Fanszenen der 3. Liga FC Rot-Weiß Erfurt

Fanszene Rot Weiß Erfurt - Erfordia Ultras

Die aktive Fanszene des FC Rot-Weiß Erfurt versammelt sich bei Heimspielen im Block E auf der, vom Spielfeld aus gesehen, rechten Seite der Haupttribüne. Die Supporter und Ultras positionieren sich dabei hinter der großen „Erfordia Ultras 1996“ Zaunfahne, welche, ähnlich wie die Zaunfahne der Fiffi-Gerritzen-Kurve in Münster, an der Brüstung vor dem Block hängt. Der Supportbereich, vor dem alle weiteren relevanten Zaunfahnen hängen, befindet sich einige Stufen über der Brüstung.

Die Erfordia Ultras verfügen aktuell über 53 Mitglieder. Bei Heimspielen versammeln sich bis zu 200-300 Ultras und Supporter im Block. Über eine Jugendgruppe verfügen die Erfordia Ultras ebenfalls. Sie trägt den Namen „EFU Youth“. Die „EFU Youth“ bestehen seit 2006 und gelten als Sammelbecken für alle ultraorientierten Jugendlichen. Außerdem ist die Gruppe für viele Jugendliche auch das Sprungbrett in die Gruppe „Erfordia Ultras 1996“. Die Zahl der Auswärtsfahrer aus Erfurt ist, im Vergleich zu den anderen Ostvereinen, eher gering. So erreicht der Auswärtsmob auf weiteren Touren meist eine Größe von 300-400 Mann, was verglichen mit den Auswärtsfahrern von Dynamo Dresden oder dem Aufsteiger aus Magdeburg eher gering ist.

Entstehungszeit und Namensgebung

Gegründet wurden die Erfordia Ultras im Jahre 1996 und zählen mit ihren 19 Jahren Gruppenbestehen schon zu den älteren Gruppen der Republik. Der Name der Gruppe leitet sich am Stadtnamen ab.

Freunde und Rivalen

Freundschaften pflegen die Thüringer zu der „Legione Caybea“ aus der italienischen Mittelmeerstadt Massa, zu den „Saalefront Ultras“ aus dem nahegelegenen Halle an der Saale und zur „Fankurve 1966“ vom 1. FC Lokomotive Leipzig. Zu den Rivalen des RWE zählen mit Sicherheit viele Ostvereine, wie zum Beispiel Dynamo Dresden, der 1. FC Magdeburg oder Carl Zeiss Jena.

Verabschiedung vom Steigerwaldstadion im Oktober 2014

Am 08. Oktober 2014 wurde das altehrwürdige Steigerwaldstadion des FC Rot-Weiß mit einem Freundschaftsspiel gegen den niederländischen Erendivisionär FC Groningen offiziell verabschiedet. Für dieses Spiel dachte sich die aktive Fanszene eine große Feier aus. Um das Spiel würdig einzuleiten, wurde eine große Choreo auf die Beine gestellt, die sich über den gesamten Heimbereich erstreckte.

Nach dem Spiel gab es, wie im Vorfeld mit der Vereinsführung abgesprochen, eine große Pyroshow auf der Laufbahn, um den Abend stilvoll zu beenden. Nach dem Spiel jedoch, kam die böse Überraschung: Der DFB schickte den Thüringern eine beachtliche Strafe (20.000€), die nach einigen Diskussionen auf 15.000€ reduziert wurde. Unverständnis löste die Strafe deshalb aus, weil die Pyroaktion vom Verein genehmigt und als eigene Veranstaltung angemeldet war und, weil es sich bei dem Spiel nur um ein Freundschaftsspiel handelte. Verein und Fans zeigten sich auch im Nachhinein unzufrieden mit der Strafe und kritisierten den DFB dafür scharf.

Steckbrief

  • Standort: Block E
  • Größe des Supportblocks (Heim): 200-300
  • Auswärtsfahrer: 300-400
  • Führende Gruppe: Erfordia Ultras
  • Gründung der Gruppe: 1996
  • Freunde: Hallescher FC; Lokomotive Leipzig; U.S. Massese 1919
  • Rivalen: Dynamo Dresden; 1. FC Magdeburg; Carl-Zeiss Jena