Sparkassen-Erzgebirgsstadion (Erzgebirge Aue)

Das Sparkassen-Erzgebirgsstadion ist ein Leichtathletikstadion mit Laufbahn, welches 1928 als „Städtisches Stadion im Lößnitztal“ eröffnet wurde. Zu Beginn wurde das Stadion für viele verschiedene Sportarten genutzt. In der Nachkriegszeit diente das Areal als Übungs- und Trainingsgelände für die Rote Armee (Heer und Luftstreitkräfte der Sowjetunion). Nachdem das Stadion 1950 komplett modernisiert wurde und von da an den Namen Otto-Grotewohl-Stadion trug, zog der damalige Verein Zentra Wismut Aue, der heute FC Erzgebirge Aue heißt, dort ein. Von 1986 bis 1992 wurde das Stadion erneut auf den neuesten Stand gebracht, sodass es nun auch internationalen Ansprüchen genügte und sein heutiges Aussehen bekam, auch wenn es den ursprünglichen Ansprüchen nun nicht mehr gerecht wird. Im Zuge dieser Umbauarbeiten wurde die Spielstätte erneut umbenannt und trägt seitdem den Namen Erzgebirgsstadion. 2011 erhielt es lediglich noch den Namenszusatz der Sparkasse.

Bemerkenswert ist, dass das Stadion, ähnlich wie im Berliner Olympiastadion, eine Laufbahn in den Vereinsfarben besitzt, auch wenn das Lila einem SCP-Fan natürlich in den Augen brennt. Zudem erhielt das Stadion 2004 eine Rasenheizung und die alte Anzeigetafel aus dem Gelsenkirchener Parkstadion wurde installiert. Die ereignisreiche Geschichte des Stadions wird allerdings wohl bald enden, da die Pläne für ein modernes Stadion bereits stehen.

Erzgebirgsstadion

Foto: fc-erzgebirge.de

Doch nun genug zur Historie: Das Sparkassen-Erzgebirgsstadion liegt in Mitten des Lößnitztals, was ein einzigartiges Panorama in diesem schönen Stadion bietet. Außerdem hat es eine Kapazität von 15.690 Plätzen, davon 9.930 überdachte Sitzplätze und 6.300 unüberdachte Stehplätze. Das Stadion besitzt hinter beiden Toren Marathontore, sodass es in zwei Hälften geteilt ist. Die nördliche Seite besteht komplett aus Sitzplätzen und ist vollständig überdacht, die Sitze sind rot und an den Randbereichen sind sogar nur Bänke vorhanden, was einen seltsam aussehenden Mix ergibt. Die südliche Seite beherbergt nur mittig Sitzblöcke. Die Sitzschalen ergeben ein lila-weißes Streifenmuster und den Schriftzug „FCE AUE“. Die äußeren Bereiche bestehen aus unüberdachten Stehplätzen.

Die Fankurve des FCE befindet sich in den Blöcken O und P, welche sich am Rande der großen Sitzplatz-Tribüne befinden. Auch wenn Aue zu Hause meist nicht die großen Zuschauermassen anzieht, herrscht im Stadion in der Regel trotzdem eine gute Fußballatmospäre, gegen die man als Gästefanblock erstmal ankommen muss. Der Gästeblock befindet sich in den Stehblöcken G und F2, wobei letzterer nur bei größerem Andrang geöffnet wird. Die Blöcke befinden sich unmittelbar neben dem östlichen Marathontor. Für die Fans, die lieber sitzen möchten, steht Block H bereit, der ebenfalls am besagten Marathontor liegt.

Die Preise in Aue sind sehr fanfreundlich, so bezahlt man für einen Stehplatz nur einen Zehner (ermäßigt 6€) und für einen (Bank-)Sitzplatz 13€ (ermäßigt 9€). Auch die Preise für die Verpflegung können sich in Aue absolut sehen lassen: Ein Bier, und jedes andere Getränk, kostet 2,30€ für 0,4l. An Speisen gibt es im Erzgebirge eine große Auswahl, besonders beliebt ist dort der „Nudeltopf“, der ausgezeichnet schmecken soll.

Die Fans, die die über 500km lange Strecke bis an die deutsch-tschechische Grenze mit dem Auto fahren wollen, haben, nachdem sie über die Autobahnen A1, A44, A7 und A4 gereist sind, eine recht einfache Anfahrt vor sich. Nachdem man die A4 bei der Ausfahrt Meerane/Zwickau verlässt, muss man nun über Zwickau und Reinsdorf der Beschilderung zur A72 folgen, diese muss man dann kurz in Richtung Chemnitz befahren, um sie bei Hartenstein wieder zu verlassen. Von hier gelangt man über den Autobahnzubringer direkt bis zum Stadion. Dort befinden sich dann 250 Gebührenpflichtige Parkplätze, alternativ kann auch kostenfrei in vielen Nebenstraßen der nahegelegenen Innenstadt geparkt werden. Mit dem Zug ist Aue auf Grund der großen Entfernung nur schwer zu erreichen. Wenn überhaupt, muss man die Strecke mit teuren ICEs befahren. Ist man dazu bereit, empfiehlt es sich zuerst mit dem IC nach Hannover zu fahren, von da aus mit einem ICE nach Göttingen und dann mit Regionalbahnen über Gößnitz und Zwickau bis nach Aue, wo das Erzgebirgsstadion eine eigene Haltestelle besitzt. Unsere Empfehlung: Nehmt einfach einen der angebotenen Fanbusse und lasst euch bis vor das Stadion kutschieren.

Sparkassen-Erzgebirgsstadion

Kapazität insgesamt: 15.690
Kapazität Sitzplätze: 9.930 (überdacht)
Kapazität Stehplätze: 6.300 (unüberdacht)
Besonderheiten: Laufbahn in Vereinsfarben
Zwei große Marathontore
Zum Teil noch mit Sitzbänken ausgestattet

Anfahrt:

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