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Auswärtssieg auf dem Betzenberg

1. FC Kaiserslautern – SC Preußen Münster – 3. Spieltag – Spielbericht – 1:2 (0:0)

“Revanche für 1951”. Das war unmittelbar nach dem Abpfiff des Spiels an diversen Stellen zu lesen, auch wenn die eigentliche Revanche bereits 1964 in der Bundesliga gelang. Aber egal, ob es nun die Revanche war oder nicht: Fakt ist, dass unsere Mannschaft gestern etwas großartgies in Kaiserslautern geleistet hat und somit bereits den zweiten Auswärtssieg der Saison einfuhr.

Doch nun erstmal der Reihe nach: In der Aufstellung nahm Preußen-Coach Marco Antwerpen einige Änderungen im Vergleich zu jüngsten Niederlage gegen Carl Zeiss Jena vor. In der Abwehrkette musste Lion Schweers verletzungsbedingt passen, sodass überraschend Eigengewächs Jannik Borgmann in die Startelf rückte. Außerdem durfte auch Ole Kittner in der Abwehrreihe erstmals in dieser Saison von Beginn an ran. Auch der Sturm wurde komplett umgekrempelt, indem Cueto, Kobylanski und Dadashov draußen blieben. Stattdessen lief auf dem Betzenberg nur eine Doppelspitze aus Warschewski und Hoffmann auf. Insgesamt stellt Antwerpen von einem 5-2-3 auf ein 3-5-2 um. Schön zu sehen, dass wir einen Trainer haben, der taktisch so variabel ist.

Preußen lassen sich von 22.000 FCK-Fans nicht beeindrucken

Sofort zu Beginn spielten die Adlerträger vor großer Kulisse im Fritz-Walter-Stadion ordentlich mit und schafften es, sich nach nur drei Minuten bereits die ersten beiden Chancen zu erarbeiten, doch Warschewski konnte den Ball jeweils nicht gefährlich auf das Tor des 1. FC Kaiserslautern bringen. Anschließend kam der Gastgeber besser ins Spiel und startete ebenfalls einige Angriffe, die aber meist nicht allzu gefährlich wurden. Glück hatte der FCK nach 38 Minuten, als Scherder einem Verteidiger der Roten Teufel den Ball im Strafraum offensichtlich an die nach oben gestreckte Hand schoss. Der insgesamt sehr schwache Bundesliga-Schiedsrichter Robert Kempter zeigte aber nicht auf den Punkt.

Somit ging es mit einem 0:0 zur Pause, doch man hatte das Gefühl, dass hier etwas möglich ist für die Preußen. Auch Co-Trainer “Kutte” Özturk sprach in der Halbzeitpause in die Kameras von Telekom Sport, dass man unbedingt mit drei Punkten nach Hause fahren wolle.

Der Schiedsrichter ärgert den SCP

Die kalte Dusche gab es im Glutofen Betzenberg dann nach 51 Minuten: Kevin Kraus zog von der Strafraumkante ab und brachte den FCK in Führung. Nun musste der SC Preußen also wieder einem Rückstand bei über 30°C hinterherlaufen und hatte über 22.000 Zuschauer gegen sich. Den Münsteranern fiel es in der Folge schwer, wieder Zugriff auf das Spiel zu bekommen und zu allem Überfluss bekamen die Preußen in der 67. Minute auch einen zweiten offensichtlichen Handelfmeter verwehrt, als der eingewechselte Tobias Rühle im Strafraum umher dribbelte, wobei der am Boden liegende FCK-Spieler Florian Dick den Ball mit der Hand aufhielt. Die Preußen waren sauer und fühlten sich benachteiligt, doch vielleicht war es genau dieser Frust, der den SCP zurück ins Spiel brachte.

Die Show des Martin Kobylanski

Nach 74 Minuten trat der eingewechselte Martin Kobylanski erstmals zum Freistoß an, den FCK-Keeper Sievers aber aus dem Winkel fischen konnte. Jedoch stand Fabian Menig anschließend goldrichtig und staubte zum hochverdienten 1:1 ab. Fabian Menig versprach im Rahmen der Saisonspende übrigens, dass er das getragene Trikot bei seinem ersten Preußen-Tor für den guten Zweck spenden wird. Danke schonmal dafür ;)
Anschließend merkte man den Lauterern aber an, dass sie unbedingt den Dreier vor heimischer Kulisse einfahren wollten, sodass sie den SCP jetzt mehr und mehr unter Druck setzten. Unsere Mannschaft löste das aber souverän und hielt bis in die Nachspiel erfolgreich Gegenwehr.

Kurz vor Schluss bekamen die Preußen dann nach einem Foul an René Klingenburg einen Freistoß zugesprochen, den Kobylanski absolut sehenswert in den linken Torwinkel schoss. Daraufhin brachen sowohl auf dem Platz als auch im mit 500 Fans besetzten Gästeblock alle Dämme. Kurz nach dem Treffer kam der FCK nochmal gefährlich vor das Tor der Preußen, doch ins Netz flog der Ball nicht, sodass der SCP tatsächlich den unerwarteten Sieg auf dem Betzenberg feiern durfte.

Am ungeliebten Montag kommen dann unsere kleinen Nachbarn aus Lotte ins Preußenstadion, wo unsere Mannschaft mit unserer Hilfe auch den ersten Heimsieg einfahren will, damit wir dann voller Selbstbewusstsein zum Derby nach Osnabrück fahren können.

ALLE ZUSAMMEN FÜR PREUSSEN MÜNSTER

DATEN ZUM SPIEL

SCP: Schnitzler – Scherder, Kittner, Borgmann – Menig, Braun (Kobylanski, 68.), Klingenburg, Rodrigues Pires, Heidemann – Hoffmann (Rühle, 61.), Warschewski (Dadashov, 61.)

FCK: Sievers – Dick, Kraus, Hainault (Özdemir, 72.), Sternberg – Hemlein, Fechner, Albaek, Zuck – Thiele, Biada (Spalvis, 46.)

Tore: 0:1 Kraus (50.), 1:1 Menig (74.), 2:1 Kobylanski (88.)

Gelbe Karten: Biada, Fechner, Spalvis, Sternberg / Borgmann, Rodrigues Pires, Heidemann, Schnitzler

Zuschauer: 22.881

Schiedsrichter: Robert Kempter


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