ausgeschlossen. Insofern bleibt zu hoffen, dass die Antwerpen-Elf mal wieder einem Gegner in die Serien-Suppe spuckt und mit drei Punkten im Osternest im Gepäck zurück nach Münster reist.

ALLE ZUSAMMEN FÜR PREUSSEN MÜNSTER!

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