Die Null steht in Uerdingen

2018/2019 - Spielbericht - KFC Uerdingen - SC Preußen Münster - 0:0
2018/2019 - Spielbericht - KFC Uerdingen - SC Preußen Münster - 0:0
Spielbericht – KFC Uerdingen – SC Preußen Münster – 0:0

Was kann man sich als Fußballfan schöneres vorstellen, als ein Auswärtsspiel beim KFC Uerdingen in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena? Richtig: Vieles… Trotzdem machten sich immerhin etwa 500 SCP-Fans auf den Weg dorthin, auch wenn die Ultras bekanntermaßen auch beim zweiten Auswärtsspiel auf einem Montag auf aktiven Support verzichteten.

Protest Banner wird entfernt

Die Krefelder Ultras hatten als Protest gegen den Montagstermin ein Trillerpfeifen-Konzert über die ersten 15 Minuten geplant und ein Banner mit der Aufschrift „KFC-Fans gegen Montagsspiele“ im Blickfeld der TV-Kameras auf der Gegengerade platziert. Nach einer Weile wurde dieses Banner aber von den Ordnern entfernt, was verständlicherweise für Unmut bei der Fanszene des KFC führte, sodass diese ihre Fahnen einpackten und ebenfalls über 90 Minuten auf Support verzichteten.

Traurig war der Anblick des Stadions aber auch abgesehen von den jeweiligen Ultragruppen, da die rund 3.600 Zuschauer im großen Duisburger Stadion extrem verloren wirkten. Nur wenige Blöcke waren überhaupt geöffnet und auch diese waren alles andere als voll besetzt. Eine unheimliche Geisteratmosphäre.

Auch ansonsten war das Drumherum im Gästeblock für die anwesenden Münsteraner Fans alles andere als erheiternd: Ein Stehplatz kostete ganze 15€, eine Bratwurst 3€ und im Bier fehlte der Alkohol. Aber sei es drum, in erste Linie will man natürlich Fußball sehen und muss da dann wohl oder übel durch.

Cueto und Rühle in der Startelf

Deswegen nun zum sportlichen Teil: Preußen-Coach Marco Antwerpen wechselte in der Startelf auf zwei Positionen. Für den gelb gesperrten Klingenburg rutschte Lucas Cueto in die Anfangsformation und Tobias Rühle ersetzte Cyrill Akono.

Auf dem Rasen starteten die Adlerträger ansehnlich und versuchten Tempo ins Spiel zu bringen. Die erste Torchance bot sich so schon nach vier Minuten, doch der Uerdinger Keeper konnte einen Distanzschuss von Cueto abwehren. Das Fußballspielen wurde dem SCP aber durch viele kleine, nervige Fouls des KFC massiv erschwert. Nach einer guten Viertelstunde wachten die Uerdinger, die über etliche gestandene Ex-Bundesligaspieler verfügen, aber auf und wurden gefährlicher. Zunächst verfehlte Osayamen Osawe das Tor knapp, dann setzte Maximilian Beister einen Ball nur an den Außenpfosten, nachdem er von Scherder entscheidend gestört wurde.

Die Krefelder wurden nun immer gefährlicher. Die beste Chance bot sich dabei für Connor Kempicki, der die Kugel völlig freistehend am Preußen-Tor vorbeischoss. Mittlerweile war das 0:0 sicherlich glücklich für die Adlerträger. Einen Aufreger gab es im KFC-Strafraum dann aber doch noch vor der Pause: Assani Lukimya spielte den Ball klar mit der Hand. Der Elfmeterpfiff blieb aber wie gewohnt aus, was zu massiven Protesten unserer Spieler führte. Laut dem ehemaligen FIFA-Schiedsrichter Babak Rafati von liga3-online.de wurde damit bereits die zehnte Elfmeterfehlentscheidung in der laufenden Saison gegen uns getroffen. Natürlich mit Abstand Liga-Höchstwert. Ob wir wohl diese Saison noch einen Elfer bekommen? Vermutlich nicht…

Da aber auch der anschließende Uerdinger Konter nichts einbrachte, ging es mit dem für uns trotzdem schmeichelhaften 0:0 in die Pause.

Cueto macht das Ding nicht

Nach der Pause versuchte der KFC weiterhin das Führungstor zu erzielen, doch die einzige nennenswerte Chance bot sich in der 56. Minute durch Osawe, Schulze Niehues verhinderte den Rückstand jedoch. Die besten Gelegenheiten auf Preußen-Seiten waren ein Kopfball am Tor vorbei von Cueto (61.) und ein Distanzschuss von Kobylanski, den Vollath stark parierte (65.).

Anschließend ergaben sich nur noch wenige Torraumszenen. Die Gastgeber wollten zwar weiterhin gewinnen, doch der letzte Pass fehlte meist und zudem stand die Abwehr des SCP sicher. Also endete das Spiel mit einem 0:0, mit dem die Preußen wohl gut leben können, wenn im kommenden Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht VfR Aalen wieder ein Dreier folgt.

Vorne wie hinten

Was aber durchaus Bauchschmerzen bereitet, ist die Tatsache, dass unsere Offensive in acht der letzten neun Spiele den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. Auf der anderen Seite kassierte man zwar auch in vier von fünf Spielen seit der Winterpause keinen Gegentreffer, doch auf diese Weise können leider kaum Punkte geholt werden, sodass der Kontakt nach oben immer weiter abreißt.

Die nächste Chance auf eine Trendwende besteht, wie erwähnt, am Samstag gegen den Tabellenletzten aus Aalen. Also kommt ins Stadion und brüllt den Ball ins Tor!

Alle zusammen für Preußen Münster

DATEN ZUM SPIEL

SCP: Schulze Niehues – Menig, Kittner, Scherder, Heidemann – Kobylanski, Rodrigues Pires (Dadashov, 81.), Braun – Hoffmann (Müller, 75.), Rühle (Akono, 63.), Cueto
Uerdingen: Vollath – Großkreutz, Lukimya, Marho, Dorda – Krempicki, Konrad, Matuschyk – Beister (Litka, 86.), Osawe, Aigner (Pflücke, 70.)

Tore:

Gelbe Karten: Matuschyk, Osawe / Scherder, Braun, Dadashov

Zuschauer: 3.636

Schiedsrichter: Wolfgang Haslberger


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