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Schöner moderner Fußball

Preußen Münster - Allgemein
No al calcio moderno

Die letzte Saison endete zumindest versöhnlich und eigentlich sollte man sich auch etwas auf die neue Saison freuen. Aber irgendwie kommt bei mir keine Vorfreude auf. Der Fußball, wie ich ihn kennengelernt habe und wie ich ihn gerne hätte, existiert einfach nicht mehr. Gut, Zeiten ändern sich und man muss sich damit auseinandersetzen und anpassen, will man nicht untergehen. Doch was momentan abläuft, treibt mich eher aus dem Stadion, als in das Stadion.

An jeder Ecke Events und Parties. Sei es das rote Pferd in Duisburg, Helene Fischer in Berlin oder der unsägliche Mickie Krause, der zu vielen Siegen gespielt wird. All das hat doch letztendlich nur den Zweck das Publikum zu bespaßen. Lange ist es her, dass die Zuschauer sich selbst bespaßten, heute braucht man Schlager oder andere Events dazu. Aber auch das: Verschmerzbar! Man kann ja auch einfach weghören. Dennoch sei das hier erwähnt, da es ebenfalls dazu beiträgt, dass der Fußball sich mehr und mehr zu einem Partyevent entwickelt.

Was viel schlimmer wiegt für mich, sind mittlerweile die finanzstarken Clubs, die mit Geld nur um sich werfen können und somit einen mehr oder weniger fairen Wettbewerb konterkarieren. Sei es der KFC, RB Leipzig, Hoffenheim oder auch im Ausland Man City, Chelsea, PSG. Die Liste könnte man jetzt beliebig weiterführen. Das Ergebnis bleibt jedoch: Es ist langweilig! Jedes Jahr aufs Neue dieselben Mannschaften in der Champions League, da war Liverpool eine willkommene Abwechslung.

Aber auch in der dritten Liga, lässt sich meistens von vornherein schon ablesen, wer aller Wahrscheinlichkeit oben mitspielen wird. Auf der einen Seite hat man Vereine, die um das finanzielle Überleben kämpfen, auf der anderen Seite hat man mittlerweile immer mehr Vereine, die in Geld schwimmen. Wie sonst erklärt man sich, dass ein Manuel Konrad mal eben zu einem frischgebackenen Aufsteiger wechselt? Wie ist das überhaupt möglich? Der KFC peilt diese Saison den direkten Durchmarsch in Liga 2 an. Aber gönnen würde ich denen das nicht. Neid? Vielleicht. Vielleicht auch einfach der Wunsch nach einem fairen sportlichen Wettbewerb, bei denen alle Vereine dieselben Voraussetzungen haben und der Bessere gewinnt und nicht der, der einfach die größere Patte hat.

Das große Ganze

Kann man diesen Vereinen deswegen einen Vorwurf machen, dass sie nur durch finanzstarke Geldgeber überhaupt in der Lage sind in der dritten Liga zu spielen? Nein, das kann man nicht. Das Problem liegt viel mehr im gesamten Drumherum. Das fängt bei völlig überzogenen Preise für Trikots, Telekom- bzw Skyabos und auch am jährlichen Kauf von EAs Fifa an. Fußball ist mittlerweile weg von einem Vereinssport, hin zu einem riesigen Wirtschaftsumfeld geworden und die Clubs sind mitterweile lediglich noch Firmen, bei denen die Rendite wichtiger ist als ein gesundes Fanleben.

Doch wir alle unterstützen eben diese Zustände, in dem wir die Möglichkeiten, die uns die Wirtschaft anbietet nutzen. Dadurch bedingt kommen in fast allen Ligen wahre Unsummen an Geldern zusammen, die natürlich die Menschen anlocken, die sich dadurch noch mehr Einnahmen versprechen. Doch den Vereinen trifft dabei die geringste Schuld. Die meisten wollen einfach nur überleben und werden gezwungen dieses Spiel mitzuspielen. Denn auch wenn es oftmals um Geld geht, ist der persönliche Ehrgeiz erfolgreich zu sein, immer noch ganz oben in den Köpfen von Spielern und Vereinsfunktionären.

Der DFB ist gefragt

Doch wie kann man diesen Auswüchsen begegnen? Indem man sich abwendet von seinem Verein, den man schon so lange verfolgt hat? Durch die Gründung eigener fanfreundlicher Vereine? Dafür gibt es keine Patentlösung. Ein Salary Cap, wie er in den USA üblich ist, wäre eine Maßnahme. Doch davon halte ich persönlich eben sowenig, wie von einem totalen Boykott, bei dem man sich meist nur selber schadet. Ein Verein, der erfolgreich spielt und viele Zuschauer an sich zieht, soll dafür auch belohnt werden.

Aber eine größere finanzielle Unterstützung seitens des DFBs wäre wünschenswert. Gerade für die eher klammen Vereine, sofern das wirtschaftliche Maß dort gehalten wurde und nicht auf Teufel Komm Raus der Aufstieg forciert wurde. Letztendlich haben nur wir, die Fans und Konsumenten, die Möglichkeit etwas daran zu ändern. Nicht jedes Jahr das neue Fifa kaufen oder hunderte von Euros in die FUT Packs stecken, Skyabos kündigen und lieber beim Grillen mit Freunden am Radio das Spiel verfolgen. Fanartikel selbst herstellen und nicht als wandelnde Litfaßsäule kostenlos Werbung für Trikotsponsoren machen, während man auch noch selbst dafür bezahlt. Die Entscheidung liegt aber bei jedem selbst, ob und was er bereit ist zu tun. Und vielleicht irgendwann freue ich mich auch wieder wie früher auf die nächste Saison.


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